Der hügelige Breitenberg ist neben der Thorhöhe einer der unbekannteren Gipfel am Wolfgangsee. Die Tour ist eine einfache Tour mit sehr hohem Anteil an Forststraßen, der Gipfel gleicht einem Grashügel mit schönem Blick über Teile des Wolfgangsees.

Ausgangspunkt

Wanderparkplatz beim ehemaligen Arboretum, Walderfahrungswelt (560 m)

Dauer hin/zurück

bis zum Gipfel (1260 m) 2h / 1h 30 min
Höhendifferenz 700 Hm

Charakteristik

Einfache Wanderung, auch für Kinder geeignet. Vorwiegend auf geschotterten Forststraßen und im Wald, im Gipfelbereich mit Almcharakter waldlos.

Anreise

Bundesland Salzburg, Wolfgangseebundesstraße (B158) über St. Gilgen, aus Richtung Salzburg kommend bei Gschwand beim Gasthof Gamsjaga rechts abbiegen, vorbei an Brunn und weiter der Zinkenbacherstraße folgen. Rechts befindet sich ein größerer Parkplatz (Tafel „Arboretum am Wolfgangsee“)

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Die Wanderung im Detail

Bis zur Zinkenbach/Höllerin Hütte

Die Tour beginnt am Parkplatz der Walderfahrungswelt an der Zinkenbacherstraße. Leider wird das Aboretum nicht mehr gepflegt. Was sehr schade ist, weil es eine einmalige Gelegenheit dargestellt hat, österreichische Baumarten an einer Stelle kennen zu lernen.

Du folgst einfach der Beschilderung zum Breitenberg bzw. gehst einfach flußaufwärts, immer dem Zinkenbach entlang. Der Fluß schlängelt sich wunderschön durch ein kleines Tal. Du machst hier noch praktisch keine Höhenmeter und kannst dich so in den ersten 20 Minuten so richtig schön warmlaufen. Danach kommst du an eine Weggabelung, an der der Breitenberg in Richtung rechts ausgeschildert ist. Geradeaus könntest du unter anderem zum Osterhorn oder zur Genneralm marschieren.

Nachdem du eine kleine Lichtung passiert hast, geht es endlich los mit „Höhenmeter machen“. Immer entlang einer geschotterten Forststraße, aber nun stetig bergan durch den Wald. Nach einer Weile kommen wir wieder an eine Lichtung und gehen kurz baumlos und der Sonne ausgesetzt bis zum nächsten Waldstück. Nach wie vor auf einer Schotterstraße. Daran solltest du dich gewöhnen, denn so geht es noch länger weiter.

Die Schotterstraße schlängelt sich weiter nach oben bis wir wieder auf ein kleineres Feld kommen, wo sich die private und nicht bewirtschaftete Hütte „Zinkenbach/Höllerin“ befindet. Die sehr gut erhaltene Hütte wurde 1832 erbaut, hat also schon um die 200 Jahre auf dem Buckel. Von hier hat man wirklich einen herrlichen Blick zurück auf den Sparber.

Zinkenbach Höllerin

Zinkenbach Höllerin

Diese Hütte erreichst du nach ca. einer Stunde und sie markiert damit auch in etwa die Mitte des Weges bis zum Gipfel des Breitenberges.

Bis zur Zinkenbacherhütte

Von hier geht es weiter abwechselnd im Halbschatten oder durch den schattigen Wald. Die Straße ist weiterhin geschottert, hin und wieder verziert durch einen grün bewachsenen Mittelstreifen. Schotterstraßen solltest du also wirklich nicht hassen, sonst wirst du hier nicht glücklich! An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich persönlich Schotterstraßen auch nicht mag.

Trotzdem empfinde ich diese auf den Breitenberg nicht so schlimm, weil die Landschaft rundherum sehr abwechslungsreich ist und so immer wieder gut vom Schotter unter den Füßen abzulenken vermag.

Nach ca. 15 bis 20 Minuten mündet unsere Straße in einer weitere Schotterstraße, welche von links aus dem Tal heraufkommt (siehe die beschriebene Variante am Ende dieses Beitrages). Nach weiteren 15 Minuten halten wir uns rechts (ausgeschildert) und kommen wieder auf eine Schotterstraße, der wir weiter nach oben folgen.

Wenn wir hier zurückblicken, genießen wir sehr schöne Blicke zum gegenüberliegenden Schafberg.

"Schottertraßen pflasterten seinen Weg!" - oder so ähnlich

„Schottertraßen pflasterten seinen Weg!“ – oder so ähnlich

Nachdem wir über eineinhalb Stunden immer nur der Schotterstraße gefolgt sind, erreichen wir die Zinkenbacherhütte auf 1164 m.

Diese Hütte war früher von Juni bis Oktober an den Wochenenden bewirtschaftet, wurde aber leider nach einem tragischen Krankheitsfall geschlossen. Nach aktuellem Stand (Ende April 2018) ist ungewiss, wann und ob diese Hütte wieder einmal geöffnet wird – ich habe während meiner Tour im April 2018 mit dem ehemaligen Hüttenwirt gesprochen.

Bis zum Gipfel des Breitenberges

Der Ausblick von der Zinkenbacherhütte ist wirklich sehr schön! Und auch wenn ich wie oben erwähnt absolut kein Fan von langen Schotterstraßen bin – dieser Ausblick entschädigt für vieles!

Blick von der Zinkenbacherhütte über den Wolfgangsee nach Strobl.

Blick von der Zinkenbacherhütte über den Wolfgangsee nach Strobl.

Der letzte Abschnitt zum Gipfel führt über einen grasbewachsenen Weg bis zum Gipfelkreuz, welches auf dem höchsten Punkt dieser „Graskuppe“ steht.

Der Ausblick über den Wolfgangsee sowie zu Schafberg, Rettenkogel oder Thorhöhe (um nur einige der Gipfel zu nennen) ist aber wirklich lohnenswert! Nach einer ausgiebigen Gipfelrast gehen wir wieder den gleichen Weg zurück.

Alternative Variante

Bei meinem ersten Besuch des Breitenberges bin ich nicht wissend nicht vom Parkplatz an der Walderfahrungswelt losmarschiert, sondern von einer Pferdekoppel etwa 100m davor. Nachdem ich ein Schild „Breitenberg“ am Straßenrand gesehen habe, habe ich eine Arbeiterin an der Koppel gefragt, ob ich hier parken dürfte und sie meinte: „Der Chef hat gesagt: wenn jemand nett fragt, dann darf er bei uns parken!“.

Und so bin ich dann direkt bei der Pferdekoppel gestartet. Die Schotterstraße stetig leicht bergauf durch den Wald bis man nach ca. einer Stunde an eine Abzweigung kommt, die nach rechts zur Königsbergalm führt (diese Schotterstraße ist auch ein offizieller Mountainbike Weg). Wir folgen natürlich dem Weg geradeaus zum Breitenberg. Kurz danach mündet von links ein Weg in unseren Weg – das ist der Weg, dem man hochkommt, wenn man beim Arboretum startet.

Aber eines soll an dieser Stelle erwähnt werden: Variante 1 ist viel abwechslungsreicher und der Vorzug zu geben, wenn man nicht gerade mit einem Mountainbike unterwegs ist.

Der hügelige Breitenberg ist einer der unbekannteren Gipfel am Wolfgangsee. Die Tour ist eine einfache Tour mit sehr hohem Anteil an Forststraßen.