Kommentare zu: Nachhaltige Ernährung – was du tun kannst https://blog.austria-insiderinfo.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-ernaehrung-was-du-tun-kannst/ Wanderungen, Fotografie und Nachhaltigkeit Sun, 25 Sep 2022 09:28:18 +0000 hourly 1 Von: Horst Gassner https://blog.austria-insiderinfo.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-ernaehrung-was-du-tun-kannst/#comment-9915 Sat, 28 May 2022 16:49:03 +0000 https://blog.austria-insiderinfo.com/?p=16992#comment-9915 Als Antwort auf Elisabeth.

Servus Elisabeth!

Nein, nein – alles gut! Bei so einem langen Artikel sehe ich Rückmeldungen generell nicht als Vorwurf, sondern als gut gemeinte Richtigstellungen / Hinweise. Und Diskussionen finde ich generell gut, denn zumeist lernt man selber wieder etwas dazu, weil man sich erneut und noch tiefer mit einem Thema auseinandersetzen muss.

Das mit dem virtuellen Wasser mag in manchen Breitengraden ein sinnloser Wert sein. Wenn es aber darum geht, dass Futtermittel für unser Fleisch (oder Mandeln oder was auch immer) in Ländern angebaut werden, wo das Wasser knapp ist, dann spielt das sehr wohl auch eine Rolle. Darauf weist du berechtigterweise ja auch bei Mandeln und Avocados hin.

Hauptproblem neben der oft katastrophalen Tierhaltung ist für mich der große Flächenverbrauch für die Futtermittel. Das (virtuelle) Wasser kann hier dann auch wieder eine wichtige Rolle spielen. Wenn der „krass-konkrete“ Artikel hier von einer Lüge spricht, halte ich das auch wiederum für überzogen.

In Bezug auf verarbeitete Lebensmittel: ja, eh! Klar muss man darauf schauen, was da reinkommt. Auf der anderen Seite haben wir das wachsende Problem von Zoonosen und der multiresistenten Keime durch den massiven Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung. Alles nicht so einfach …

Have a lot of fun :-)
Horst

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Von: Elisabeth https://blog.austria-insiderinfo.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-ernaehrung-was-du-tun-kannst/#comment-9914 Fri, 27 May 2022 21:48:13 +0000 https://blog.austria-insiderinfo.com/?p=16992#comment-9914 Als Antwort auf Horst Gassner.

Hallo nochmal,

ich mache dir keine Vorwürfe – du hast ja die Begrifflichkeiten übernommen, die du anderswo gelesen und als korrekt angesehen hast, ebenso die Behauptung über die Butter. Deshalb wollte ich das ja richtigstellen – damit du es künftig besser weißt :-)

Genauso oft habe ich schon die Behauptung gelesen, dass die Erzeugung von einem Kilo Rindfleisch irre viel Wasser verbrauchen würde. Florian Schwinn hat das richtiggestellt: https://krass-und-konkret.de/klima-umwelt/die-fleisch-wasser-luege/ Ihn kann ich generell empfehlen, wenn es ums Thema Landwirtschaft geht.

Hingegen ist es ein Problem, wenn die Ernährung auf landwirtschaftlichen Erzeugnissen basiert, die aus Ländern kommen, in denen aufgrund Regenmangels künstliche Bewässerung unabdingbar ist – bspw. Mandeln. Hier interessante Infos zu dem Thema: https://www.wwf.de/fileadmin/user_upload/wwf_studie_wasserfussabdruck.pdf

Ich bin auch der Meinung, dass wir alle unsere Ernährung anpassen müssen – um der Umwelt und des Klimas willen. Für mich bedeutet das, möglichst wenig aus anderen Ländern zu kaufen, weil dort oft Wasser eine knappe Ressource ist (bspw. Mandeln + Avocados!) und die Waren weit transportiert werden müssen. Sondern stattdessen das kaufen, was im eigenen Land angebaut und erzeugt werden kann – und das möglichst in Bioqualität und regional. Das schließt für mich industriell hergestellte Produkte aus, die mit massenweise Zusätzen, die aus dem Chemielabor kommen, echte Lebensmittel kopieren wollen.

Have more fun :-)
Elisabeth

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Von: Horst Gassner https://blog.austria-insiderinfo.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-ernaehrung-was-du-tun-kannst/#comment-9912 Fri, 27 May 2022 15:35:47 +0000 https://blog.austria-insiderinfo.com/?p=16992#comment-9912 Als Antwort auf Elisabeth.

