Zuletzt aktualisiert am 30. Oktober 2019 um 17:25

Die Wanderung auf die Drachenwand zählt zu den schönsten Touren am Mondsee. Man kann den Gipfel entweder von St. Lorenz auf der Seite des Mondsees oder von Fuschl aus erreichen. Die Variante ab Fuschl ist einfacher zu gehen und anstatt 810 Höhenmetern hast du nur 370 Höhenmeter bis zum Gipfel. Am Gipfel wirst du mit einer herrlichen Aussicht über den Mondsee zum Attersee sowie den Schafberg belohnt, die ihresgleichen sucht.

Ausgangspunkt

St. Lorenz, beim Gasthaus Drachenwand (486 m)  oder Fuschl am See, Parkplatz Eibenseeweg (690 m)

Dauer hin/zurück

Ausgangspunkt Mondsee
bis zum Gipfel 1h 45min / 1h 15min
Höhendifferenz 810 Hm

Ausgangspunkt Fuschl
bis zum Gipfel 1h / 45min
Höhendifferenz 370 Hm

Charakteristik

Ab Mondsee: steiler bis sehr steiler Waldweg, teilweise steinig. Nur für geübte Wanderer! Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich!

Ab Fuschl: die klar einfachere Variante zu Beginn der Wanderung, das letzte Viertel führt über die gleiche Route wie ab Mondsee. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit im Bereich des Gipfels sind unbedingt erforderlich!

Anreise

Ab Mondsee: Bundesland Salzburg, zwischen Mondsee und St. Gilgen, St. Lorenz zum Gasthaus Drachenwand
Ab Fuschl: B158 in Richtung St. Gilgen, direkt nach dem Ortsschild Fuschl geht es links in den Eibenseeweg (vor einem Geländer an der Straße), kleiner Parkplatz nach ca. 100m auf der rechten Seite.

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Die Wanderung im Detail

Variante 1 – ab Mondsee

Eines gleich vorweg – diese Wanderung ist nur für Geübte! Das steht auch auf den Wegweisern zum Wanderweg 12a und man muss diesen Hinweis wirklich ernst nehmen, um nicht sich und auch andere zu gefährden.

Die Wanderung beginnt beim Gasthof Drachenwand und führt zuerst über eine Forststraße zur Theklakapelle. Von der Theklakapelle an geht es weiter auf einem Waldweg, der sehr bald steinig und sehr steil wird. Man hat hier einige Steigleitern zu überwinden, der schmale Weg wird durch Drahtseile gesichert. Der Blick in die Schlucht auf der linken Seite wird immer tiefer – vor allem in diesem Bereich ist Schwindelfreiheit und auch Trittsicherheit absolut erforderlich. Auch nach dem mit Drahtseilen gesicherten Stück geht es bis zu „Hildes Rast“ recht steil und steinig weiter.

Der nächste Streckenabschnitt wird dann wieder etwas gemütlicher und geht fast eben einen Waldweg entlang. Hier ist aber insbesondere im Herbst, wenn viele Blätter auf dem Weg liegen, oder bei Feuchtigkeit besondere Vorsicht geboten. Es kann dann unangenehm rutschig werden.

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Gipfel in Sicht

Den Gipfel der Drachenwand kann man von hier schon sehr gut erkennen, bevor es heißt, wieder ein gutes Stück bergab in den Saugraben abzusteigen. Am tiefsten Punkt gelangt man zum Klausbach, der über einen kleinen Wasserfall von den umgebenden Felsen stürzt.

Man quert diesen Bach und es geht wieder teilweise recht steil bergauf. Der Weg ist aber recht angenehm zu gehen und man kommt dem Gipfel der Drachenwand rasch näher.

Drachenwand, kurz vor dem Sattel

Drachenwand, kurz vor dem Sattel

Kurz bevor man den Sattel erreicht, kann man von linker Seite den Weg erkennen, der aus Fuschl auf die Drachenwand führt (Beschreibung siehe weiter unten). Erst das letzte Stück zum Gipfelkreuz erfordert wieder etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Kurz vor dem Gipfel sollte man keinesfalls den Blick durch das Drachenloch versäumen.

