Zuletzt aktualisiert am 26. März 2023 um 8:40

Wie? Schon wieder ein Rezept-Buch für vegane Speisen? Die poppen in der letzten Zeit doch auf, wie Sand am Meer!

Ja, das mag schon seine Richtigkeit haben. Aber „Alles vom Gemüse“ von Sophie Gordon ist anders. Hier geht es nicht nur um genussvolle Rezepte ohne tierische Produkte, sondern um die möglichst ganzheitliche Verwertung von Gemüse.

Transparenzhinweis: Das Buch „Alles vom Gemüse“ von Sophie Gordon aus dem Ars Vivendi Verlag wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Das beeinflusst selbstverständlich nicht meine Rezension und es wurden mir auch keinerlei Vorgaben zum Inhalt gemacht.

Die Idee hinter dem Buch

In der Regel ist es so: du holst dir Karotten aus deinem Gewächshaus (oder kaufst welche im Laden), schneidest das Grün ab und verwendest nur die Karotte selbst. Oder schneidest vom Brokkoli den Strunk weg und wirfst diesen in den Müll / Kompost.

Nicht mit Sophie! Ihre Rezepte sind darauf ausgelegt, möglichst alles vom Gemüse zu verwenden – der Titel des Buches ist Programm! Also auch das Karottengrün oder die Strünke vom Brokkoli finden hier ihre Verwendung.

Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

Die Lebensmittelverschwendung ist eines unserer größten Probleme, wenn wir an Nachhaltigkeit denken. Weltweit landet jährlich ca. ein Drittel aller Lebensmittel im Müll. Unglaubliche 1,3 Milliarden Tonnen! Eine wirklich unvorstellbar große Zahl.

Während weltweit Millionen Menschen an Hunger leiden, wirft der wohlhabendere Teil unserer Welt das Essen einfach achtlos in den Müll. Diese Verschwendung von Lebensmitteln hat auch Auswirkungen auf die Umwelt, da bei der Herstellung und Entsorgung von Lebensmitteln große Mengen an Ressourcen wie Wasser, Energie und Land (Abholzung von Regenwäldern) benötigt werden.

Gerade deshalb finde ich es super, wenn man ganz bewusst Rezepte kreiert, die so viel als möglich von unseren Lebensmitteln verwerten.

Saisonal vor regional

Saisonal vor regional ist einer der Leitsprüche, wenn es darum geht, auf den CO₂ Abdruck der Nahrung zu achten.

Bei Regional geht es darum, Transportwege möglichst kurzzuhalten. Aber was hilft der kurze Transportweg, wenn die Tomaten aus dem eigenen Land im Winter aus dem beheizten Gewächshaus kommen?

Saisonal ist das, was man anstreben sollte! Und genau darauf wird in diesem Buch auch ganz besonders Rücksicht genommen, indem es die Rezepte nach Jahreszeiten einteilt. Nicht nach den bekannten 4 Jahreszeiten, sondern sogar nach 6 Jahreszeiten! Denn für frische Produkte existieren auch Übergangszeiten wie der Frühsommer.

So hilft dir das Buch auch dabei, möglichst saisonal zu kochen.

Die Rezepte

Wer nun meint, dass das ein Buch für Resteverwertung ist, in der zumindest so manche Rezepte zwar gut fürs Klima sein mögen, aber von gut schmecken weit entfernt sind, der oder die irrt ganz gewaltig.

Bild eines Nudelsalates aus dem Buch "Alles vom Gemüse"
Nudelsalat

Ich habe jetzt natürlich nicht alle 130 Gerichte nachgekocht, aber alleine schon die Bilder erwecken das Gefühl, hier ungemein viele Gerichte zu finden, die Lust auf mehr machen. Lust auf mehr Gemüse. Lust auf alles vom Gemüse.

Das Buch ist für mich vor allem ein Ideenpool, was man aus Gemüse alles zaubern kann, denn ich muss zugeben, dass ich sonst beim Kochen nicht gerade vor Ideen strotze und zumeist die gleichen Gerichte wieder und wieder koche. Und wenn man dann zusätzlich auch noch vieles vom Gemüse verwendet, was sonst im Müll landen würde, gefällt mir das noch sehr viel besser!

Fazit

Wenn du dich möglichst nachhaltig ernähren, aber vor allem auch möglichst alles von deinem Gemüse verwerten willst, kann ich dir dieses Buch nur ans Herz legen. Es ist ein sehr guter Ideengeber und zusätzlich ein weiterer Puzzle-Stein im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung und die Klimakrise.

Letzte Aktualisierung 21.04.2024 / Affiliate Links / Bilder Amazon Product Advertising API

Du findest das Buch natürlich bei Amazon, aber besser wäre, wenn du es direkt beim Verlag Ars Vivendi bestellen würdest. Ich halte es immer für besser, kleine Verlage zu unterstützen, anstatt Riesen zu füttern.