Zuletzt aktualisiert am 29. November 2019 um 23:12

Wenn du viel Zeit und Liebe in deine Artikel steckst, dann willst du am Ende dein (Reise)Blog erfolgreich machen. Denn als Blogger brauchst du das Publikum. Egal, ob du einfach nur Anerkennung in Form vieler Follower, Shares oder Leser suchst oder ob dir an möglichst positivem Feedback in Form von Kommentaren oder Mails liegt. Insbesondere natürlich auch dann, wenn du dein Blog irgendwann monetarisieren willst.

Der mittlerweile erfolgreiche Blogger, Michael Mantke vom Blog Erkunde die Welt, lässt uns alle durch die Chroniken eines Blogs beim Aufbau seines eigenen Blogs über die Schultern schauen. Bei der Erfüllung eines großen Lebenstraumes, wie er gleich zu Beginn schreibt.

Ich habe die Chroniken von vorne bis hinten (aktuell bis Kapitel 8) durchgelesen und will sie in diesem Artikel aus der Nähe betrachten. Lohnt es sich überhaupt, das alles zu lesen? Oder ist es am Ende nichts anderes als verschwendete Zeit?

Die Chroniken eines Blogs

Gleich vorweg: Michael lässt uns, also seine Leser, ganz nahe an sich heran! Die Texte wirken von der ersten Zeile an äußerst authentisch. Nichts marktschreierisches. Nein, sympathisch ab dem ersten Absatz.

Michael Mantke - Erkunde die Welt

Michael Mantke – Erkunde die Welt

Dass das Projekt ein „Work in progress“ ist, also erst im Entstehen ist und im Laufe der Jahre weiter wachsen wird, stört mich keineswegs. Wer Michaels Blog kennt, weiß, dass er schon recht weit damit gekommen ist. Und genau daran knüpfen sich auch meine Erwartungen, die ich an diese Chroniken zu Beginn hatte. Nämlich den Werdegang vom Start des Blogs bis zum Status Quo verfolgen zu können und am Ende das Gefühl zu haben, auf den ein oder anderen Tipp gestoßen zu sein, den man selber in ähnlicher Art umsetzen könnte. Ob die Chroniken das erfüllen können?

Der Einstieg

Zum Einstieg stellt sich Michael vor, hautnah und persönlich. Von seiner frühen Leidenschaft des Schreibens und seinem Interesse an Reisen und in dem Zusammenhang der Fotografie. Von der Entscheidung ein Blog zu betreiben, über das Aufsetzen und Einrichten des (WordPress) Blogs samt Auflistung seiner favorisierten Plug-Ins, dem ständigen Feilen am Aussehen und der Benutzerfreundlichkeit seines Blogs, um dem Besucher den Aufenthalt auf den Seiten möglichst angenehm zu gestalten.

Bekanntheit des Blogs steigern

Weiter geht es mit der Steigerung der Bekanntheit des Blogs mit Hilfe sozialer Medien, Direktmarketing und dem Versuch, schon recht früh durch Kooperationen zu punkten. Ganz offen lässt uns Michael in seine Zahlen blicken – dem Ranking in Suchmaschinen und den Zugriffszahlen zu Beginn seines Blogger-Daseins oder den (sehr geringen) Einnahmen durch Affiliate Links. Auch seine kleinen Fehltritte spart er nicht aus, damit wir als Leser davon lernen können. Seien es negative Erfahrungen mit Facebook-Gruppen oder Wikipedia Einträgen.

Sehr interessant finde ich auch die Erfahrungen im Zusammenhang mit Pressereisen. Von der ersten Pressereise, bei der Michael mit 9 gestandenen Journalisten gemeinsam drei Tage im Schwarzwald verbracht hat. Die Annehmlichkeiten in Bezug auf Unterkunft und Verpflegung sowie die Fülle an Informationen und vor allem die wertvollen Kontakte, die dadurch entstanden sind.

