Ich habe die Neuauflage des Rother Wanderführers „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ von Christof Herrmann schon viel zu lange vor mir auf dem Schreibtisch liegen. Aber irgendwie habe ich es für den Herbst nicht mehr rechtzeitig geschafft und mir deshalb die Rezension für den Frühling vorgenommen. Gerade rechtzeitig für die neue Wandersaison.

Da ich aktuell selber gerade eine Weitwanderung von Salzburg  nach Innsbruck plane, hat mich dieses Buch nun noch sehr viel mehr interessiert.

Transparenz: Ich habe „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ als kostenloses Exemplar für eine Buchrezension erhalten.

Kontakt zum Autor

Das weltweite Web ist klein und so bin ich mehr oder weniger per Zufall auf Christof Herrmann, den Autor dieses Wanderführers gestoßen. Nämlich über seinen Blog Einfach bewusst – minimalistisch, nachhaltig und vegan leben. Ein Besuch seines Blogs ist auf jeden Fall ebenfalls sehr lohnenswert!

Christof’s Lebenswandel hat mich sehr fasziniert, insbesondere auch die Tatsache, dass er einen eigenen Weitwanderweg ins Leben gerufen und etabliert hat. Nämlich die Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest. Da ich selber Anwohner des Salzburger Landes bin, fand ich diese Geschichte ganz besonders interessant.

Und so sind wir dann ins Gespräch gekommen. Mit dem Resultat, dass ich nun den Wanderführer seiner Alpenüberquerung in den Händen halte.

Der Wanderführer

Vorwort – die Entstehungsgeschichte der Route

Im Vorwort erfährst du auch ein wenig zur Entstehung dieser Route, die dich von den Alpen bis ans Meer führt. Von schroffen Felsen und herrlichen Gebirgslandschaften des Salzburger und Berchtesgadener Landes über Weinbaugebiete bis an die Adria. Das nenne ich Abwechslung!

Christof ist die Tour selber drei Mal gegangen, um die 500 Kilometer lange Route immer weiter zu verbessern.  Um die Faszination, die ihn auf dem Weg über 28 Etappen mit über 25.000 Höhenmetern übermannt hat, auch der breiten Öffentlichkeit zu ermöglichen.

Und am Ende stand dann eben dieser Wanderführer und die offizielle Eröffnung des Wanderweges im Frühling 2016. Für die nunmehr vorliegende 2. Auflage hat Christof die gesamte Route ein viertes Mal erwandert, um weitere Detailverbesserungen in die Alpenüberquerung einzuarbeiten.

Allgemeine Infos

In einer über 30 Seiten langen Beschreibung zum Gebrauch des Wanderführers erfährst du alles Wissenswerte zur Tour. Einer Etappen-Übersicht folgen Infos zur An- und Abreise, zu Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung, zu erwartenden Kosten und vielem mehr. Eine Packliste samt Hinweisen zur Ausrüstung rundet die sehr gute Einleitung ab.

Untersberg vom Gaisberg aufgenommen

Untersberg vom Gaisberg aufgenommen

Die Etappen-Beschreibungen

Ich selbst bin die Tour noch nicht gegangen, aber als Anwohner des Salzburger Landes kenne ich die ersten beiden Etappen. So kann ich mir also nur anhand der Informationen zu diesen beiden Etappen auch wirklich über die Qualität mein eigenes Urteil bilden.

Das sind die Etappen Salzburg – Zeppezauerhaus sowie Zeppezauerhaus – Berchtesgaden.

Im Vorfeld habe ich mir dazu überlegt, was ich im Wanderführer gerne wiederfinden würde, um ihn ruhigen Gewissens schon anhand dieser beiden Etappen auf seine Praxis-Tauglichkeit beurteilen zu können.

Von der Beschreibung des Ausgangspunktes wurde ich gleich positiv überrascht. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sich Christof schon für den Startpunkt der Tour so sehr ins Zeug legt und mit sehr brauchbaren Infos startet. So könnte man den Start schon fast als kleinen Stadtrundgang bezeichnen. Das finde ich wirklich klasse! Der Autor „jagt“ den Wanderer nicht einfach auf den am wenigsten anstrengenden Weg durch die Stadt, sondern führt die Fernwanderer durch den Mirabellgarten und über den Mönchsberg – mit herrlichem Blick über Salzburg.

Mirabellgarten und die Festung Hohensalzburg

Mirabellgarten und die Festung Hohensalzburg

Einzig den Ausgangspunkt hätte ich persönlich nicht in den Kurgarten sondern in den Mirabellgarten verlegt.

In Bezug auf die 2. Etappe hatte ich an die Schellenberger Eishöhle gedacht. Selbst für so manche Einheimische gilt diese Eishöhle als eine Art Geheimtipp. Und um es vorwegzunehmen, Christof macht auch auf diese aufmerksam – als möglichen Abstecher beim Abstieg nach Berchtesgaden.

Und so bin ich von den Infos zu den ersten beiden Etappen wirklich beeindruckt! Sollten alle weiteren auch nur mit annähernd viel Liebe zum Detail beschrieben sein, dann kannst du wirklich blind zugreifen!

Das rote Band

Das rote Band ist ein Erkennungszeichen der Salzburg – Triest Alpenüberquerer. Solltest du also Lust haben, gezielt auf andere Wanderer zu treffen, die die gleiche Tour gehen, dann binde dir einfach so ein rotes Bändchen um.

Wenn du zwischen Mitte Juni und Anfang September um 10 Uhr im Kurgarten Salzburg startest, findest du so möglicherweise den ein oder anderen Mitstreiter gleich vom Start der Alpenüberquerung.

Und in einer eigenen Facebook Seite Alpenüberquerung Salzburg – Triest kannst du deine Erlebnisse und Fotos der Tour teilen bzw. dir im Vorfeld einen Vorgeschmack auf diese herrliche Tour holen.

Der Wanderführer Alpenüberquerung Salzburg – Triest Werbung ist bei Amazon erhältlich.