Zuletzt aktualisiert am 2. September 2019 um 15:08

Das Thema Klimawandel spaltet aktuell unsere Gesellschaft.

Vor allem die Klimawandel-Leugner scheuen nicht vor Totschlag-Argumenten zurück, um jede Diskussion über das Klima schon im Keim zu ersticken. Mit dem Ziel, das Thema vom Tisch zu haben und ohne schlechtem Gewissen ungeniert weiter ihr Leben genießen zu können. Oder einfach nur, um dich als grünen Deppen hinstellen zu können. Oder als blinden „Greta-Jüngling“ oder welche abwertenden Ausdrücke ihnen auch immer einfallen.

Dieser Artikel unterstützt dich dabei, wie du in Zukunft auf 11 der häufigsten Totschlag-Argumente souverän reagieren kannst. Und zum Schluss gibt es noch zwei Bonus-Tipps. Wie sagen sie im TV so gern? Dranbleiben lohnt sich!

Ich lebe nur einmal.

Das Totschlag-Argument Nummer eins. „Ich lebe nur einmal und ich will dieses eine Leben auch genießen dürfen. Das ist schließlich mein gutes Recht!“.

Aufs Erste klingt das völlig legitim und als berechtigter Wunsch, denn wer will das nicht? Und wäre man alleine auf dieser Welt und hätte sämtliche Konsequenzen des eigenen Handelns auch selbst zu tragen, gäbe es auch nichts einzuwenden.

Wir sind aber nicht alleine auf dieser Welt. Deshalb kann man das eigene Leben nur unter gewissen, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen genießen. Nämlich mit Rücksicht auf die anderen. Ohne Rücksicht auf die anderen das eigene Leben zu genießen ist nichts anderes als purer Egoismus.

Viele sind sich der Konsequenzen ihres Handelns auch nicht bewusst. Zum Beispiel wie sehr die Umwelt und andere Menschen unter der Herstellung einer einzigen Jean oder eines T-Shirts leiden (wie z.B. giftige Farbstoffe, Wasserverbrauch, Entsorgung). Diesen Teil der Bevölkerung kannst du durch Aufklärung erreichen.

Schlimmer sind jene, denen es schlicht und ergreifend völlig egal ist, ob andere auf der Welt darunter leiden, dass sie „nur einmal leben“. Manchmal hilft hier der Hinweis, dass es die eigenen Kinder schon treffen könnte – spätestens aber die eigenen Enkel.

Ich habe aber die Hoffnung, dass der Druck auf diese Egoisten langsam immer größer wird, weil sie vom vernünftigen (Rücksicht nehmenden) Teil der Menschen immer öfter auf ihr Fehlverhalten angesprochen und hingewiesen werden.

Werde auch du Teil „dieser ewigen Nörgler“, die „in jeder Suppe ein Haar finden“. Ja, auch diese beiden Killerphrasen sind sehr beliebt, wenn man Menschen auf potentielle Umwelt-Probleme anspricht, die ihr Handeln auslösen. Darauf solltest du gefasst sein und am Ende dieses Artikels zumindest das ein oder andere Argument mehr im Talon haben.

Ein sehr schönes Zitat von Mahatma Gandhi:

Die Welt hat genug
für jedermanns Bedürfnisse,

aber nicht
für jedermanns Gier.

Wegen meinem blöden Plastikbecher geht die Welt auch nicht unter.

Gerne gehört in der Nähe von Getränke-Automaten. Diesen Automaten mit der – für das Gewissen des Aufstellers des Automaten beruhigenden – „ohne Becher“ Taste, die nur allzu selten gedrückt wird. Weil man „keinen Bock“ hat, wegen dieses einen Plastikbechers extra in die Kaffeeküche mit den Tassen gehen zu müssen.