Technisches

Auch das ein oder andere Tool zur Optimierung des Blogs aus technischer Sicht wird behandelt, wie zum Beispiel Siteliner. So ein Tool sollte jeder einmal für sein Blog laufen lassen. Und staunen! Man kann damit sehr gut Dinge aufdecken, die Suchmaschinen ganz und gar nicht gern sehen und dem Blog damit schaden. Für mich ist dieser Abschnitt der Chroniken äußerst wertvoll gewesen. So wurden bei mir durch den Siteliner 112 broken Links aufgedeckt, obwohl das Broken Link Checker PlugIn keine gefunden hatte. Grund war ein falsch definiertes Menü, welches am Ende für jede Seite einen broken Link erzeugt hat.

Die Umstellung eines Blogs auf https behandelt Michael ebenso ausführlich, wie das Aufsetzen eines Testservers. Sehr hilfreich!

Fotografie und die Fotoparade

Immer wieder verweist Michael auf seine zweite große Leidenschaft, die Fotografie. So erfahren wir von seinen ersten Kameras bis zu seiner aktuell im Einsatz befindlichen Spiegelreflexkamera. Um seine Fotos bekannter zu machen und idealerweise später auch vermarkten zu können, tritt Michael so mancher Fotocommunity bei und bringt sich dort entsprechend ein. Auch mit einem Kalender hat er sich versucht. Wie es ihm damit ergangen ist, könnt ihr ebenfalls in den Chroniken nachlesen – ich will hier nicht zu viel spoilern :).

Fotoparade

Die Fotoparade. Quelle: Erkunde die Welt von Michael Mantke

Selbstverständlich findet auch die Fotoparade ihren Platz in den Chroniken, immerhin ist diese eines der Aushängeschilder Michaels geworden, welches sich jedes Jahr an noch mehr Beliebtheit erfreut. Ich persönlich kann jedem Reise- oder Fotoblogger die Fotoparade sehr ans Herz legen!

Die Lektionen

Besonders gelungen finde ich die Lektionen nach jedem Abschnitt, die mehr oder weniger die Erkenntnis der letzten Abschnitte zusammenfassen. Sehr hilfreich, wenn man sich später noch einmal im Schnelldurchlauf alle Infos in Erinnerung rufen will!

Können die Chroniken die hohen Erwartungen erfüllen?

Meine Erwartungen an die Chroniken waren schon recht hoch, muss ich zugeben. Woran das liegt? Gute Frage!

Zum Teil ganz sicher am sehr guten Eindruck des Blogs Erkunde die Welt und dem positiven Auftreten Michaels im Rahmen seiner Fotoparade. Kein „von oben herab“, weil ja erfolgreich und Veranstalter – ganz im Gegenteil! Immer sympathisch und spürbar, dass nicht das Nehmen (Link-Generierung, Zugriffe) sondern ganz besonders auch das Geben im Vordergrund steht. Dem Spaß am Kennenlernen anderer Blogger und Gleichgesinnter. Ganz ohne Konkurrenzdenken. Ich bin auf jeden Fall sehr froh, die Fotoparade über Twitter entdeckt zu haben und hatte sehr viel Spaß an meiner ersten Teilnahme an der Fotoparade 2016-2. Es wird ganz bestimmt nicht meine letzte gewesen sein!

Ja und? Sind die Erwartungen nun erfüllt oder nicht?

Ein ganz klares „Ja!“ von meiner Seite. Die Chroniken sind gut zu lesen und man lernt auch einiges dabei, wenn es darum geht, das eigene Reiseblog erfolgreicher zu machen. Die Zeit, die ich mit dem Lesen verbracht habe, war auf jeden Fall alles andere als verschwendete Lebenszeit. Ich habe wie gesagt einiges dabei gelernt, konnte die ein oder andere Verbesserung umsetzen und Michael ist mir jetzt noch sympathischer.

Resüme: ein Must-Read!