Die Wanderung zur Eiskapelle ist eine leichte Kurzwanderung, die am Hintersee startet und im weiteren Verlauf vorwiegend entlang des Grießbaches führt. An der Eiskapelle selbst kann je nach Schneeverhältnissen im Winter bis in den Hochsommer noch Schnee zu finden sein. Daher kommt auch der Name „Eiskapelle“.

Ausgangspunkt

Hintersee, Parkplatz beim Strandbad Hirschpoint

Dauer hin/zurück

bis zur Eiskapelle 45min / 45min
Höhendifferenz 100 Hm

Charakteristik

Leichte Kurzwanderung, relativ flach, bis ca. 10 Minuten vor der Eiskapelle auch für Kinderwagen geeignet, danach geht es im Flussbett weiter

Anreise

Bundesland Salzburg, an der Wolfgangsee Bundesstraße (B158) Richtung Faistenau abbiegen, an Faistenau vorbei Richtung Hintersee bis zum Strandband Hirschpoint am Ende des Sees

Die Wanderung im Detail

Der Weg zur „Eiskapelle“, welche zu den Salzburger Naturdenkmälern zählt, beginnt am Parkplatz des Strandbades Hirschpoint und führt zuerst links am See entlang des Seerundweges, bevor man über eine geschotterte Forststraße in Richtung links abbiegt. Der Seerundweg würde rechter Hand weiterführen.

Hintersee auf dem Weg zur Eiskapelle

Der Hintersee, auf dem Weg zur Eiskapelle

An einer Weggabelung muss man rechts weiter gehen – hier gibt es keine Markierung und auch keinen Wegweiser. Allerdings stellt das Nasslager einen sehr guten Anhaltspunkt dar. Das Nasslager ist nach dem verheerenden Sturm Kyrill entstanden. Hier werden umgestürzte Bäume gelagert und feucht gehalten, um das Verbreiten des Borkenkäfers zu verhindern. Das dafür notwendige Wasser wird übrigens aus dem Hintersee gepumpt, ein entsprechendes Pumpenhäuschen findet man am Rundwanderweg.

Nach ein paar Metern – vorbei an einer Mühle – ist der Grießbach ständiger Begleiter, der einen bis zum Talschluss bringt, wo er in einem kleinen Wasserfall vom Wieserhörndl herunterstürzt. Die Straße ist flach und bis kurz vor der Eiskapelle auch für Kinderwagen geeignet.

Ca. 10 Minuten Gehweg vor dem Ziel muss man einen kleinen Zufluss (eher ein kleines Rinnsal, im Sommer zumeist auch ganz ausgetrocknet) des Grießbaches überqueren. Hier ist auch Endstation für all jene, die mit einem Kinderwagen unterwegs waren, ein Fortkommen mit einem Kinderwagen ist auf dem steinig und enger werdenden Weg unmöglich.

Nun geht man noch ein kleines Stück direkt am Bach entlang bzw. teilweise direkt im Flussbett (ja nachdem, wie viel Wasser der Fluss führt), bevor man den Grießbachkessel am Fuße des Wieserhörndls erreicht. Dort befindet sich die „Eiskapelle“ – ein Platz, an dem sich selbst im Hochsommer noch viel Schnee finden kann.

Zur Zeit unseres ersten Besuches im Juni 2002 war auf jeden Fall noch genug von der weißen Pracht zu sehen, obwohl in diesem Jahr anderswo durch einen sehr warmen Februar der Schnee schon sehr bald verschwunden war.

Eiskapelle Ende Juni 2002

Eiskapelle Ende Juni 2002

Wobei „weiße Pracht“ nicht ganz zutrifft, da die Oberfläche des zusammengepressten Schnees durch die Schneeschmelze nicht ganz so weiß ist. In den Monaten Juli und August bildet sich dann durch den unter der Schneedecke fließenden Bach eine teilweise sehr hohe Eishöhle (bis zu etwa 5m) mit oft bizarren Formen. Das Betreten dieser Höhle ist aber keinesfalls anzuraten bzw. sogar lebensgefährlich, da jederzeit Teile davon einstürzen können!

Ende Juli 2017 war kein Schnee mehr zu finden, allerdings war auch der Winter zuvor in unserer Höhenlage eher als schneearm zu bezeichnen. Aber auch der Talschluss ist herrlich und eignet sich hervorragend für eine ausgedehnte Pause.

Eiskapelle - herrlicher Talschluss

Eiskapelle – herrlicher Talschluss, die Eiskapelle wäre links vorne zu sehen (Ende Juli 2017)

Zurück geht es auf dem gleichen Weg. Nachdem man wieder am Ausgangspunkt, dem Hintersee, angelangt ist, kann man noch eine kleine Runde um den Hintersee anschließen – oder auch einfach nur im See baden.

In manchen Jahren kann auch bereits Ende Juli kaum noch Schnee zu finden sein, von Eishöhle bzw. Eiskapelle kann dann natürlich keine Rede mehr sein.

Die Wanderung zur Eiskapelle ist eine leichte Kurzwanderung, die am Hintersee startet und im weiteren Verlauf vorwiegend entlang des Grießbaches führt. An der Eiskapelle selbst kann je nach Schneeverhältnissen im Winter bis in den Hochsommer noch Schnee zu finden sein. Daher kommt auch der Name "Eiskapelle".