Hallo Elisabeth!

Ich bin kein Bauer, also verzeih‘ mir, wenn ich von schwanger statt trächtig rede/schreibe. Macht am Ende für mich aber keinen Unterschied.
Dass der Großteil der Industrie auf Teufel komm‘ raus optimiert, kann man schwer bestreiten. Stichwort Turbokühe und Kühe, die kaum beim Stall rauskommen. Von der verkürzten Lebenszeit einmal ganz abgesehen.

Ich bin kein Veganer und zwinge auch niemanden etwas auf. Vegan zu leben klappt aber sehr wohl, das kann ich aus erster Hand bestätigen. Man muss nur wissen, worauf man achten muss (z.B. B12).

Dass jeder seinen Lebensstil hat, ist richtig. Im Artikel steht auch nirgends, dass ich Leute dazu zwingen will, vegan zu leben. Ich zeige nur auf, was man tun kann. Können. Nicht müssen.

Was mir aber gar nicht gefällt (damit meine ich explizit jetzt nicht dich, ich kenne dich ja nicht): wenn der eigene Lebensstil als Entschuldigung für alles herhalten muss, nur um sich nicht ändern zu müssen. Nach dem Motto: „Ich mag halt starke Autos, die jährliche Kreuzfahrt, das Fliegen oder was auch immer. Das ist mein Lebensstil und ich arbeite auch hart dafür.“

Jede:r trifft seine/ihre Entscheidung, das ist richtig. Man sollte sich aber im Klaren sein, was das eigene Verhalten und Handeln bewirkt. Nämlich für jene Generationen, die diesen Lebensstil dann ausbaden müssen.

Have fun
Horst

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Von: Elisabeth https://blog.austria-insiderinfo.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-ernaehrung-was-du-tun-kannst/#comment-9911 Fri, 27 May 2022 09:56:12 +0000 https://blog.austria-insiderinfo.com/?p=16992#comment-9911 Als Antwort auf Horst Gassner.

Hallo Horst,

es ist sachlich falsch mit „dauerschwanger“! Den Begriff „schwanger“ verwendet man zum einen nur bei Menschen. Bei Säugetieren spricht man von Trächtigkeit. Wie ich schon zuvor schrieb, sind Kühe natürlicherweise einmal pro Jahr trächtig! Ob sie wollen oder nicht – sie werden vom Bullen besprungen, wenn sie empfängnisbereit sind. Ob das ein Vergnügen für die Kühe ist, wenn sie von einem mindestens doppelt so schweren Bullen besprungen werden, wage ich zu bezweifeln – aber das ist halt die Natur. Die künstliche Besamung erfolgt ebenfalls nur, wenn die Kuh „bullt“, also anzeigt, dass sie empfängnisbereit ist. Dabei bleibt ihr das Bespringen durch den schweren Bullen erspart. Es hat also nichts mit „zwangsschwängern“ zu tun, auch wenn sog. Tierrechtler das gerne so hinstellen. Das Besamen dient übrigens nicht dazu, „die Milchleistung zu maximieren“ (das erreicht man stattdessen u.a. durch gutes Futter), sondern erfolgt, weil Bullen sehr gefährlich sind – sie wollen halt ihre Kühe schützen. Ich habe selbst schon ein solches Erlebnis gehabt, dass ein Bulle auf der Weide auf mich losging, und bin da so schnell gerannt wie noch in meinem Leben. Wir haben dann auch in späteren Jahren keinen Deckbullen mehr eingesetzt. Jedes Jahr werden Bauern durch Bullen verletzt oder gar getötet. https://www.svlfg.de/unfaelle-in-der-rinderhaltung-der-deckbulle-im-fokus-985079c7f04f48a4

Viele Höfe verlängern mittlerweile die sog. Zwischenkalbezeit (also den Abstand zwischen zwei Kalbsgeburten) von 12 auf 13-14 Monate. Das bedeutet also, dass die Kuh seltener trächtig ist, als sie es von Natur aus wäre. Also noch ein Grund weniger, von „dauerschwanger“ zu sprechen.

Wer vegan leben möchte, soll es gerne tun – auch wenn es dann zumindest in Mitteleuropa schwer, um nicht zu sagen unmöglich wird, sich saisonal, regional und ohne industriell erzeugte Produkte zu ernähren und dabei dem Körper alle notwendigen Nährstoffe zuzuführen. Jede/r trifft selbst für sich die Entscheidung, wie sie/er leben möchte. Sie/er sollte aber den eigenen Lebensstil niemandem aufzwingen wollen. Jede Veränderung bleibt nur dann dauerhaft, wenn sie aus eigenem Antrieb erfolgt.

