Zuletzt aktualisiert am 14. Mai 2020 um 18:44

Wenn die Einheimischen sagen, dass sie auf „de Bamstoana“ gehen, dann sind damit Kleiner Barmstein und Großer Barmstein gemeint. Zwei markante Felszacken bei Hallein, von deren Gipfeln man mit wunderschönen Blicken über das Salzburger Land und das Berchtesgadener Land belohnt wird.

Ein nicht sehr anstrengende, sehr wohl aber herausfordernde Wanderung mit seilgesicherten Passagen und Tiefblicken, die absolute Schwindelfreiheit und auch Trittsicherheit verlangt. Für beide Gipfel. Du wanderst abwechselnd in Deutschland und Österreich, denn der Gipfel des kleinen Barmsteines befindet sich bereits in Deutschland, der des großen Barmsteines in Österreich.

Ausgangspunkt der Wanderung

Parkplatz an der Dürrnbergstraße, gleich links nach der ersten langgezogenen Kehre, wenn man von Hallein in Richtung Dürrnberg fährt. Alternativ kann man auch bei Kaltenhausen starten.

Dauer

bis zum Kleinen Barmstein ca. 45 min.
auf den Gipfel Kleiner Barmstein (838 m) ca. 15 min.
bis zum Großen Barmstein ca. 10 min.
auf den Gipfel Großer Barmstein (851 m) ca. 20 min.
Gesamt (ohne Pausen) ca. 2 ½ bis 3 Stunden
Höhendifferenz 450 Hm

Charakteristik

Aus Sicht der Kondition eine eher einfache Tour, aufgrund der Ausgesetztheit und der mit Seil gesicherten Passagen auf die beiden Gipfel für Kinder nur sehr bedingt geeignet. Vorsicht bei Nässe! Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich!

Anreise zu Kleiner und Großer Barmstein

Bundesland Salzburg, Hallein in Richtung Dürrnberg, Parkplatz auf der linken Seite ca. 850 m nach der Abzweigung auf die Dürrnberg-Landesstraße.

Karte

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Die Wanderung im Detail

Bis Kleiner Barmstein

Wenn du vom Parkplatz, der sich auf der linken Seite der Straße befindet, startest, kommst du nach wenigen Metern weiter in Richtung Dürrnberg zum Kleinkirchentalweg. In diesen biegst du ein.

Hier gabelt sich der Weg nach rechts in Richtung Ruine Thürndl und geradeaus über eine recht steile Asphaltstraße hinauf zu den Barmsteinen über das Kleinkirchental. Grundsätzlich ist es egal, welchen der beiden Wege du wählst, denn am Ende kommst du über beide am Fuße des Kleinen Barmsteines an.

Wählst du die steile Asphaltstraße, gehst also geradeaus, kommst du oben angekommen kurz nach einer Kapelle auf eine weitere Weggabelung. Hier hältst du dich leicht rechts und folgst weiter der Asphaltstraße. Diese mündet dann in einen Wiesenweg, der dich über einen Grashügel in ca. einer halben Stunde bis zum ehemaligen Gasthof s’Bamstoana führt.

Der Weg ist immer bestens ausgeschildert, du kannst dich praktisch nicht vergehen.

Auf den Kleinen Barmstein

Du gelangst nun in den Wald, wo es schon nach kurzer Zeit rechts hinauf auf den kleinen Barmstein geht. Wenn du Kinder dabei hast, dann heißt es nun achtsam zu sein. Solltest du nicht schwindelfrei und trittsicher sein, dann solltest du auf keinen Fall auf den Gipfel gehen. Das gilt in ähnlicher Weise übrigens auch für den großen Barmstein, dazu weiter unten mehr.

Der Weg ist zwar sehr gut gesichert und Stufen und Geländer erleichtern den nur knapp 15 minütigen Aufstieg ungemein, aber für Übermut und Leichtsinn ist insbesondere an dieser Stelle kein Platz. Dafür wirst du bereits beim Aufstieg mit genialen Blicken unter anderem zum Untersberg belohnt.

Aufstieg Kleiner Barmstein - genialer Blick zum Untersberg

Aufstieg Kleiner Barmstein – genialer Blick zum Untersberg

Vom Gipfel bzw. bereits beim Aufstieg hast du einen sehr schönen Blick hinunter nach Hallein sowie hinüber zum großen Barmstein. Dieser wirkt vom kleinen Barmstein aus als nahezu unbezwingbar, wenn man kein Kletterer ist.

Blick zum großen Barmstein, Hallein

Blick zum großen Barmstein

Auf den großen Barmstein

Nachdem du den Kleinen Barmstein hinter dir gelassen hast, geht es weiter zum großen Barmstein. Keine Sorge, wenn du den kleinen problemlos geschafft hast, dann wirst du auch problemlos auf den großen Barmstein kommen!

Nach einem ca. 10 minütigen Abstieg gehst du in Richtung rechts durch den Wald. Du gehst nun mehr oder weniger auf die andere Seite des großen Barmsteines, welche du nach schon 10 Minuten erreichst. Von dieser Seite ist er dann unerwartet einfach zu bewältigen. Einer kurzen, mit einem Stahlseil gesicherten Passage, folgt ein Waldweg über viele Wurzeln.

Nicht wirklich schwierig, aber vor allem bei Nässe ist hier Vorsicht geboten, weil die Wurzeln sehr rutschig werden können. An manchen Stellen kann ausrutschen hier fatal enden, teilweise geht man relativ nahe am steilen Abgrund. Aber keine Sorge: in Bezug auf Schwindelfreiheit empfinde zumindest ich den kleinen Barmstein eher als schwieriger.

Großer Barmstein - Blick zum Dachstein

Großer Barmstein – Blick zum Dachstein

In nicht einmal 15 Minuten erreichst du dann schon auch das Gipfelkreuz, welches du für den perfekten Ausblick links von dir liegen lässt und weiter bis an die Kante des großen Barmsteines gehst. An dieser Stelle sollte ich nicht extra erwähnen müssen, dass es hier gilt, achtsam zu sein. Du kennst ja den Blick vom kleinen Barmstein aus und weißt, wie steil der große Bruder an dieser Stelle abfällt.

Die Aussicht auf Hallein, hinüber zum kleinen Barmstein, über die Salzach und bis zum großen Dachstein ist einfach nur herrlich!

Zurück kannst du entweder den gleich Weg gehen, oder über die Ruine. Der Weg gabelt sich dabei beim (ehemaligen) Gasthaus s’Bamstoana.

Wenn die Einheimischen sagen, dass sie auf "de Bamstoana" gehen, dann sind damit Kleiner Barmstein und Großer Barmstein gemeint.