Wenn meinen Jahresrückblick 2018 so viele lesen sollten, wie meinen erfolgreichsten Artikel in diesem Jahr (Tour auf den Schafberg mit über 26.000 Views), dann müsste ich wohl eher ein Insta-Sternchen sein und kein „Schreiberling“. Hier war und bin ich aber selbstkritisch genug: für ein Insta-Sternchen bin ich zu alt und nicht schön genug 😛 .

Meine Person wird es auch in Zukunft nicht sein, die Zuschauermassen anlockt und die Austria Insiderinfo erfolgreich macht. Aber meiner Arbeit am Blog und den Artikeln kann ich mein Vertrauen schenken, wie es aussieht. Zumindest ging es im Jahr 2018 doch recht steil bergauf, was die Zugriffszahlen anbelangt. Dazu gleich weiter unten etwas mehr.

Was in diesem Jahr rundum das Blog (ja, es heißt das Blog) so alles passiert ist? Dazu beantworte ich einfach ein paar Fragen, die mir so nie jemand gestellt hat! Das soll dir dabei helfen, einfach Teile des Artikels zu überspringen, die dich weniger oder gar nicht interessieren.

Du wirst am Ende einen tiefen Blick hinter die Kulissen meines Blogger-Daseins erhalten.

Wie viel Zeit investierst du in dein Blog?

Das lässt sich sehr einfach beantworten, weil ich jede Stunde, die ich ins Blog investiere, in einer (Web basierten) Stundenschreibung festhalte. Sogar aufgeschlüsselt nach Tätigkeit, weil mich irgendwann genauer interessiert hat, wofür eigentlich die ganze Zeit so draufgeht.

Und da ich dieses Jahr dank eines kleinen Nebenprojektes das Google Data Studio näher kennengelernt habe, kann ich diese Zahlen nun auch in übersichtlicher Art und Weise darstellen.

Stundenschreibung 2018

Stundenschreibung 2018, Stand 8. Dezember 2018

Bis zum Jahresende werden noch die ein oder andere Stunde hinzukommen und so werden es am Ende um die 650 Stunden an Freizeit werden, die ich im Jahr 2018 in das Blog gesteckt habe. Das sind über 50 Stunden im Monat.

In etwa die Hälfte der Zeit ist 2018 in das erstellen von Artikeln geflossen, wobei 40% auf das reine Schreiben und 10% für die Fotos anfallen.

Networking ist 2018 mit über 17% auch ganz weit vorne zu finden. Zu Networking zähle ich Blogger-Events (dazu gleich mehr, ich weiß ja, dass du  mir diese Frage noch stellen wirst 😛 ) und  das Kommentieren bei anderen Blogs.

Für Video habe ich mir viel weniger Zeit genommen, als ich wollte. Daraus resultiert auch mein mehr als mageres Ergebnis meines YouTube Kanals. Mit gerade einmal 26 Followern sollte ich mich wohl ins nächste Erdloch verkriechen! So übel ist der Kanal ja nicht, wie ich finde. Mein Drachenwand-Video hat immerhin 1275 Views.

Was du in der Zeitaufzeichnung (natürlich) nicht findest, sind die Wanderungen inklusive der Foto- und Videoaufnahmen. Für Foto und Video zeichne ich nur die Zeiten zur Bearbeitung auf.

Hui, über 600 Stunden ist viel! Wie viele Artikel hast du geschrieben?

Hehe, auf diese Frage habe ich gewartet und natürlich bin ich auch darauf bestens vorbereitet. Google Data Studio lässt grüßen und so habe ich mir auch hierfür ein eigenes Dashboard gebastelt, welches meine WordPress Datenbank anzapft und mir so automatisiert auch detailliertere Auswertungen zu den Artikeln erlaubt.

Artikel Statistik

Artikel Statistik

Die Grafik ist etwas überladen, aber wie du auf den ersten Blick erkennen kannst, habe ich insgesamt 70 Artikel veröffentlicht. Darunter befindet sich ein Artikel, den das Glücksmädl für mich geschrieben hat (Winterspaziergänge in Salzburg, die glücklich machen).

Für einen Artikel benötige ich inklusive Ausarbeitung der Fotos durchschnittlich etwas mehr als 4 Stunden (69 Artikel, ca. 320 Stunden).

