Zuletzt aktualisiert am 23. August 2019 um 10:47

Der Nockstein – eine wirklich beeindruckende Felsformation! Äußerst harmlos wirkend von einer Seite, über 200m hohe Steilwand auf der anderen Seite. Sehr entspannende, gemütliche und kurze Tour von der einen Seite, steil und etwas mehr Kräfte raubend von der anderen Seite. In dieser Tourbeschreibung findest du drei Varianten, die dich zum Gipfel führen.

Der Nockstein ist mein Hausberg und zeigt viele Gesichter. Vom Gipfel bietet der Nockstein einen wunderschönen Blick über Salzburg bis weit ins Berchtesgadener Land, auf der anderen Seite ins Alpenvorland bis zum Salzkammergut, mit Gipfeln wie den Schober, den Schafberg, den Traunstein oder bis zum Dachsteinmassiv.

Ausgangspunkt

Variante 1: Parkplatz Nockstein / Weißbach & Lospichl, oberhalb Koppl (778 m)
Variante 2: Parkplatz kurz nach Gasthof Riedlwirt
Variante 3: Parkplatz Georg Weickl Weg (640 m)

Dauer hin/zurück

Variante 1 – Parkplatz Nockstein
Rundwanderung ca. 1 Stunde
Höhendifferenz 265 Hm

Variante 2 – ab Riedlwirt über den Grat
bis zum Gipfel 1h / 45min
Höhendifferenz 310m

Variante 3 – ab Georg Weickl Weg, durch die Nocksteinschlucht
bis zum Gipfel 1h 15min / 45min
Höhendifferenz 420m

Charakteristik

Variante 1 und 2: kurze und wenig anstrengende Rundwanderung, kurz vor dem Gipfel Schwindelfreiheit erforderlich, letztes Stück mit Kindern kritisch (äußerste Vorsicht geboten!).

Variante 3: mittellange und durchschnittlich anstrengende Wanderung entlang der abwechslungsreichen Nocksteinschlucht, letztes Stück gleich wie Variante 1 und 2.

Anreise

Variante 1 – Parkplatz Nockstein / Weißbach
Bundesland Salzburg, an der Wolfgangsee-Bundesstraße nach Koppl abbiegen, weiter bis Parkplatz Nockstein. An der Informationstafel in Koppl findet man eine Karte, wo der Parkplatz eingezeichnet ist, sonst einfach ab Koppl dem Schild „Nockstein“ folgen. Das ist der einfachste Weg zum Parkplatz. Insider biegen an der Bushaltestelle Grabnerbauer rechts in die Mitterhofstraße ein.

Variante 2 – ab Riedlwirt
Kurz nach der Abzweigung an der Wolfgangsee-Bundesstraße in Richtung Koppl, nach etwa 200m dem Schild zum Riedlwirt (Eisenstraße) folgen.

Variante 3 – ab Georg Weickl Weg / Nocksteinschlucht
Aus Richtung Salzburg kommend nach rechts in Richtung Gaisberg Gipfel abbiegen. Nach ca. 200m geht es links in den Georg Weickl Weg.

Aus Richtung Hof / Bad Ischl kommend an der Tankstelle Nockstein links in den Georg Weickl Weg abbiegen. Wenn man das versäumt, einfach kurz darauf die Abzweigung Richtung Gaisberg nehmen. Achtung: seit einiger Zeit gilt hier ein teilweises Fahrverbot. Dann bleibt ohnehin nur der Weg wie oben beschrieben.

Karte


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Die Wanderung im Detail

Die Wanderung auf den Nockstein ist je nach Variante eine kurze bis mittlere Wanderung, die rein konditionell auch von Kindern problemlos bewältigt werden kann. Vor allem, wenn man vom Parkplatz Nockstein startet. Allerdings ist das letzte Stück bis zum Gipfel mit Kindern kritisch und wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sie besser (natürlich unter Aufsicht!) auf dem Bankerl kurz unterhalb des Gipfels sitzen lassen und die letzten 10 Minuten alleine weitergehen.

Auch die Variante durch die Nocksteinschlucht kann problemlos mit Kindern bewältigt werden. Allerdings sollte man diese im Mittelabschnitt nicht aus den Augen lassen, weil es im Bereich der Schlucht naturgemäß steile Abhänge mit Absturzgefahr gibt. Für den Gipfelbereich gilt natürlich das Gleiche wie für Variante 1 und 2.

Die 3 Varianten im Überblick

Damit du nicht den Überblick verlierst – eine Karte als Überblick.