Grüße ins Alpenland
Elisabeth

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Von: Horst Gassner https://blog.austria-insiderinfo.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-ernaehrung-was-du-tun-kannst/#comment-9910 Fri, 27 May 2022 06:50:39 +0000 https://blog.austria-insiderinfo.com/?p=16992#comment-9910 Als Antwort auf Elisabeth.

Servus Elisabeth!

Danke für deine ausführliche Rückmeldung!

Zum Thema „dauerschwanger“: doch, doch – das ist schon so! Kühe werden besamt und sind demnach nicht „natürlich trächtig“. Hier wird ganz bewusst eingegriffen, um die Milchleistung zu maximieren. Quelle unter anderen: Ein Leben in Schwangerschaft. Tiere sind für uns Menschen eher Produktionsmaschinen als Lebewesen. Gibt die Kuh dann ab dem 3-4 mal schwanger sein zu wenig Milch, kommt sie auf den Schlachthof, denn dann rentiert sie sich nicht mehr.

Buttererzeugung: ja, da habe ich eher wenig dazu geschrieben, da hast du mit der halben Wahrheit schon recht. Der Artikel ist so schon extrem lang geworden. Das macht aber für mich tierische Butter deswegen nicht besser.

Danke noch einmal für die Rückmeldung – es freut mich ganz besonders, wenn jemand einen Artikel ganz bewusst liest, sich Gedanken macht und sich dann auch noch die Zeit nimmt, einen Kommentar zu schreiben.

Have fun
Horst

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Von: Horst Gassner https://blog.austria-insiderinfo.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-ernaehrung-was-du-tun-kannst/#comment-9909 Fri, 27 May 2022 06:37:55 +0000 https://blog.austria-insiderinfo.com/?p=16992#comment-9909 Als Antwort auf Christine Müller, Miss Second-Hand.

Servus Christine!

Christof hat mir gestern dann auch via Mail mitgeteilt, dass er meinen Artikel über seinen Newsletter geteilt hat. Bis jetzt (einen Tag später) hat mir das immerhin 400 Leser:innen gebracht. Und ich freue mich über jede:n Einzelne:n! Aus Gesprächen mit Freunden weiß ich, dass einfach vieles die Leute gar nicht wissen, aber sich durchaus ändern wollen würden.

Zu „höher, schneller, weiter“ habe ich übrigens kürzlich auch gerade einen Artikel geschrieben: Lebensstandard und Lebensqualität. Der könnte dich durchaus auch interessieren.

Have fun und danke für deine Rückmeldung
Horst

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Von: Elisabeth https://blog.austria-insiderinfo.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-ernaehrung-was-du-tun-kannst/#comment-9908 Thu, 26 May 2022 20:25:37 +0000 https://blog.austria-insiderinfo.com/?p=16992#comment-9908 Hallo Horst,

auch ich bin durch Christof auf diesen Blogartikel gekommen. Ich möchte mit zwei Missverständnissen aufräumen, die ich leider immer wieder lese, so auch hier:

1. Kühe werden nicht künstlich „dauerschwanger“ gehalten – sie sind natürlicherweise einmal pro Jahr trächtig und kalben dann nach etwa 9 Monaten. Mindestens drei Monate lang sind sie somit nicht trächtig. Auf vielen Höfen sind sie dank künstlicher Besamung mittlerweile sogar seltener als 1x pro Jahr trächtig, d.h. sie kalben nur alle 13-14 Monate, also seltener als wenn sie zusammen mit einem Bullen in der Herde laufen.

2. Buttererzeugung: Im Text steht: „Ganz schlimm auch Butter, denn für ein Stück Butter braucht es 21 bis 25 Liter Milch.“ Das ist nur die halbe Wahrheit: Aus den 21 bis 25 Litern Rohmilch entsteht nämlich in erster Linie Trinkmilch (also Vollmilch mit einem eingestellten Fettgehalt von 3,5-3,9% oder fettarme Milch mit 1,5% Fett) – und aus dem überschüssigen Rahm wird dann die Butter gemacht. Fettarme Milch enthält also nur 1,5% Fett, während die Rohmilch der Kuh meist über 4% Fett hat. Aus der Rohmilch entstehen somit gleich zwei Produkte für die menschliche Ernährung – oder sogar drei, wenn man die Buttermilch hinzunimmt.