Durchschnittlich 900 Tassen Kaffee trinkt der Österreicher im Jahr. 3% davon aus Kaffeeautomaten, wenn  man der Studie von 2012 glauben schenken darf. Laut Studie trinken übrigens angeblich insbesondere Höhergebildete und einkommensstarke Personen Kapselkaffee. An Umweltbildung scheint es denen also ganz besonders zu fehlen oder sie haben einfach eine höhere „mir doch egal“ Mentalität und kaufen sich die Kapseln, weil sie sich es eben locker leisten können. Mehr Infos zu Kaffeekapseln: Nespresso: Zu Unrecht verpönt? (Quelle: Die Zeit)

Aber wieder zurück zum Becher: der Durchschnitt interessiert im direkten Gespräch mit deinem Arbeitskollegen oder deiner Arbeitskollegin in der Regel nicht. Der persönliche „Becher-Abdruck“ sollte hier im Vordergrund stehen, denn damit habe ich schon so manchen die Augen geöffnet. 2-3 Kaffee pro Tag macht in der Woche 10-15 Becher. Bei durchschnittlich 42 Arbeitswochen macht das dann satte 420 bis 630 Becher. Und das ist ein riesiger Stapel!

Ist ja nur ein Becher!

Das Argument, dass die Becher ohnehin recyclet würden, kommt dann sehr häufig als zweite Reaktion.

Dein Gegenargument: es geht ja nicht „nur“ um den Abfall an sich. Der gesamte Lebenszyklus eines Bechers ist es, der die Umwelt massiv belastet. Von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung, den An- und Abtransport und das recyclen (oder verbrennen) selbst.

Im Fall „Becher“ kann wirklich jeder etwas zum Umweltschutz beitragen, ohne sich auch nur irgendwie einschränken oder großartig anstrengen zu müssen. Ganz im Gegenteil! Gerade Büromenschen tun ein paar Schritte mehr am Tag ganz gut, aber das ist ein anderes Thema.

Der Flieger fliegt sowieso.

Um geile 20€ nach Malle fliegen? Da wäre man ja blöd, so etwas nicht zu nutzen!

Solange die Fluggesellschaften die Flugzeuge voll bekommen, werden sie die Flüge anbieten. Dein 20€-Flug trägt am Ende am Umsatz des Unternehmens genauso dazu bei, wie der Flug um den teureren Normalpreis. Die simple Rechnung der Unternehmen: besser mit 20€ einen Platz besetzen, als gar nicht.

Billigflug

Je öfter aber Sitzplätze frei werden, desto eher wird ein Flug gestrichen. Und dann ist sehr wohl etwas für die Umwelt gewonnen.

Hitzeperioden hat es schon immer gegeben, alles Panikmache!

Man ist es langsam leid, den Menschen immer wieder den Unterschied zwischen Wetter und Klima erklären zu müssen. Aber das wirst du im Rahmen einer solchen Aussage einfach durch müssen. Wetter = kurzfristiger Trend, Klima = langfristiger Trend. Bis es jeder Präsident versteht – auch jener jenseits des großen Teiches mit dem orangen Kopf und der Eichhörnchen-Friese.

Haben sie das erst einmal verstanden, kommt dann sehr häufig Teil zwei ihrer Strategie, um nur ja keine Verantwortung übernehmen zu müssen: „Na das mag ja schon sein, aber auch das Klima hat sich schon immer verändert, und das ganz ohne Menschen! Ergo: wir können nix daran ändern.“.

Ja, das ist richtig, das Klima ist ständigen Veränderungen unterworfen. Aber noch nie in einem so kurzen Zeitraum. Es ist einfach erwiesen, dass der Mensch einen maßgeblichen Beitrag leistet. Dazu gibt es auch zahlreiche Studien und Artikel im Netz zu finden.

So zum Beispiel über die CO2 Problematik: Behauptung: „Die CO2 Emissionen des Menschen sind winzig“ oder Globale Erwärmung: Mensch und Klimawandel.

Das nachfolgende YouTube Video zeigt die Langzeit-Entwicklung der Temperatur sehr anschaulich.

Wenn dein Gegenüber auch das bezweifelt („oje, da glaubt einer an Statistiken!“) und sein Wissen einzig und allein aus dubiösen YouTube Kanälen aufgebaut hat, habe ich leider nur noch einen Rat: verschwende keine Zeit mehr mit diesem Menschen!

Natürlich musst du deshalb deine Freundschaft nicht gleich aufkündigen, aber spare in Zukunft das Thema Umwelt besser aus. Das tut Greta übrigens mit dem orangen Präsidenten auch: Greta Thunberg will Zeit nicht für Treffen mit Donald Trump verschwenden (Quelle: Die Welt.).

Ich habe hart genug dafür gearbeitet, da darf ich mir auch etwas gönnen.

