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Mittlerweile liegt die ABCstar, die österreichische Blogger-Konferenz, 4 Monate zurück. Die Tage danach war ich „Total geflashed von der ABCstar„. Was ist von dieser Begeisterung geblieben? Ernüchterung oder doch der ein oder andere Funke, der noch immer in mir glüht?

Der Rückblick vom Rückblick – 4 Monate später

Nicht selten ist der Fall, dass kurz nach einem Ereignis die Emotionen eine sehr große Rolle spielen und man ganz euphorisch darüber berichtet. Nun ist die Euphorie ist weg und die Gedanken konnten sortiert werden.

Was ist übrig geblieben von dieser anfänglichen Begeisterung? Kurz zusammengefasst kann ich sagen: für mich ungemein viel! Die Konferenz war jeden Cent wert (für Frühbücher hat die 2-tägige Konferenz 187€ gekostet) – auch jetzt im Nachhinein und nüchtern betrachtet!

Solltest du an der Entstehung dieser einzigartigen Konferenz interessiert sein, so kannst du das unter ABCstar – Blogger vernetze dich nachlesen.

Workshops und Vorträge

Auch im Nachhinein gibt es daran nichts zu bemängeln.

"Wo woar mei Leistung?". Sehr guter Workshop mit Günter Exel

„Wo woar mei Leistung?“. Sehr guter Workshop mit Günter Exel.

Neben den Vorträgen waren die Workshops, in denen sich alle Teilnehmer einbringen konnten, eine sehr gute Möglichkeit, neben dem Aneignen von Wissen auch wieder neue Leute kennenzulernen. Günter Exels Workshop (Mr. Twitter) „Wo woar mei Leistung?“ war sehr gut!

Ü50 – zu alt für soziale Medien!

Okay, bei den Vorträgen gibt es eine Ausnahme. Dabei hat eine Agentur mehr oder weniger für sich selbst geworben.

Wobei: auch diese „Ausnahme“ hat etwas in mir ausgelöst. Zum einen die wiederholte Bestätigung für mich selbst, dass ich mit „Marktschreiern und Selbstdarstellern“ wenig anfangen kann, zum anderen, dass ich mir deshalb einen Instagram Account zugelegt habe. Denn das wäre ein absolutes Muss und wer das nicht erkennen würde, hätte seine Zeit einfach verschlafen. So der Marktschreier und Ü50-Menschen als „zu alt für soziale Medien“ Bezeichner.

Mein Resüme nach 3 Monaten in denen ich mich intensiv mit Instagram auseinandergesetzt habe: für mich nicht viel mehr als ein großer Hype! Eine große Blase, die für so manche Influencer (ich erspare dir an dieser Stelle den Scherz mit der Grippe 😉 ) wohl bald wieder platzen wird. Mit den gleichen Problemen, mit denen viele soziale Medien zu kämpfen haben – gekaufte Follower, Likes sowie Kommentare von Bots.

Nicht falsch verstehen – auch Instagram ist für viele eine Bereicherung und hat selbstredend auch seine Berechtigung im social Media Dschungel. Aber so mancher Werbetreibende wird das ein oder andere Mal erkennen müssen, dass die Investition in das 200k-Follower schwere Instagram Sternchen nicht den erwarteten Erfolg bringt. Follower sind eben nicht alles und die Spreu vom Weizen zu trennen, ist nicht einfach.

Ich persönlich werde Instagram vorerst nur noch hobbymäßig laufen lassen und hin- und wieder das ein oder andere Bild hochladen. Aber Instagram wird keine Rolle spielen, wenn es um Werbung für mein Blog geht. Hier sind Facebook und Pinterest klar die besseren „Traffic-Bringer“. Irgendwann wird alles zu viel (siehe Social Media Overkill – leidvolle Erfahrungen) und man muss für sich entscheiden, in welche sozialen Kanäle man seine eingeschränkte Zeit stecken will. Instagram wird es bei mir nicht sein.

„Wir leben in einem verdammten Paradies“

Wenn ein Vortrag und eine Person einen nachhaltig bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat, dann ist das Ali Mahlodji.

Ali Mahlodji - Und was machst du so?

Ali Mahlodji – Und was machst du so?

An Ali denke ich seit der ABCstar sehr oft. Gerade seine Aussage „wie leben in einem verdammten Paradies“ rufe ich mir immer wieder in Erinnerung. Immer dann, wenn ich auf einem Berggipfel stehe und in unsere herrliche Landschaft blicke.