Blick durch das Drachenloch

Blick durch das Drachenloch

Drachenwand, atemberaubender Blick über den Mondsee

Drachenwand, atemberaubender Blick über den Mondsee

Der Ausblick, der sich dann am Gipfel bietet, ist einfach traumhaft! Vor dem Wanderer breitet sich das Mondseer Seenland aus und man genießt einen wunderschönen Blick über den Mondsee bis zum Attersee, die umliegenden Gemeinden sowie zu vielen Berggipfeln, wie zum Beispiel den Schafberg.

Der Drachenwand Klettersteig

Seit im Jahr 2008 ein Klettersteig errichtet wurde, ist an manchen Tagen der Andrang auf dem Gipfel (leider) sehr groß geworden. Für Kletterfreunde zählt diese Tour sicher zu den schönsten Touren in der Gegend, Bergfreunde vermissen die „alten Zeiten“, als am Gipfel noch deutlich weniger los war. Ich zähle zur zweiten Kategorie, also zu den Wanderern. Aus diesem Grund bin ich selber den Klettersteig noch nie gegangen. Ich kenne aber viele Leute und die sind allesamt begeistert.

Detaillierte Infos zum Klettersteig kannst du auf einer eigenen Webseite zum Klettersteig finden. Neben der offiziellen Seite zum Klettersteig hat auch Bergzeit einen sehr schönen und informativen Artikel geschrieben: Der Drachenwand Klettersteig am Mondsee.

Variante 2 – ab Fuschl

Achtung: dieser beschriebene Weg ist kein offizieller Wanderweg, darf aber aufgrund der in Österreich gültigen Wegefreiheit begangen werden. Verhalte dich bitte auf diesem Weg besonders rücksichtsvoll (was eigentlich in der Natur ohnehin eine Selbstverständlichkeit darstellen sollte).

Wer sich viele Höhenmeter sparen will, der kann die Drachenwand auch von der anderen Seite bezwingen. Der Weg ist im ersten Abschnitt auch weniger anspruchsvoll und führt in den ersten 30-40 Minuten vom Parkplatz am Eibenseeweg über eine Schotterstraße zumeist relativ flach in Richtung Eibensee. Neben der Straße plätschert der Eibenseebach.

Nach ca. 40 Minuten macht die Forststraße eine Biegung nach rechts in Richtung Eibensee, nach links geht es in Richtung Drachenwand. Ein sehr gutes Erkennungsmerkmal ist eine alte Hütte, die von der Abzweigung aus gut erkennbar ist. Sie lehnt mehr oder weniger an einem Baum. Achtung: ab hier ist die Straße von 1. November bis maximal 31. Mai gesperrt!

Drachenwand, markanter Wegpunkt

Drachenwand, markanter Wegpunkt

An der Hütte vorbei halten wir uns kurz danach rechts. Der Weg links endet nach 100m in einer Sackgasse, einer Wildfütterungsstelle. Der Schotterstraße folgen wir für etwa 15 Minuten, bis sie einen lang gezogenen Bogen nach links macht und mehr oder weniger dann auch endet. Steinmänner markieren die Abzweigung in einen steilen Karrenweg nach rechts. Achtung: hin und wieder werden die Steinmänner entfernt. Aber der Karrenweg ist auch so gut zu erkennen.

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Am oberen Ende dieses kurz etwas steileren Stückes geht man am Sattel einen schönen Waldweg entlang, der nach ein paar Minuten in den von rechts aus Richtung Mondsee führenden Weges mündet.

Ab hier bis zum Gipfel wandert man dann am gleichen Weg wie aus Richtung Mondsee. Am Gipfelgrat sind dann Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich!

Die Drachenwand ist eine Wanderung nur für Geübte und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Oben wird man mit einer herrlichen Aussicht belohnt.