Zuletzt aktualisiert am 23. August 2019 um 11:33

Der nachfolgende Artikel ist ein Gastbeitrag von Katrin, Betreiberin des Fitness-und Ausflugsblogs GoWithTheFlo. In ihrem Blog, benannt nach ihrem kleinen Sohn, legt Katrin ganz besonderes Augenmerk auf Unternehmungen mit Kleinkind und checkt auch Lokale auf deren Kleinkind-Tauglichkeit. Wer also mit einem Kleinkind unterwegs ist, der sollte Katrins Blog unbedingt einen Besuch abstatten!

Unser Sohnemann Flo ist mittlerweile fast 1 1/2 Jahre alt und war mit uns schon auf so manchem Gipfel. Natürlich ist in dieser Zeit auch das eine oder andere schief gelaufen und mein Freund und ich haben ordentlich dazu gelernt, wenn es darum geht, mit einem Kleinkind in der Trage die Bergwelt zu erobern. Noch immer bleibt jede Wanderung spannend, denn wir wissen ja nicht, was auf uns zu kommt, aber gewisse Erfahrungen, müssen wir nicht noch einmal machen.

Ich habe für euch ein paar Tipps zusammengefasst, wenn es mit dem Zwerg auf den Berg geht:

  • Zeitplan: auch wenn wir dachten, wir hätten die Tour gut geplant und genügend extra Zeit berechnet, mit einem Kleinkind sollte man immer noch eine extra Stunde dazu rechnen. Es kann immer etwas unvorhergesehenes passieren und man benötigt eine weitere Pause. Gerade im Herbst, wenn es dann schon wieder früher finster wird, ist es doch eher ungünstig, wenn man sich noch mitten im Abstieg befindet und die Sicht immer weniger wird.
  • Wasser: Wenn man zu dritt einen ganzen Tag lang unterwegs ist, konnten wir gar nicht glauben, wieviel Trinkwasser wir benötigten. Gerade für Flo ist es besonders wichtig, dass bis zum Schluss genügend davon vorhanden ist. Mittlerweile haben wir auch immer eine kleine Flasche mit, die wir mit Quellwasser befallen um damit z.B Hände zu waschen oder uns abzukühlen. Hierfür ist Trinkwasser in den Bergen zu kostbar.
  • Wechselkleidung: Davon sollte man für alle genügend mit haben. Als wir Flo noch in der Babytrage hatten, wurde er durch unseren Schweiß auch immer ganz nass. Somit mussten wir ihn oben umziehen, aber auch nach dem Abstieg mussten wir noch einmal die Kleidung wechseln. Das bedeutet, dass man auf jeden Fall drei komplette Garnituren benötigt. Sicherheitshalber sind eine weitere Hose und ein Body sicherlich kein Fehler, denn es kann auch einmal etwas daneben gehen. Seitdem Flo in der Rückentrage sitzt, ist das viel einfacher geworden.
  • Rückentrage: Die sollte wirklich zu einem passen. Wir hatten eine Trage geschenkt bekommen und sind damit, um sie zu testen, auf den Schlenken gegangen. Schon nach einer viertel Stunde war klar, dass wir mit dieser Trage nicht glücklich werden, da sie uns beide gedrückt hat. Wir haben dann im Bekanntenkreis gefragt, durften uns eine ausborgen und sind nun mit diesem Modell sehr zufrieden. Wenn das Equipment nicht passt, dann macht die ganze Wanderung keinen Spaß und das ist ja wohl genau das Gegenteil von dem was wir wollen.
  • Spielzeug: Beim Wandern reichen oft Steine und Stöcke oder es gibt bei der Hütte einen Spielplatz. Just in case, haben wir immer einen kleinen Ball oder 2-3 Luftballons mit. Die brauchen wenig Platz im Rucksack und bringen falls notwendig Abwechslung.

Im letzten Wanderherbst als unser Sohn ca. ein halbes Jahr alt war, konnten wir viele Wanderungen relativ einfach durchführen, da Flo ohnehin viel schlief oder einfach gemütlich heraus schaute. Die Rückentrage macht ihm nun auch sehr viel Spaß, da er wesentlich mehr sieht, allerdings muss man bedenken, dass er nicht ewig getragen werden möchte. Für ihn sind zwei Stunden am Stück das Maximum, dann braucht er Abwechslung. Wenn wir dann auf einer Hütte eine Pause einlegen und danach weiter wandern, geht es für weitere zwei Stunden. Aber in Wirklichkeit kann das beim nächsten mal schon wieder ganz anders aussehen. Da wir es mit ihm von Anfang an gemacht haben, ist er es gewöhnt und darum sitzt er ganz gerne in der Trage. Aber es muss jeder selber ausprobieren und ich würde vorschlagen mit einer kurzen Tour zu beginnen um alles einmal zu testen.

Ich wünsche euch einen schönen Wanderherbst und viel Spaß mit dem Nachwuchs in den Bergen. Falls ihr noch einen guten Tipp, sei es eine besonders kinderfreundliche Wanderroute oder die beste Kinderjausendose ever, für mich habt, dann hinterlasst ihn mir doch auf meiner Facebookseite

Alle unsere Abenteuer und Wanderungen, die wir bisher gemacht haben findet ihr auf unserer Karte.