Dieser Beitrag ist ein Gastbeitrag eines Fans des Salzburger Landes, namentlich Bendix Holtgraefe. Vielen Dank an Bendix!

Wenn man im Skiurlaub ist und sich eine kleine Abwechslung von vollen Pisten und steilen Bergen gönnen möchte, aber trotzdem nicht auf Geschwindigkeit verzichten möchte, sollte man definitiv die 2 Rodelstrecken in Mühlbach am Hochkönig ausprobieren. Beide zusammen weisen sie eine Länge von 6,7km auf.

Ausgangspunkt

Bei den zwei Rodelbahnen handelt es sich jeweils um Strecken die direkt von einer Hütte bzw. einem Berggasthof bis hinunter ins Tal nach Mühlbach führen.

Kopphütte
Zur Kopphütte kann der Bus aus dem Tal oder das eigene Auto genommen werden. Die Rodelbahn endet auch wieder im Tal.

Pauss Bauer
Zum Pauss Bauern gibt es leider keinen Bus. Hier sollte das eigene Auto mit Schneeketten genommen werden oder es wird 40 Minuten gewandert. Schlitten kann man sich in beiden Fällen auch oben am Startpunkt gegen Entgelt leihen.

Dauer hin/zurück

Kopphütte
Wenn der Bus bis zur Haltestelle „Kopphütte“ genommen wird (10 Minuten Fahrtzeit von der Ortsmitte), sind es dann noch ca. 20 Minuten zu Fuß. Wenn man sich bei der 4,5 km langen Abfahrt ein bisschen Zeit nimmt und den Ausblick genießt, kann man schon 2 Stunden unterwegs sein. Sollte dann noch ein sehr leckeres, typisch österreichisches, Essen im Restaurant der Kopphütte mit eingeplant sein, sollte man mit zumindest einem halben Tag rechnen.

Pauss Bauer
Von der Ortsmitte geht man ca. 45 Minuten, je nach Kondition oder mit kleineren Kindern vielleicht auch eine Stunde. Der schöne Ausblick belohnt aber den Aufstieg. Auch hier kann man ein hervorragendes Essen und von der Terrasse aus einen herrlichen Blick auf das Dorf und den Hochkönig genießen. Wenn gegessen wird, kann es mit der Abfahrt auch ein Halbtagesausflug werden. Die 2,2 km lange Abfahrt selbst nimmt ca. 30-45 Minuten in Anspruch.

Charakteristik

Beide Strecken sind von Stille, schönen Ausblicken und rasanten Kurven geprägt. An manchen Stellen kann es etwas schneller werden, da ist dann in der Regel aber mit weichem Schnee, in dem man landen würde, vorgesorgt.

Adrenalin mit unglaublichem Ausblick

Das Ski Paradies Mühlbach liegt in einem Tal, direkt am Fuße des massiven Hochkönigs. Die beiden Hütten, von denen das Vergnügen losgeht, liegen auf jeweils gegenüberliegenden Hängen über dem Tal, was einen vielseitigen Ausblick auf das Dorf, die Skipisten und den Hochkönig verspricht, wenn man beide Strecken rodelt.

Rodeln an der Kopphütte, Bildrechte: (c) Kopphütte

Rodeln an der Kopphütte, Bildrechte: (c) Kopphütte

Nicht nur die Fahrt an sich ist ein Erlebnis, auch das Essen auf dem Berg, abseits von den lauten Skipisten, mit einem ebenso schönen Ausblick, ist ein Erlebnis. Beide Hütten haben eine große Terrasse auf der man hauseigene Speisen genießen kann.

Der Pauss Bauer ist in Mühlbach dafür bekannt, einen hervorragenden Ausblick auf den erleuchteten Ort und den majestätischen Hochkönig zu bieten.

Familien Freundlichkeit

Auch wenn die Anfahrt (wenn sie zu Fuß erfolgt) anstrengend sein kann, ist es trotzdem ein sehr familienfreundlicher Ausflug. Der Pauss Bauer hat viele selbst gebaute Rätsel Spielzeuge im Haus, mit denen man sich stundenlang beschäftigen kann und die Rodelstrecken sind auch für Kinder möglich. Bei kleinen Kindern oder Kindern ohne Rodel Erfahrung sollte man allerdings vorsichtig sein, wenn man vom Pauss Bauern runter rodelt, da die Bahn auf einer Straße entlang führt und Kontrolle über die Rodel definitiv da sein sollte, um anzuhalten, sollte ein Auto kommen.

Die Strecke von der Kopphütte ist komplett von der Straße abgetrennt und kann prima von Kindern alleine gerodelt werden, wenn diese gezielt ihre Rodel lenken können.

Gut zu Wissen

  • Bei der Kopphütte, wenn man kein Gast des Hauses ist, kostet die Fahrt 3 Euro pro Schlitten.
  • Es sollte warme, schneefeste Kleidung angezogen werden da man mindestens einmal im Schnee landen wird.
  • Es sollte sich vorher erkundigt werden, ob die Bahnen offen sind. Zu Beginn oder zum Ende der Saison liegt leider oft nicht mehr genug Schnee.

Ein Gastbeitrag von Bendix Holtgraefe