Gaisberg - Nockstein Varianten

Gaisberg – Nockstein Varianten

In der Karte findest du alle 3 Varianten auf den Nockstein und zusätzlich den Weg auf den Gaisberg sowie einen Teil des Gaisberg Rundwanderweges.

Variante 1 – Startpunkt Parkplatz Nockstein / Weißbach

Vom Parkplatz Nockstein aus kann man zwei Wege zum Gipfel wählen, nämlich einfach geradeaus – beschildert mit Gaisberg/Nockstein oder nach rechts vorbei an einem Bauernhof direkt Richtung Nockstein. Da beide Wege recht angenehm zu gehen sind, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Rundwanderung. Beide Routen führen zu Beginn über eine Schotterstraße / Forststraße und erst weiter oben wird der Weg schmäler und das letzte Stück felsig. Der Weg geradeaus geht gleich zu Beginn in den Wald, der Weg rechts führt anfangs über offenes Gelände. Je nach Wetterverhältnissen kann man also den schattigen oder sonnigen Teil zuerst wählen.

Zu Beginn des Weges ab Parkplatz Nockstein

Zu Beginn des Weges ab Parkplatz Nockstein

Die Markierung der Wege ist recht gut, trotzdem muss man etwas aufpassen, da sich die Forststraße des Öfteren gabelt. Auf eine dieser Gabelungen stößt man sehr bald, wenn man den Weg wählt, der mit „Gaisberg/Nockstein“ beschildert ist – vom Parkplatz aus jener Weg, der geradeaus in den Wald führt. Man kann an dieser Stelle getrost auch ein Stück in Richtung Gaisberg weitergehen, um sich nach ca. 10-15 Minuten am Grat an weiteren Schildern rechts zu halten. Links hinauf geht es in Richtung Gaisberg. Der Weg am Grat (Waldweg, kein Felsgrat) führt dann mehr oder weniger direkt zum Nockstein – mit teilweise schönen Blicken nach vorne zum Gipfel.

Von links herauf aus dem Tal mündet nach ein paar Minuten ein Weg in unsere Route. Das ist der Weg, der von Guggenthal über die Nocksteinschlucht heraufführt. Eine der etwas anstrengenderen Varianten auf den Gipfel, bei der man ca. 420 Höhenmeter zu überwinden hat (diese Variante ist weiter unten beschrieben).

Nach weiteren 10 Minuten kommt man an eine für Kinder etwas gefährlichere Stelle, bevor es ein wenig bergab zum Bankerl geht.

Vom Bankerl zum Gipfel

Wie schon weiter oben erwähnt ist das letzte Stück nicht ganz ungefährlich und wird gerne unterschätzt. Vor allem dann, wenn man den Nockstein nur von Koppler Seite kennt, wo er recht klein und unscheinbar aussieht. Wer ihn aber auch von Guggenthal aus kennt, weiß, dass der Nockstein mehr als nur ein „Stein“ ist.

Gut zu erkennen: die vielen Pfade zum Gipfel

Gut zu erkennen: die vielen Pfade zum Gipfel

Ab dem Rastplatz mit einem Bankerl heißt es, Kinder nicht aus den Augen zu lassen! Von hier führen ein paar Wege mehr oder weniger kreuz und quer über den Fels bis zum Gipfelkreuz.

Die sicherste und einfachste Variante führt vom Bankerl aus rechts am Hang entlang leicht bergan. In wenigen Serpentinen und einer Holzleiter knapp unterhalb des Gipfels gelangt man relativ einfach bis zum Gipfelkreuz. Achtung: hinter dem Kreuz geht es quasi im freien Fall bergab!

Das nachfolgende Video zeigt dir den Weg auf den Nockstein aber dem Parkplatz Nockstein und der Variante, die zurück zuerst in Richtung Gaisberg und dann wieder links zurück zum Parkplatz führt.

Vom Gipfel hat man einen schönen Ausblick auf Salzburg und ins Salzburger Seenland. Man sieht auch viele jener Gipfel, die in diesem Blog beschrieben sind, wie z.B. Schober, Schafberg, Lidaunberg oder Schmittenstein.

Variante 2 – Startpunkt Riedlwirt

Kurz nach dem Riedlwirt befindet sich ein kleiner Parkplatz. Von hier aus geht man links und dann oberhalb des Tennisplatzes vorbei. Ein breiter Pfad führt durch den Wald nicht allzu steil bergan. Man kommt an eine Weggabelung, an der sich eine kleine Kapelle befindet. Hier geht man geradeaus weiter durch den Wald um kurz darauf über ein paar Stufen auf eine offene Wiese zu gelangen, auf der im Sommer auch immer wieder einmal Kühe weiden.