Wanderungen

Unter den 15 Wander-Artikeln befinden sich einige, die ich stark überarbeitet habe (und deshalb auch das Veröffentlichungsdatum aktualisiert habe). Aber auch einige ganz neue Touren sind hinzugekommen, wie zum Beispiel der Breitenberg, der Vormauerstein oder das Wasserwunder Tiefenbach in Hintersee – um nur einige davon zu nennen.

Und zu allen Touren findest du jetzt auch eine Karte von OpenStreetMap, diese habe ich bei allen Tourbeschreibungen nachgezogen.

Nachhaltigkeit

Dass mir das Thema Nachhaltigkeit in diesem Jahr sehr wichtig geworden ist (wer will schon in einer versauten Umwelt wandern?), beweisen die insgesamt 10 Artikel in dieser Kategorie.

Die Kategorie Nachhaltigkeit ist deshalb auch neu als Themen-Schwerpunkt hinzugekommen und ich werde mich auch weiterhin aktiv diesem Thema widmen.

Dich nervt der Begriff Nachhaltigkeit wie Sau? Verständlich, denn er wird teilweise zu inflationär und auch oft mit erhobenem Zeigefinger verwendet. Vielleicht hilft dir ja der Artikel Die Welt sollen andere retten, um wieder mit frischem Elan und Gelassenheit an das Thema heranzugehen?

Denn glaube mir, Nachhaltigkeit ist ungemein wichtig für uns alle, aber vor allem auch für zukünftige Generationen! Stichwort: Enkelgerecht leben.

Treibgut

Ich gebe es zu, dieses Treibgut sieht so aus, wie eine Art Sammelbecken für bunt Gemischtes, was sonst nirgends Platz findet. Damit bin ich auch nicht wirklich glücklich, weiß aber bisher keine bessere Lösung. Immerhin 28 Artikel haben in diese Kategorie gefunden.

Dieser Bereich teilt sich dabei auch noch in Ausflüge, Blog, Buchrezensionen, Leben, Wandern und Zitate auf.

Unter Blog findest du zum Beispiel auch diesen Artikel oder ausführliche Rückblicke zu Blogger-Events.

Unter Treibgut-Wandern findest du Artikel zum Bereich Wandern, die keine Tourbeschreibung darstellen, aber irgendwie zum Wandern dazugehören, wie zum Beispiel 10 Bäume die du kennen solltest inkl. Cheat Sheet.

Warum gibst du denn bei den Videos nicht mehr Gas?

Das ist sehr einfach erklärt: weil das Erstellen von Videos einfach sehr viel Arbeit bedeutet!

Ja, es stimmt, ich habe mir vorgenommen, jede Woche ein neues Video zu veröffentlichen, aber das war im Nachhinein betrachtet mehr als blauäugig. Den Aufwand habe ich da einfach stark unterschätzt.

Das beginnt schon mit der Aufnahme des Videos. Ich muss / darf dazu ja eine Wanderung unternehmen, was natürlich ebenfalls Zeit kostet. Dann sichten des Materials, schneiden und passende Musik finden. 5 bis 10 Stunden pro Video sind da quasi nichts.

Das nachfolgende Video war vergleichsweise wenig Aufwand (ca. 1 ½ Stunden), weil es lediglich aus einem einzigen Zeitraffer und Einzelbildern besteht.

Um dir etwas mehr Einblick in das Erstellen eines Videos zu geben, habe ich das ein oder andere Making-Of erstellt:

Hat dich die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) auch beschäftigt?

Das interessiert dich ernsthaft?

Du wolltest es nicht anders – das wird jetzt etwas technisch. Also einfach überspringen, falls du nun doch keinen Bock mehr auf eine Antwort haben solltest.

Also klar – sie hat mich beschäftigt! Musste sie mich auch, um in Bezug auf Datenschutz möglichst alles richtig zu machen. Zwar musste man sich auch schon vor der DSGVO um Datenschutz kümmern, aber sie war eben der Anlass, sich alles noch einmal sehr viel genauer anzusehen.