Ja, natürlich darf man sich etwas gönnen, wenn man etwas geleistet hat – da spricht überhaupt nichts dagegen. Menschen wollen eben für ihre Leistung belohnt werden, das ist völlig normal.

Aber nur weil du hart arbeitest, ist das noch lange kein Freibrief, dabei nicht auf die Umwelt zu achten.

Deine Kinder und Enkelkinder werden (vermutlich) auch hart genug arbeiten. Trotzdem werden sie sich dann möglicherweise nicht mehr in der Form belohnen können, als du es dir jetzt herausnehmen kannst. Einfach, weil die Natur dann am Ende sein wird und die Erholungsräume nach und nach kaputt gegangen sein werden. Möchtest du mit daran schuld sein, dass deine Nachkommen kein gutes Leben mehr führen können? Ich werfe hier gerne die Phrase „enkelgerecht leben“ ein. Die trifft es ganz gut, denke ich.

Bestimmt ist dir aufgefallen, dass ich hier teilweise auch so argumentiert habe, wie ich dir unter Punkt 1 (Ich lebe nur einmal) vorgeschlagen habe. Mit dem Hinweis auf die eigenen Nachkommen.

Zurück zum Thema Gönnen: Gönnen sehr gern, aber eben mit Rücksicht auf die Umwelt! Statt im Flieger in die Hauptstadt zum Beispiel einfach einmal den Zug nehmen. Viele jammern über den Zug, bis sie einmal gefahren sind. Sehr oft schlägt die Skepsis dann in Begeisterung um.

Solange die Politik nichts tut, hat das alles keinen Sinn.

Eine sehr beliebte Killerphrase, und sie ist auch nicht ganz unberechtigt. Denn auch die Politik muss etwas tun.

Aber dass ohne Politik alles keinen Sinn macht, ist nicht richtig. Jeder einzelne von uns kann und soll auch einen eigenen Beitrag leisten. Denn in Summe machen viele kleine Verbesserungen am Ende sehr wohl auch sehr viel aus.

Jeder einzelne kann sehr wohl auch etwas beitragen

Übrigens gilt das auch an der Wahl-Urne. Wer Parteien wählt, die den vom Menschen beeinflussten Klimawandel leugnen, wird der Umwelt damit sicher nichts Gutes tun.

Unternehmen machen viel mehr Dreck, da sollte man anfangen!

„Ich als kleiner Bürger sollte auf die Umwelt achten, während Unternehmen all ihren Dreck ungefiltert in die Luft blasen dürfen!“.

Dieser Satz stimmt schon einmal rein inhaltlich nicht. Denn Unternehmen unterliegen sehr wohl Umweltauflagen, die sie einzuhalten haben. Also „ungefiltert“ ist so nicht richtig.

Sollte das dein Gegenüber eingestehen (oft kommt dann etwas wie „bei uns vielleicht, aber sicher nicht in Indien oder China“), kommt Teil zwei deines Gegenargumentes. Der aus meiner Sicht sehr viel wichtigere Teil.

Die meisten Verbraucher unterschätzen nach wie vor ihre Macht, die sie durch bewussten Kauf auf Unternehmen ausüben können. Denn je bewusster wir einkaufen, umso mehr sind auch die Unternehmen gefordert, sich umweltbewusst und nachhaltig zu verhalten.

Wer also kritisiert, dass Unternehmen in Billiglohnländern produzieren, die die Umwelt versauen, sollte halt einfach nicht mehr zum Billig-T-Shirt „Made in China“ greifen! Einfach das „Geiz ist geil“ vergessen und nur noch zu lokaler Qualitätsware greifen!

Qualität statt Masse

Sollte dann ein „das ist mir zu teuer“ kommen, kannst du damit kontern, dass 3 billige T-Shirts in Summe oft weniger lange halten, als ein einziges, teureres T-Shirt.

Kaufe bewusst – kaufe weniger! Zum einen wird das T-Shirt in Unternehmen mit höheren Umweltauflagen produziert, zum anderen werden noch dazu Rohstoffe und Abfall vermieden (1 T-Shirt statt 3). Und sinnloser Transport.

Ja, klar – selber in den Urlaub fliegen, aber mich wegen xxx dumm anmachen wollen.

