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Die Silvesterwanderung ist eine schöne Tradition in unserer Umgebung. Am letzten Tag des Jahres noch einmal bewegen und die Wanderschuhe auspacken. So sind die Berge der Umgebung zu Silvester ein begehrtes Ziel. Sei es der Schlenken, der Schober, der Nockstein und viele andere mehr.

In meinem Fall ist auch dieses Jahr das Ziel der Wahl wieder der Nockstein. Er liegt nahezu vor meiner Haustür. Und ich treffe dort jedes Jahr viele Freunde.

Schlechtes Wetter ist keine Ausrede

Völlig egal, ob das Wetter mitspielt oder nicht – der harte Kern ist immer dabei, wenn es darum geht, am Ende des Jahres den „Hausberg“ noch ein letztes Mal aufzusuchen. Die Winter der letzten Jahre sind in unseren Breitengraden eher als gemäßigt zu bezeichnen, wodurch der Schnee auf dem Weg zum 1043m hohen Nockstein nur selten ein großes Problem darstellt.

Etwas anders war das zu Silvester 2014. Da haben wir (meine Frau und ich) für den Weg, für den man sonst ca. 20-25 Minuten braucht, satte 1 1/2 Stunden benötigt. Es gab an dem Tag so viel Neuschnee, dass wir samt Schneeschuhen teilweise fast bis zu den Knien eingesunken sind. Es war ein echter Kampf gegen die Elemente!

Viel Neuschnee gab es Silvester 2013

Viel Neuschnee gab es Silvester 2014

Ich weiß noch gut, dass ich oben am Gipfel dem Feuer so nahe als möglich kommen wollte. Meine Fleecejacke war aufgrund des anhaltenden Schneefalles total durchnässt. Trotz des nicht wirklich einladenden Wetters waren die üblichen Verdächtigen aber allesamt verlässlich und wie gewohnt versammelt.

Silvester 2014 am Nockstein

Silvester 2014 am Gipfel

Leute, die hier Holz hochtragen, heiße Würstel, eine Gulaschsuppe oder wie heuer Kasnockn in einer großen Pfanne zubereiten.

Silvester 2015 und auch 2016 war das Wetter wieder sehr schön – gar kein Vergleich zu 2014. 2015 war es sogar so warm und trocken, dass auf das Feuer verzichtet wurde und sich stattdessen ein etwas zu kleiner Gasbrenner mit dem Erhitzen des Wassers im für ihn fast zu großen Topfes mit Würstel abkämpfen musste.

Silvester 2016

Silvester 2016

Freunde treffen

Freunde treffen, die man während des Jahres viel zu selten trifft. Wenigstens einmal im Jahr mit ihnen zwanglos und in lockerer Stimmung plaudern. Das ist der innere Antrieb, diese Wanderung zu unternehmen. Viel zu hektisch ist unsere Welt leider geworden. Und ja, wir sind nicht nur Opfer sondern auch Täter, denn jeder selbst trägst das Seine dazu bei, dass man sich viel zu wenig Zeit für seine Freunde nimmt.

Vielleicht ist uns gerade deshalb die Aufrechterhaltung dieser Tradition so wichtig. Unser soziales Gewissen zu beruhigen und sich wenigstens am Jahresende noch einmal Zeit für seine Freunde und sich selbst zu nehmen? Wie auch immer. Es macht Laune und so wird es auch Ende 2017 wieder heißen: zu Silvester gegen wir wieder auf den Nockstein.