Am Ende waren es dann um die 50 Stunden, um mich in das Thema einzulesen, mich mit Kollegen auszutauschen, die Seite zum Datenschutz anzupassen und mich von so manchen WordPress PlugIns zu trennen, die gefühlt zu wenig für den Schutz der Daten unternommen haben.

Was ich alles im Rahmen der DSGVO unternommen habe (der technische Teil):

  • Newsletter eingestellt
    Dieser wurde gerade einmal von 42 Besuchern abonniert. Zwar hätte ich das sogenannte Data Processing Agreement mit MailChimp noch unterschrieben, aber ich fand es einfach zu blöd, den potentiellen Abonnenten via Checkbox auch noch darauf hinweisen zu müssen, dass ich seine Mailadresse für den Newsletter verspeichere. Und jedes PlugIn in WordPress weniger ist auch ein Problem weniger.
  • JetPack entfernt
    JetPack ist ein an sich sehr praktisches WordPress PlugIn, welches sehr viele Funktionen für ein Blog anbietet. So eine Art Schweizer Taschenmesser. Gerade das ist aber auch ein Problem, weil einige der Funktionen im Hintergrund Daten aufzeichnen. Website Statistiken, Kommentarfunktion etc.. Da es auch keinen Auftragsdaten-Vertrag anbietet, ist es nicht DSGVO konform und so habe ich es entfernt.
  • Kommentarfunktion umgestellt
    Ich hatte wie wohl die meisten WordPress Blogs die Kommentarfunktion von JetPack verwendet und mit dem Entfernen desselben musste ich einen Ersatz finden. Die jetzt verwendete Kommentarfunktion speichert die Daten direkt in meiner WordPress Datenbank.
  • Auftragsdaten-Vertrag beim Provider unterschrieben
  • Einbindung aller YouTube Videos über den erweiterten Datenschutzmodus
  • Google AdSense – nicht personalisierte Werbung ausgewählt
  • DSGVO Verarbeitungsverzeichnis erstellt
    Die DSGVO schreibt zwingend vor, dass man ein Verzeichnis führt, welches grob gesagt beinhaltet, welche Daten man wie lange und wozu speichert.
  • Datenschutz-Seite überarbeitet

Du hast weiter oben Blogger-Events genannt? Bringt das was?

Hier habe ich in diesem Jahr so richtig Feuer gefangen! Begonnen hat alles mit dem Almcamp, dann ging es zum Castlecamp und zum Fotocamp, um das Jahr mit dem Mediencamp abzuschließen.

Die Frage „bringt das was?“ kann man natürlich vielfältig auffassen. Grundsätzlich bringt das einmal zusätzliche Kosten für Anreise und Übernachtung, die Barcamps an sich sind aber zumeist kostenlos (sie finanzieren sich über Sponsoren).

Was mich an Barcamps so fasziniert, ist der Umgang der Teilnehmer untereinander. Jeder ist an einem intensiven Austausch interessiert. Selbstdarsteller sind auf solchen Events verpönt und deshalb kaum anzutreffen. So habe ich noch bei jedem Barcamp sehr interessante, neue Menschen kennengelernt und ich freue mich auch immer sehr, wenn ich mittlerweile immer öfter auf Bekannte treffe.

Neben dem Networking kann man bei solchen Barcamps natürlich auch immer sehr viel lernen und so bin ich von jedem Barcamp auch mit neuem Wissen nach Hause gekommen. Und einer Liste an Dingen, mit denen ich mich näher beschäftigen und für mein Blog umsetzen will. Also eigentlich mit neuer Arbeit 🙂 .

Sehr einschneidend dieses Jahr war für mich das Fotocamp. Zu lange habe ich den Schritt hinausgezögert, meine Fotos aus dem RAW-Format zu entwickeln. Das von der Kamera gelieferte JPG hat mir gereicht, um es nach einer gewissen Nachbearbeitung für gut zu befinden. Mit dem Fotocamp hat sich das nun aber geändert und ich bin ungemein froh darüber. Zwar dauert die Bearbeitung eines jeden Bildes nun etwas länger, aber das Ergebnis ist auch deutlich besser.

Also ja – jeder einzelne Blogger-Event bringt etwas! Networking mit vielen coolen und netten Leuten und auch Wissen! So werde ich auch im Jahr 2019 wieder einige dieser Barcamps besuchen und auch die ABCstar in Zwentendorf steht zusätzlich als Konferenz auf dem Programm.