Ein persönlicher Angriff wird oft als die beste Verteidigung gesehen. Damit ist das Gegenüber schon einmal in der Defensive, und muss sich erst einmal für das potentielle, eigene Fehlverhalten rechtfertigen, bevor es den Angreifer erneut maßregeln kann.

Meine Antwort: „Ja, ich weiß, ich kann selber auch noch sehr viel tun. Und bin auch kein Heiliger was Umweltschutz und Nachhaltigkeit anbelangt. Aber ich bemühe mich, nach und nach besser zu werden und mein Leben entsprechend zu ändern. Und genau das erwarte ich mir von allen anderen auch.“.

Und dann kann man ja einige Dinge aufzählen, auf die man mittlerweile verzichtet oder wo man damit begonnen hat, sich einzuschränken oder sich zu verbessern. Wer bisher jedes Jahr in den Urlaub geflogen ist, der oder die trägt schon viel dazu bei, wenn sie nur noch alle 3 Jahre in den Urlaub fliegt und sich zunehmend um alternative Reisemöglichkeiten kümmert.

Wie so oft ist der Weg das Ziel. Und genau das ist es, was ich meine, wenn ich sage, dass sich jeder in seinem Bereich bemühen sollte. Während es dem einen leichter fallen wird, auf den Flug zu verzichten, wird die andere kein Problem damit haben, den Fleischkonsum einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten.

Zurück auf den Baum / in die Steinzeit?

Niemand muss deshalb nicht gleich „zurück auf den Baum“ (ein beliebtes Zitat als Reaktion auf einen vermeintlichen Vorwurf).

Und dass das Arbeitsplätze kostet, interessiert dich nicht?

Bei diesem Argument muss ich immer an Nico Semsrott denken, den ich an anderer Stelle in meinem Blog schon einmal erwähnt habe. Weniger Waffen und weniger Kriege? Das ist schlecht, das kostet Arbeitsplätze in der Waffenindustrie! Weniger fliegen kostet Arbeitsplätze in der Flugbranche und so weiter.

Immer dann, wenn man an einer Stelle etwas sparen will, gehen möglicherweise dadurch Arbeitsplätze verloren. Tatsache ist aber auch, dass dafür an anderer Stelle neue Arbeitsplätze entstehen. „Computer werden bald alle Menschen ersetzen“ heißt es immer wieder. Aber auch hier sind die Ängste unbegründet. Einen sehr guten Artikel dazu habe ich im Standard für dich ausgegraben: Kluge Computer werden nicht all unsere Jobs rauben (Quelle: Standard).

Die Arbeitsplätze und Tätigkeiten werden sich ändern, aber sie werden trotzdem nicht ausgehen. Wenn immer weniger Menschen fliegen sollten, so wird das zwar Arbeitsplätze in der Flugbranche kosten, dafür werden aber mehr Züge samt Infrastruktur (Produktion, Schienen-Systeme) und Personal benötigt. Es liegt an der Politik, nicht in eine weitere Landebahn sondern stattdessen in neue Bahnnetze zu investieren.

All diese Veränderungen werden auch nicht von einem Tag auf den anderen passieren und so haben die Menschen auch Zeit, sich anzupassen und sich entsprechend auszubilden.

Solange die Inder alles in die Flüsse kippen, können uns wir Europäer Nachhaltigkeit sparen!

Logisch, es sind immer die anderen. Ob Inder oder Chinesen ist dabei völlig belanglos. Hauptsache wir braven Europäer tragen keine Schuld an der Umweltverschmutzung. Oder zu einem so geringen Anteil, dass wir echt nicht als Erste auf irgendetwas verzichten müssen!

Tatsache ist, dass wir durch unseren haltlosen Konsum (Stichwort Fast Fashion) sehr wohl sehr viel dazu beitragen. Nur sieht man die Auswirkungen davon in unseren Flüssen nicht. Weil wir die schmutzige Produktion eben in genau jene Länder auslagern, die wir in weiterer Folge kritisieren. Finde den Fehler!

Profit über alles - was du tun kannst

So könnte die Fuschlache auch aussehen …

Greta Thunberg und Konsorten wollen ja nur die Schule schwänzen.