Ansonsten kann ich vieles von dem, was du schreibst, nur unterschreiben: Wie sehr würde ich mir wünschen, dass die Leute endlich wieder saisonal einkaufen! Und von den Bauern in ihrer Umgebung – und natürlich am wichtigsten: Dass sie ihr Essen selbst anbauen – damit sie sehen, wie viel harte Arbeit dahintersteckt, bis man z.B. seinen eigenen Salat ernten kann – und wie viele Schnecken man töten muss, damit die Salatpflanzen überhaupt bis zur Erntereife überleben ;-)

Grüße aus dem Land zwischen den Meeren!
Elisabeth

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Von: Christine Müller, Miss Second-Hand https://blog.austria-insiderinfo.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-ernaehrung-was-du-tun-kannst/#comment-9907 Thu, 26 May 2022 13:17:30 +0000 https://blog.austria-insiderinfo.com/?p=16992#comment-9907 Als Antwort auf Horst Gassner.

Lieber Horst,
genau so war es :-)
Ich bin eine langjährige Abonnentin seines Newsletters. Wir, Christof und ich, kennen uns „nur“ virtuell via Twitter. Wir haben schon lange Jahre Kontakt auf diesem Wege.
Dich und Christof verbindet neben Nachhaltigkeit auch Wandern wie ich an den Themen deines Blog sehe. Bei mir und Christof ist es Nachhaltigkeit und dem, was bei ihm Minimalismus und bei mir „Grün Sparen“ heißt.
Zum Thema „Grün Sparen macht Spaß“ will ich zukünftig als Alternative zu „Höher, schneller, weiter“ auch neben meiner Tätigkeit als Business Trainerin auch Trainings bei Trägern, Schulen und Schuldnerberatungen anbieten.
Sonnige Grüße aus dem flachen Berlin in die bergigen Höhen Österreichs
Christine

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Von: Horst Gassner https://blog.austria-insiderinfo.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-ernaehrung-was-du-tun-kannst/#comment-9905 Thu, 26 May 2022 12:45:20 +0000 https://blog.austria-insiderinfo.com/?p=16992#comment-9905 Als Antwort auf Christine Müller, Miss Second-Hand.

Liebe Christine!

Vielen Dank für das Lob zu meinem Artikel / das Blog – das freut mich sehr!
Je mehr darüber reden und je mehr darüber wissen, desto besser. Bei vielen ist es wirklich oft auch Unwissen über die Folgen ihrer Handlungen – unsere Welt ist einfach zu kompliziert, um über sich über alle Zusammenhänge zu informieren. Da hilft nur eines: sich Schritt für Schritt nach vorne zu tasten und immer besser (nachhaltiger) zu werden.

Have fun und liebe Grüße zurück
Horst

P.S.: Danke an dieser Stelle auch an Christof fürs Teilen, wodurch mein Artikel vermutlich auch bei dir angekommen ist.

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Von: Christine Müller, Miss Second-Hand https://blog.austria-insiderinfo.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-ernaehrung-was-du-tun-kannst/#comment-9904 Thu, 26 May 2022 11:36:20 +0000 https://blog.austria-insiderinfo.com/?p=16992#comment-9904 Lieber @Horst Gassner, lieber @Christof,
danke für den tollen und „erklärenden“ Beitrag mit vielen Links für noch mehr „Gewicht“ und als „Referenz“ für die Aussagen.
Das schreibe ich als Nachhaltigkeitsexpertin und Miss Second-Hand, die mehr den Schwerpunkt auf #Konsum hat.
Doch aktuell habe ich kurz nach Ostern, am 21. April, als „Testlauf“ eine kleine tägliche WhatsApp-Status-Reihe gestartet. Da sind aktuell täglich schon bis 40 „Follower“.
Heute, 26.05.2022 habe ich zum Thema „CO2-Emissionen beim Einkauf. Wo entstehen die meisten“ eine Grafik von „Mein Klimaschutz“ geteilt.
Diese Grafik bestätigt 100% den Blog-Beitrag mit Zahlen: 67% ESSEN (20% Kleidung – 13 % Haustiere).
Dein blog lieber Horst, und dein Teilen lieber Christof, perfekt zu meiner WhatApp-Status-Reihe.
DANKE euch dafür! :-)
Sonnige Grüße aus Berlin-Neukölln
Christine

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