Seit Anfang Jänner bin ich auch Organisator des Salzburger Blogger Stammtisches. Hier trifft sich eine kleine aber feine Runde von Bloggern aus den verschiedensten Bereichen. Schade finde ich, dass sich von den professionellen Bloggern des Salzburger Landes kaum jemand blicken lässt.

Was heißt für dich steil bergauf?

Im Rahmen der Wandertouren heißt das, dass du einiges an Kondition mitbringen solltest 😉 .

In Bezug auf mein Blog, dass die Zugriffszahlen im Jahr 2018 sehr stark gestiegen sind.

Austria Insiderinfo - Blog Statistiken 2018-11

Austria Insiderinfo – Blog Statistiken 2018-11

Im Vergleichszeitraum 2017 zu 2018 haben sich die Seitenbesuche in etwa verdoppelt, im August habe ich erstmals die Hürde der durchschnittlich 1.000 Aufrufe pro Tag überschritten.

Am Ende werden es 2018 über 200.000 Seitenaufrufe sein. So kann es weitergehen!

Und was ist mit den sozialen Medien? Kaufst du Follower?

Ich gebe es zu, ich habe eine gewisse Hassliebe zu den meisten der sozialen Medien entwickelt, wobei bei manchen das eine und bei manchen das andere überwiegt.

Aus diesem Grund gibt es immer wieder einmal Zeiten, in denen ich die sozialen Medien stark vernachlässige oder mir überlege, mich von so manchem Dienst komplett zu verabschieden. Instagram steht da ganz oben auf der Liste, weil sich dort viel zu viele herumtreiben, die Follower, Likes und/oder Kommentare ankaufen. Ich mag so etwas nicht! Das beantwortet hoffentlich auch deine Frage, ob ich Follower kaufe.

Und so dümpeln meine Follower-Zahlen auch mehr oder weniger vor sich hin. Dabei spült so mancher soziale Kanal einige Besucher auf meine Seite und ich lasse da wohl sehr viel Potential liegen. Vielleicht etwas, mit dem ich mich 2019 wieder mehr beschäftigen sollte?

Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke

Die Sprünge bei Facebook sind kein Hinweis auf gekaufte Follower, hier habe ich bei FB Werbung (für jeweils 3€ pro Tag verteilt auf 2 Wochen) geschalten. Das werde ich in Zukunft aber nicht mehr tun, weil ich nicht einsehe, dass ich regelmäßig dafür Geld in die Hand nehmen sollte, um meine Follower auch zu erreichen. Facebook senkt nämlich regelmäßig die natürliche Reichweite, um bezahlte Reichweite interessanter zu machen.

Für mein Blog ist vor allem interessant, über welchen sozialen Kanal ich die meisten Leute auf mich aufmerksam machen kann. Die reinen Follower Zahlen helfen da nämlich nicht weiter. In Bezug auf die Zugriffe schneiden insbesondere Flipboard (57%) und Pinterest (26%) besonders gut ab, Instagram ist da nahezu eine Nullnummer (wobei ich keine Stories einsetze, die in dem Bezug einiges bringen sollten).

Twitter (3%) und nach wie vor Facebook (12%) mag ich am liebsten, wenn es um die Kommunikation und den Austausch mit meinen Followern geht.

Die angegebenen %-Zahlen sind bezogen auf 100% der Zugriffe über soziale Medien. Die sozialen Medien machen 2018 ca. 14% aus (davon alleine 8% über Flipboard).

Google (also genau genommen Google+) soll im kommenden Jahr ohnehin eingestellt werden. Das hatte ich zu Beginn am ehesten zum Austausch innerhalb Gruppen von Fotografen genutzt, Zugriffe auf das Blog gab es darüber ebenfalls kaum.

Klingt ja fast schon nach Arbeit. Wie lange machst du das noch?

Arbeit ist ja immer relativ, Arbeit kann und darf ja auch viel Spaß machen. Und Spaß macht mir die Arbeit an meinem Blog in jedem Fall!

Solange mich also meine Beine tragen und solange ich einen Fotoapparat halten kann, werde ich weitermachen. 🙂