Immer dann, wenn jemand viel Aufsehen erregt, gibt es eine ganze Menge an Leuten, die sich wie Hyänen auf diesen Menschen stürzen. Aus welchem Grund auch immer. Sei es Neid oder Missgunst oder vielleicht auch ein wenig das schlechte Gewissen, selbst nicht tätig zu werden. Oder die pure Lust am dagegen sein. Oder von allem ein wenig.

„Diese blöde schwedische Göre soll wieder in die Schule gehen!“ oder „Minderjährige Heilige“ sind nur 2 der eher harmloseren davon. Im Standard findest du einen eigenen Artikel zum Hass gegen Greta. Rechter Hass gegen 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg (Quelle: Standard).

Kürzlich habe ich in einem Facebook Thread gelesen: „Die soll sich gefälligst wieder zur Schule anmelden und sie auch besuchen.“. Es war ein Mann aus der Reisebranche. Ein Schelm, wer in diesem konkreten Greta-Bashing versteckte Ziele vermutet.

Greta ist keine Schulabbrecherin. Sie hat die 9. Schulstufe erfolgreich abgeschlossen. Anstatt nun direkt im Anschluss ins Gymnasium zu gehen, widmet sie ein Jahr ihres Lebens voll und ganz dem Umweltschutz. Greta Thunberg geht ein Jahr lang nicht zur Schule (Quelle: Die Presse).

Damit gehört Greta für mich zu den hervorragendsten Menschen unserer Zeit. Besser als Trump und die ganzen anderen Politiker, denen die Wirtschaft über alles geht und denen die Nachfolge-Generationen einfach egal zu sein scheinen. „Hauptsache uns geht es (noch) gut“ scheint die Devise jener (Alt-)Politiker zu sein, die mit den Konsequenzen nicht mehr leben müssen. Weil sie dann längst die Kartoffeln oder Radieschen von unten ansehen werden.

Anstatt froh zu sein, dass endlich jemand aufsteht und die Massen bewegt, wird auf Greta eingeschlagen, als ob sie eine Verbrecherin wäre. Das nervt mich ungemein und ich tue mir langsam schwer, auf solche Kommentare sachlich zu antworten.

Dass alle Schüler nur die Schule schwänzen wollen, ist auch eine typische Verallgemeinerung, die nichts anderes zum Ziel hat, als alle in einen Topf zu werfen und zu verunglimpfen. Um zu suggerieren, dass ihnen allen die Umwelt völlig egal wäre und sie einfach nur faul sind. Mag ja sein, dass der ein oder die andere dabei sein mögen, das lässt sich sicher nicht bestreiten. Aber der Mehrheit der jüngeren Menschen ist der Umweltschutz sehr wohl ein Anliegen.

Tatsache ist aber, dass Greta Thunberg weltweit ein Umdenken ausgelöst hat, dass alle Politiker der Erde in den letzten Jahren nicht annähernd geschafft haben. Und alleine schon deswegen ist sie meine Heldin!

2 Bonus-Tipps

Ganz wichtig, auch weil ich mich selber darauf noch viel öfter konzentrieren muss: stets sachlich bleiben und nicht emotional werden! Gerade Klimawandel-Leugner agieren gefühlt sehr oft unter der Gürtellinie und da fällt es (auch mir) nicht immer leicht, die Ruhe zu bewahren. Wenn am Ende aber aufgrund der Emotionen beide Gesprächspartner auf 180 sind, erreicht man damit nur eines – verhärtete Fronten. Und genau das sollten wir unbedingt vermeiden.

Aufeinander zugehen, nicht (ver)urteilen und ohne erhobenem Zeigefinger möglichst viele sachliche Argumente auf den Tisch bringen. Mit etwas Glück bringst du den ein oder die andere zum Nachdenken. Vielleicht nicht erkennbar im Gespräch selbst. Aber vielleicht später in einer schlaflosen Nacht.

Was machst du für den Klimaschutz? Denkst du vor dem Einkauf von Produkten über deren Nachhaltigkeit nach? Hast du deine Urlaubspläne in der letzten Zeit entsprechend verändert, um nachhaltiger zu reisen?

Klimawandel-Leugner scheuen nicht vor Totschlag-Argumenten zurück. Dieser Artikel unterstützt dich dabei, wie du in Zukunft auf diese Totschlag-Argumente souverän reagieren kannst.