Zuletzt aktualisiert am 6. September 2019 um 16:52

Das Wetter spielt nicht immer mit, wenn man eine Tour geplant hat, und so stellt sich der Wanderer oft die Frage: was tun bei Schlechtwetter? Dieser Artikel ist kein allgemeiner Ratgeber für Aktivitäten bei Regen! Im Mittelpunkt stehen die möglichen Aktivitäten in Bezug auf die in diesem Blog beschriebenen Wanderungen und nicht auf Ausflüge und Indoor Aktivitäten.

Ich beleuchte also für dich, welche Touren auch bei Regen oder sehr schlechter Witterung machbar sind, ohne sich in unnütze Gefahr zu begeben. Draußen sein, heißt die Devise.

Wandern bei Schlechtwetter – Sicherheitshinweis

Nicht alle Touren sind bei Schlechtwetter möglich! Das sollte zwar jeder wissen, aber wenn man die Unfallmeldungen liest, bin ich mir da oft nicht so ganz sicher.

Deshalb an dieser Stelle mein ausdrücklicher Hinweis: bei Regen verändern sich selbst die einfachsten Wege in Wege, die eine sehr hohe Unfallgefahr in sich bergen. Einerseits durch die erhöhte Rutschgefahr des nassen Weges, andererseits aber auch durch Steinschlag, denn insbesondere bei Regen lösen sich vermehrt Steine aus dem Fels.

Grundsätzlich eignen sich Wege für eine Tour bei Schlechtwetter also dann, wenn diese eher flach sind und wenn in dieser Gegend nicht mit Steinschlag zu rechnen ist.

Selbstredend: bei Gewitter oder Sturm hat der Wanderer in der Natur nichts verloren!

Die Vorschläge

1. Eibensee

Ein Klassiker für Familienausflüge und an Sonntagen bei schönem Wetter deshalb oft auch dementsprechend bevölkert. Wenn du die Stille dieses kleinen, aber feinen Bergsees genießen willst, dann musst du in der Hochsaison entweder sehr früh aufstehen oder aber gehen, wenn sonst keiner kaum einer geht – bei Regen oder Schneefall.

Du wirst den See dann vermutlich auch ganz anders wahrnehmen. Diese Stille. Nur das tröpfeln des Regens ist zu hören – oder das rieseln des Schnees, der sich immer wieder von den Ästen löst.

Eibensee bei Schlechtwetter

In der Stille des Waldes

Am Eibensee bei Schlechtwetter

Am Eibensee bei Schlechtwetter

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2. Fuschlsee Seeweg

Eine Seeumrundung ist bei Schlechtwetter zumeist eher machbar, also einen Gipfel zu erklimmen. Je nach Kondition, empfehle ich im Salzburger Land entweder eine Umrundung des Fuschlsees oder des Hintersees (nächster Tipp).

Wenn du den Fuschlsee umrundest, solltest du dir zumindest 2 ½ Stunden Zeit nehmen, wenn du den ca. 12 Kilometer langen Rundweg gemütlich angehen willst. Evtl. solltest du auch eine Rast in Fuschl einplanen. Nicht, um gemütlich im Gastgarten zu sitzen (du erinnerst dich – es regnet oder schneit), sondern es sich in einem der Lokale gemütlich zu machen und einen heißen Tee oder Kaffee zu trinken.

Am Fuschlsee bei Schneefall

Am Fuschlsee bei Schneefall

Am Strandbad Wesenauer

Am Strandbad Wesenauer

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3. Hintersee Rundwanderweg

Wenn du bei Schlechtwetter eher eine kurze Tour bevorzugst, dann könnte der Hintersee genau das Richtige für dich sein. Diesen kleinen See zwischen dem Ort Faistenau und Hintersee schaffst du locker in einer Stunde. Im Gegensatz zum Fuschlsee-Rundweg, wo es hin und wieder auch etwas bergauf und bergab geht, ist der Weg um den Hintersee eine wahre Autobahn. Immer flach und ein breiter Weg, der problemlos auch mit einem Kinderwagen bewältigt werden kann.

Hintersee Rundwanderweg

Hintersee Rundwanderweg

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4. Gaisberg Rundwanderweg

Die Umrundung eines der Salzburger Hausberge, dem Gaisberg, steht auch bei Schlechtwetter nichts im Wege. Die schöne Aussicht nach Salzburg ist natürlich speziell bei Schlechtwetter nicht unbedingt das, was dich antreiben wird. Denn im schlimmsten Fall siehst du ja gar nicht erst so weit.

Trotzdem ist der Rundwanderweg um den Berg mit dem weit sichtbaren, rot-weißen Sendemast eine angenehme und gemütliche Tour, die durch den breiten Schotterweg auch bei Schlechtwetter sehr gut zu gehen ist. Und wer weiß – vielleicht reißt es ja auch kurz auf und du wirst mit einem kurzen Blick auf Salzburg oder die Berge belohnt! Ca. 1 ½ Stunden solltest du für die Tour mit dem Startpunkt ab Zistelalm einplanen.

Etikettenschwindel - das Bild stammt vom Gipfel des Gaisberges

Etikettenschwindel – das Bild stammt vom Gipfel des Gaisberges

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5. Kapuzinerberg

Die nächste Tour führt uns in die Stadt Salzburg, nämlich auf einen der Stadtberge.

Der Weg startet in der Linzergasse und führt uns über eine zu Beginn recht steile, asphaltierte Straße – den Stefan-Zweig Weg – nach oben. Der Berg trägt seinen Namen nicht umsonst, insgesamt 13 Kapellen begleiten dich bis zum Kapuzinerkloster, von wo aus du einen herrlichen Blick über Salzburg genießen kannst.

Blick über Salzburg beim Aussichtspunkt am Kloster

Auf dem Kapuzinerberg – Blick über Salzburg beim Aussichtspunkt am Kloster

Der Rundweg führt dann weiter zum Franziskischlössl, hinab über die Imbergstiege, dann entlang der Salzach und über die Linzergasse wieder zurück.

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6. Stadtrundgang durch Salzburg

Einen Stadtrundgang kannst du bei nahezu jedem Wetter machen. Vorausgesetzt, du bist kein Weichei.

Der in meinem Blog vorgestellte Stadtrundgang führt dich über den Mönchsberg an vielen „Musst-du-gesehen-haben“ Punkten vorbei, wie Mozarts Geburtshaus, dem Mozartplatz mit dem Kaffee Glockenspiel, dem Residenzplatz samt Brunnen, einen Abstecher auf die Festung Hohensalzburg über den Mönchsberg weiter zum Augustinerbräu (Bier trinken im Gastgarten nicht vergessen!) und entlang der Salzach durch den weltberühmten Mirabellgarten wieder zurück zum Ausgangspunkt, der Linzergasse.

Der Mirabellgarten

Der Mirabellgarten

Salzburg meine Heimatstadt

Salzburg meine Heimatstadt bei nahendem Regen

Je nach eingeschobenen Abstechern und Aufenthalten in Kaffees solltest du für diese Tour zumindest einen halben Tag, besser einen ganzen Tag, einplanen!

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Auf den offiziellen Seiten des Salzburger Land Tourismus findest du weitere Tipps: Schlechtwetterprogramm im Salzburger Land.

Und jetzt sagt noch eine(r), man könnte bei Regen ja gar nichts anderes tun, als auf der Couch zu lümmeln und Chips zu essen.

Das Wetter spielt nicht immer mit, wenn man eine Tour geplant hat, und so stellt sich der bewegungsfreudige Wanderer oft die Frage: was tun bei Schlechtwetter in Salzburg?