Die Wanderung auf den Hohen Zinken und das Osterhorn, dem Namensgeber der Osterhorngruppe, ist ein relativ einfach zu gehender Wanderweg. Etwas Kondition erfordern die über 1000 Höhenmeter aber dennoch, vor allem der Aufstieg zum Hohen Zinken ab der Genneralm.

Von den beiden Gipfeln bzw. dem Gipfelgrat zwischen Hohem Zinken und Osterhorn genießt man einen schönen Ausblick über die viele Gipfel der Osterhorngruppe, zum Dachsteinmassiv samt Bischofsmütze, sowie über den Wolfgangsee. Den Rundumblick könnte man nahezu schon als gigantisch bezeichnen.

Tourdaten

Dauer Aufstieg / AbstiegHöhenmeter
bis zur Genneralm (1300 m) 1h / 45min470 hm
bis zum Hohen Zinken 2h 30min / 1h 30min980 hm
bis zum Osterhorn 3h / 2h1050 hm
Gesamt hin / zurück ca. 5h1160 hm

Ausgangspunkt der Wanderung

Hintersee, Parkplatz Lämmerbach (830 m)

Charakteristik

Leichte Wanderung, bis zur Genneralm größtenteils auf einer Schotterstraße im Halbschatten, weiter auf grobem Schotter über Leitnalm, dann Wald und Wiesenweg über Hohen Zinken zum Osterhorn.

Anreise zum Osterhorn / Hoher Zinken

Bundesland Salzburg, an der Wolfgangsee Bundesstraße (B158) Richtung Faistenau abbiegen, an Faistenau vorbei bis Hintersee, an der Kirche links vorbei bis zum Parkplatz am Ende der Straße

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Die Wanderung im Detail

Forststraße zur Genneralm

Vom Parkplatz Lämmerbach auf etwa 800 m Seehöhe führt eine Schotterstraße bis zur Genneralm. Nach etwa einer Stunde entlang dieser Forststraße gelangt man zur Genneralm.

Man kann diese Straße auch mit dem Auto hochfahren, nachdem man 7€ (Stand November 2020) am Schranken einwirft. Allzu gern gesehen sind die Autofahrer bei den Fußwanderern allerdings nicht, da die geparkten Autos im Almbereich das „Almgefühl“ an manchen Tagen doch auch sehr trüben können. Wer Pech hat, dem wird das Auto von den weidenden Kühen auch schon einmal auf die Hörner genommen. Parken im Almbereich also auf eigene Gefahr!

Über den Steig auf die Genneralm

Wir fahren natürlich nicht mit dem Auto hoch und starten zu Fuß entlang der Schotterstraße. Nach ca. 10 Minuten halten wir uns links und biegen in Richtung „Steig auf die Genneralm“ ab. Das Schild ist von der Straße aus recht gut erkennbar, befindet sich aber nicht direkt an der Straße. Also Augen offen halten, denn den gesamten Weg zur Genneralm will man nicht auf der Schotterstraße gehen.

Speziell nach Regen kann dieser Weg allerdings auch sehr matschig sein. Gutes Schuhwerk – keine „Turnpatscherl“ sind also auch deshalb empfehlenswert. Nachdem man kurz darauf eine Forststraße quert, kommt die in der Regel feuchteste Stelle. Es geht dort über ein Rinnsal etwas steinig nach oben. Kurz danach den Knick nach links nicht versäumen – also nicht hoch zur Schotterstraße gehen. Ab hier kann man bis zur Genneralm fast nichts mehr falsch machen.

Auf der Genneralm befinden sich einige Almhütten, die ein oder andere davon ist auch bewirtschaftet.

Zum Hohen Zinken

Rechts des Weges erhebt sich das Gennerhorn, an dessen Rückseite ein schmaler, teilweise steiniger Weg bis hoch zum Gennersattel führt, von wo man entweder auf das Gennerhorn oder das Gruberhorn gehen kann.

Zum Hohen Zinken und dem Osterhorn hältst du dich auf der Genneralm links und gehst über die Leitnalm auf einer grob geschotterten Straße weiter, welche auch für Mountainbiker freigegeben ist.

Blick zurück zur Leitnalm
Blick zurück zur Genneralm

Es geht dann ganz kurz etwas bergab, bevor man in leichten Serpentinen auf einem Weg durch den Wald zum Hohen Zinken aufsteigt. Vorsicht: nicht durch die Beschilderung des Mountainbike-Weges „Osterhorn“ irritieren lassen! Dieser führt weiter rechts bergab.

Der Weg zum Hohen Zinken bzw. zum Osterhorn führt an der Gabelung nach links durch den Wald nach oben. Bis auf kurze, etwas flachere Stücke ist der Weg ziemlich steil und erfordert auch einiges an Kondition. Bis auf Wurzeln und teilweise etwas steinigem Weg ist dieser aber nicht allzu schwierig.

Etwa ab der Hälfte dieses Weges gelangt man auf offenes Gelände und wandert über einen Wiesenhang bis zum Gipfelkreuz des Hohen Zinken. Der Blick vom Hohen Zinken hinunter zum Genneralm-Gebiet ist genial!

Am Gipfel des Hohen Zinken – Blick zum Gennerhorn

In der Umgebung des Gipfels kann man im Frühling auch zahllose Alpenblumen, wie das Echte Alpenglöckchen und verschiedene Enzianarten, bestaunen.

Weiter zum Osterhorn

Und wenn man dann den Namensgeber der Osterhorngruppe in greifbarer Nähe sieht, so wird man in der Regel gar keine andere Wahl haben, als weiterzugehen und auch dem Osterhorn einen Besuch abzustatten.

Rettenkogel und Rinnkogel

Der Weg dorthin ist sehr angenehm und gemütlich, der Ausblick zum Dachsteinmassiv, der markanten Bischofsmütze und in die übrigen Gipfel der Osterhorngruppe (wie z.B. Rettenkogel und Rinnkogel) einfach traumhaft. Bezogen auf den Gipfel des Hohen Zinken musst du hin- und zurück samt Rast auf dem Osterhorn zirka 1 Stunde zusätzlich einplanen.

Schneeschuhe

Grundsätzlich recht problemlos bis zum Gipfel möglich. Zu beiden. Allerdings ist der Hang hinauf zum Hohen Zinken ziemlich steil, demnach kann hier durchaus auch Lawinengefahr bestehen!