Die Tour auf den Salzburger Stadtberg, den Untersberg, ist mit über 1300 Höhenmetern eine ziemlich anstrengende Wanderung. Von oben genießt man dafür einen herrlichen Blick über die Stadt Salzburg, ins Tennengebirge und ins Berchtesgadener Land. Auf den Untersberg führt auch eine Seilbahn. So kann man entweder Knie schonend ins Tal zurückfahren oder aber mit der Seilbahn hochfahren und im Gebiet des Untersbergmassivs eine Gipfelwanderung unternehmen.

Ausgangspunkt

Salzburg – Glanegg (465 m)

Dauer hin/zurück

bis zum Gipfel 3h / 2h
Höhendifferenz 1340 Hm

Charakteristik

Anstrengende Wanderung über zahllose Stufen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich – vor allem über den Dopplersteig!

Anreise

Tauernautobahn A10, Abfahrt Grödig, dann Richtung Fürstenbrunn

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Die Wanderung im Detail

Gleich eines vorweg – wer nicht gerne Stufen steigt, der sollte auf eine Wanderung auf den Untersberg / das Geiereck über den Dopplersteig und auch über den Reitsteig verzichten! Wer gänzlich ohne Anstrengung den Gipfel erreichen will, kann dies von Grödig aus mit der Seilbahn tun. Wie einleitend beschrieben, kann man oben an der Seilbahnstation angekommen auf dem Untersbergmassiv wandern.

Dopplersteig und Reitsteig

Um auf den Salzburger Stadtberg zu gelangen, ist schon einiges an Kraft und Ausdauer erforderlich. Von Glanegg aus kann man zwischen 2 Varianten wählen, nämlich jene über den Dopplersteig oder die über den Reitsteig. Der Dopplersteig ist dabei die schwierigere Variante und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Er ist deshalb nur für Geübte zu empfehlen!

Viele Stufen prägen die Wanderung auf den Untersberg

Viele Stufen prägen die Wanderung auf den Untersberg

Aber auch über den Reitsteig ist Kondition erforderlich, denn auch hier sind zahllose Stufen zu überwinden – wenn auch diese nicht so steil sind, wie über den Dopplersteig und der Weg insgesamt einfacher zu gehen ist.

Über den Dopplersteig zum Gipfel

Auf der Route über den Dopplersteig wird dem Wanderer von Beginn an nichts geschenkt, denn es geht gleich recht steil los. Der Weg führt anfangs durch den Wald und entlang des Rosittenbaches, der in einem tiefen Einschnitt im Fels hinabfließt. Nur selten wird es etwas flacher, wirklich ausruhen kann man sich nie, denn die nächsten Stufen folgen bestimmt.

Nach etwa einer 3/4 Stunde kommt man auf offenes Gelände und hat die sogenannte „Himmelsstiege“ vor sich. Hat man diese hinter sich, geht es kurzzeitig wieder etwas gemütlicher weiter. Nach einer weiteren Stunde kommt man zu einer Abzweigung, wo es rechts über den Dopplersteig zum Zeppezauerhaus geht, links geht es über den Schellenbergsattel zur Toni-Lenz-Hütte.

Jetzt kommt der anstrengendste Teil der Wanderung – die steilen Stufen des Dopplersteiges, die in den Fels gehauen sind. Hier sind unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, denn rechts neben dem Weg geht es steil bergab. Zahlreiche Marterl erinnern an Wanderer, die hier abgestürzt sind und mahnen zusätzlich zur Vorsicht. Vor allem bei Nässe ist es hier sehr gefährlich, aber auch bei guten Bedingungen darf man keinesfalls übermütig werden. Nach etwa 15 bis 20 Minuten hat man dieses Steilstück überwunden, der restliche Weg zum Zeppezauerhaus und dann weiter bis zum Gipfel ist dann recht einfach und nimmt noch einmal ca. eine 3/4 Stunde in Anspruch.

Im Sommer ist es empfehlenswert, die Wanderung sehr früh zu beginnen, denn wer erst gegen Mittag am Gipfel des Geierecks ankommt, muss mit zahllosen Touristen rechnen, die den einfachen Weg mit der Seilbahn genommen haben, um auf dem Gipfel Kaffee und Kuchen zu sich zu nehmen. Möglichkeiten zur Einkehr gibt es direkt am Gipfel oder aber beim Zeppezauerhaus.

Atemberaubender Ausblick im Winter

Atemberaubender Ausblick im Winter

Vom Gipfel des Geierecks aus gibt es zahlreiche Wanderrouten, wie z.B. weiter zum Salzburger sowie Berchtesgadener Hochthron, zur Klingeralm oder zur Schellenberger Eishöhle (siehe Hinweis zur alternativen Route am Ende des Beitrages). Man kann also durchaus auch zuerst mit der Seilbahn bis zum Geiereck hochfahren und dann von oben eine Wanderung starten.

Der Abstieg über den Reitsteig

Für den Abstieg ist der Reitsteig zu empfehlen, da dieser einfacher und gefahrloser zu gehen ist, als der Dopplersteig. Vor allem wenn die Beine von den 1300 Höhenmeter Anstieg schon etwas müde sind.

Eine alternative Route mit kleinen Umwegen beschreiben die Leute vom Blog Gipfelfieber: „Von Hütten, Höhlen und Himmelsleitern – Unterwegs auf dem Untersberg„. Die Tour startet dabei in Marktschellenberg, im benachbarten Berchtesgadener Land.

Die Tour auf den Salzburger Stadtberg, den Untersberg, ist mit über 1300 Höhenmetern eine ziemlich anstrengende Wanderung. Von oben genießt man dafür einen herrlichen Blick über die Stadt Salzburg, ins Tennengebirge und ins Berchtesgadener Land.