Mit etwas Glück kann man rechts am Waldesrand am frühen Morgen Gämsen sehen.

Man quert die Wiese und geht dann dem Grat entlang (nicht ausgesetzt, halb im Wald) in Richtung Gipfel weiter. Der Weg ist hier sehr schön und bietet immer wieder Ausblicke hinunter nach Guggenthal. Einige Plätze verleiten hier zu einer Rast. Geheimtipp: es geht nichts über ein gutes Frühstück in der frischen Morgenluft!

Einer der schönen Rastplätze

Einer der schönen Rastplätze

Nachdem man wieder einmal ein paar Holztreppen hinaufsteigt, geht es ein sehr kurzes Stück bergab. Hier quert man dann auch den Weg, der vom Parkplatz Nockstein auf den Gipfel führt. Bis zum weiter oben beschriebenen Bankerl sind noch etwa 5 bis 10 Minuten zu gehen.

Variante 3 – Nocksteinschlucht

Diese Variante startet an einem kleinen Parkplatz am Georg Weickl Weg. Nach einem sehr kurzen Weg durch den Wald, der hinter dem Parkplatz startet, gelangen wir auf eine Schotterstraße, die gemütlich ansteigend nach oben führt.

Diese Schotterstraße folgen wir ca. 15 Minuten. Durch zwei stark ausgetretene Abschneider durch den Wald kann man diese Schotterstraße in großen Teilen auch umgehen. Wir kommen dann an eine Abzweigung vor einem Jägerstand, an der wir links abbiegen. Keine Sorge, du kannst diese Abzweigung nicht versäumen, der Weg ist an dieser Stelle gut ausgeschildert!

Ab hier geht es auf einem etwas steinigen und abwechslungsreichen Waldweg stetig bergauf und wir erreichen sehr bald auch die Nocksteinschlucht. Solltest du Kinder dabei haben, dann an dieser Stelle bitte vorsichtig sein! Der Weg ist zwar breit und einfach relativ zu gehen, aber in Richtung Schlucht geht es sehr steil bergab. Der Weg führt eine Weile entlang der Schlucht, bis wir diese etwas weiter oben über schön angelegte Stufen queren. Neben uns ein kleines Rinnsal, welches je nach vorhergehendem Regen leise vor sich hinplätschert.

Kurz nach der Querung der Schlucht gelangen wir zu einer Abzweigung, bei der wir uns links halten (einfach den Schildern in Richtung Nockstein / Gaisberg folgen). Rechts geht es in Richtung Gersbergalm. Über weitere Holztreppen, die uns nun relativ steil nach oben führen, kommen wir dann an eine Abzweigung, die zu einem „Glücksplatz“ führt. Diesen kleinen Umweg von vielleicht 2-3 Minuten sollten man sich leisten – er lohnt sich.

Nockstein - Treppe hinauf zum Glücksplatz

Nockstein – Treppe hinauf zum Glücksplatz

Danach geht es weiter über einen Waldweg bis zum Rücken, der den Gaisberg mit dem  Nockstein verbindet. Oben angekommen halten wir uns links in Richtung des Nocksteins.

Der Nockstein beim Gipfeltreffen

Der Nockstein ist auch ein sehr beliebtes Ziel von Werner Schmidbauer, der in seiner Sendung Gipfeltreffen des Bayrischen Fernsehens auch immer wieder einmal unserem Nockstein einen Besuch abstattet. So war er unter anderem Anfang 2018 mit DJ Ötzi alias Gerry Friedle unterwegs auf meinem Hausberg.

Und im Mai 2016 kam mir Werner lächelnd entgegen. Aber bis ich geschnallt habe, wer der höflich grüßende Mann mit Kameraleuten gewesen ist, war es auch schon wieder zu spät. Schade irgendwie, denn nur zu gerne hätte ich mit dem sympathischen Bayern ein paar Worte gewechselt und vielleicht hätte ich sogar von seinen mittlerweile wohl Kultstatus erlangten „Fleischpflanzerln“ probieren dürfen.

Schneeschuhe

Variante 1 und 2 völlig problemlos bis zum Bankerl unterhalb des Gipfels. Auch weiter bis zum Gipfel ohne größere Probleme machbar, bei den felsigen Stellen ist erhöhte Vorsicht geboten. Den Weg durch die Nocksteinschlucht bin ich im Winter noch nicht gegangen.

Der Nockstein - harmlos wirkend von einer Seite, über 200m hohe Steilwand auf der anderen Seite. Wunderschöner Blick über Salzburg und ins Alpenvorland.