Wir sollten wirklich viel öfter dankbar sein für das, was wir haben! Und nicht über arme Menschen urteilen, deren Schicksal wir wohl nicht einmal im Entferntesten nachfühlen können. Ja – auch solche Gedanken kann eine Blogger-Konferenz auslösen!

Vor allem Alis Geschichte ist es auch, die mich unglaublich in den Bann gezogen hat. Alis Geschichte ist es wirklich wert, gelesen zu werden. Ja – gelesen! Denn Ali hat ein Buch über seine Lebensgeschichte herausgebracht. Es nennt sich „Und was machst du so?“ und beschreibt sein Leben und den Weg zu seinem mittlerweile sehr erfolgreichen Unternehmen whatchado.

Wie schon in seinem Vortrag weiß Ali auch in seinem Buch zu fesseln. Mich fasziniert Ali einfach! Mit zwei Jahren als Flüchtling sein Heimatland verlassen und über alle möglichen Höhen und Tiefen zum erfolgreichen Unternehmer. Fast schon kitschig, wie sein Leben verlaufen ist. Würde man Ali’s Leben verfilmen, so würde man den Film wohl als typisch amerikanisches Tellerwäscher-Märchen abtun. Ist es aber in dem Fall nicht.

Ali’s Buch ist im Ullstein-Verlag erschienen und ist auch bei Amazon erhältlich.

Und was machst du so? Vom Flüchtling und Schulabbrecher zum internationalen Unternehmer Werbung

 

Blogger-Kollegen

Auf so einer Konferenz trifft man selbstverständlich auch viele Blogger-Kollegen. Zu viele, um jeden und jede näher kennenzulernen. Einige davon verliert man dann auch wieder aus den Augen, auch wenn es dank sozialer Medien relativ einfach ist, zumindest einen gewissen virtuellen Kontakt aufrecht zu erhalten.

Manche davon sind in meinem Kopf hängen geblieben, wie z.B. Claudia Braunstein oder Gerhard Liebenberger. Und noch sehr viele andere. Sie nun alle hier aufzuzählen würde wohl den Rahmen sprengen und ich würde auch bestimmt jemand vergessen.

Am besten klappt das mit dem Aufrechterhalten des Kontaktes natürlich mit jenen Blogger-Kollegen, die in meiner näheren Umgebung leben.

Kooperationen

Mein Blog ist erst dabei, so richtig durchzustarten, weshalb ich für manche Unternehmen noch nicht interessant genug bin (was sich dank stark steigender Zugriffszahlen hoffentlich schnell ändern wird). Trotzdem konnte ich mit der AREA 47 im Tiroler Ötztal meine erste Kooperation eingehen und es war wirklich spitze!

Hier wurde ich samt meiner Familie für einen Tag eingeladen. Die Zusammenarbeit war wirklich sehr gut und man hat sich auch vor Ort (danke, Susi!) viel Zeit für uns genommen. Einen ausführlichen Bericht zu diesem Tag in der AREA 47 findest du hier: AREA 47 – Ein äußerst erlebnisreicher Tag.

Auslöser der Kooperation mit der AREA47 war das Pitching am 2. Tag der ABCstar.

Feuer gefangen

Ich habe auf jeden Fall Feuer gefangen, was den Besuch von Konferenzen angeht! So werde ich noch dieses Jahr zwei weitere Blogger-Events besuchen, nämlich das Salt & The City in Salzburg sowie das Castle Camp in Kaprun. Auf beide freue ich mich schon sehr!

Auch der Salzburger Blogger Stammtisch ist für mich zu einem neuen Fixpunkt geworden. Es ist einfach super, die „echten Menschen“ hinter den Blogs kennenzulernen und sich gleichzeitig über Themen zu unterhalten und auszutauschen, die einen Blogger so bewegen.

Das Fazit

Auch mit einigem Abstand betrachtet war die ABCstar 2017 einfach genial!

Ich habe dadurch viele nette Leute kennengelernt, zu denen ich nach wie vor Kontakt habe – virtuell aber auch im rL (real Life) im Rahmen des Salzburger Blogger Stammtisches. Hier hilft eine Konferenz ungemein. Wo sonst könnte man in so kurzer Zeit so viele Blogger-Kollegen kennenlernen? Die Vorträge und Workshops waren sehr gut und neben „Blogger-Wissen“ kann man evtl. ja auch etwas fürs Leben lernen (Danke, Ali!). Und ja, ich bin dadurch auch zu einer ersten Kooperation gekommen, die es sonst so nicht gegeben hätte.