Zuletzt aktualisiert am 5. Dezember 2020 um 12:43

Die Großglockner Hochalpenstraße in Österreich zählt zu den beeindruckendsten Alpenstraßen der Welt. Die mautpflichtige Panoramastraße führt an den Fuß des höchsten Berges Österreichs, den Großglockner (3.798 m).

Die Straße zählt zu den meistbesuchten Touristenattraktionen Österreichs und ist im Sommer teilweise dementsprechend überlaufen. Oder sollte man besser sagen „überfahren“? Auch so mancher Radfahrer sieht die Überwindung der Großglockner Hochalpenstraße als das höchste Ziel an und so trifft man auch auf sehr viele, die in die Pedale treten.

Charakteristik

Serpentinenreiche Alpenstraße, geöffnet Anfang Mai bis Anfang November, je nach Schneelage. Achtung: in der Nacht ist die Straße für den normalen Verkehr generell gesperrt!

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Die Großglockner Hochalpenstraße im Detail

Touristisches Highlight

Die Großglockner Hochalpenstraße zählt neben dem Schloss Schönbrunn in Wien zu den meistbesuchten Touristenattraktionen Österreichs. Mehr als eine Million Besucher jährlich genießen die herrliche Aussicht entlang der Panoramastraße zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner (3.798 m), sowie dem längsten Gletscher der Ostalpen, der Pasterze.

Wo beginnt die Mautstraße?

Die Panoramastraße startet in Fusch an der Glocknerstraße auf Salzburger Seite bzw. in Heiligenblut auf Kärntner Seite.

Auf der Salzburger Seite erreichst du die Mautstation über Tauernautobahn, Abfahrt Bischofshofen / Zell am See, dann weiter über die B311 Richtung Zell am See. Dort den Schildern der Großglockner Hochalpenstraße folgen. Damit gelangst du mühelos zur Kassenstelle Ferleiten.

Wie hoch ist die Mautgebühr?

Auch wenn auf den ersten Blick die Mautgebühr etwas hoch erscheint (Saison 2020, Tageskarte 37€ pro PKW), so wird man im Laufe der etwa 50 km langen Straße den Preis immer mehr als angemessen empfinden. Zumal es entlang der Strecke neben der beeindruckenden Natur auch einige Ausstellungen zu sehen gibt, zu denen der Eintritt im Rahmen der Maut frei ist. Und in der Regel wird man auch das ein oder andere Murmeltier aus nächster Nähe betrachten können.

Nach dem bezahlen der Mautgebühr erhält man einen Übersichtsplan über die Streckenführung bzw. die Sehenswürdigkeiten entlang der Großglockner Hochalpenstraße. Hier findet man auch Infos zu den gebotenen Ausstellungen, wie z.B. das „Museum Alpine Naturschau“, welches über die Tier und Pflanzenwelt im Nationalpark Hohe Tauern informiert.

Aktuelle Preise findest du auf der offiziellen Seite der Großglockner Hochalpenstraße bzw. im Online Ticketing Shop.

Museum "Alpine Naturschau" an der Großglockner Hochalpenstraße
Museum „Alpine Naturschau“

Edelweißspitze

Wer den höchsten Punkt der Alpenstraße nicht versäumen möchte, der sollte einen Abstecher zur Edelweißspitze (2.571 m) machen, von wo man einen sehr schönen Panoramablick auf über 30 Dreitausender genießen kann, darunter natürlich den Großglockner.

Großglockner und Fuscherkarkopf von der Edelweißspitze aus, an der Großglockner Hochalpenstraße
Großglockner und Fuscherkarkopf von der Edelweißspitze aus (die in Nebel gehüllten Gipfel links)

Besucherzentrum und Pasterze

Vorbei am Fuscher Törl und dem Hochtor geht es dann auf Kärntner Seite wieder etwas bergab, bevor es in Richtung Kaiser-Franz-Josefs-Höhe für 8 Kilometer wieder nach oben geht. Hier steht man dann direkt vor dem Großglockner sowie der Pasterze.

Die Pasterze ist mit ca. 8 km Länge der größte Gletscher Österreichs. Wie sehr viele Gletscherzungen zieht sich auch die Pasterze immer mehr zurück, was an den Schuttablagerungen sehr gut erkennbar ist. Die Pasterze verlor zwischen 2011 und 2012 fast 100 Meter und sie schrumpft jährlich weiter.

Wenn du den aktuellen Zustand (auch anderer Gletscher) gern nachlesen möchtest, kannst du das im Gletscherbericht des Alpenvereins tun.

Großglockner und Pasterze, Franz-Josefs-Höhe, an der Großglockner-Hochalpenstraße
Großglockner und Pasterze, Franz-Josefs-Höhe

Im Besucherzentrum, welches 4 Stockwerke hoch ist, erfährt man alles Mögliche zum Thema Berg, sehr sehenswert ist vor allem auch ein etwa 10 minütiger Film mit Impressionen rund um den höchsten Berg Österreichs und dessen Umgebung.

Hinunter nach Heiligenblut

Am anderen Ende der Mautstraße auf Kärntner Seite befindet sich Heiligenblut, ca. 12 km und 20 Minuten von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe entfernt. Heiligenblut ist vor allem wegen der sich dort befindlichen Wallfahrtskirche bekannt. Die Kirche mit dem Großglockner im Hintergrund zählt wohl zu den am meisten in die Landschaft gestanzten Rechtecke der Welt.

Heiligenblut auf der Kärntner Seite
Heiligenblut auf der Kärntner Seite der Großglockner Hochalpenstraße

Hinweis: mit der Maut-Tageskarte kann man problemlos die Mautstraße verlassen und dann am selben Tag wieder hineinfahren, ohne erneut bezahlen zu müssen.

Nimm‘ dir auf jeden Fall Zeit und brettere nicht einfach über den Berg. Es gibt entlang der Strecke zahllose Parkplätze, die du durchaus auch nützen solltest. Vor allem Fotografie-Enthusiasten kommen auf der Großglockner Hochalpenstraße voll auf ihre Rechnung!

Tipp: es gibt auch einen Multimedia-Guide in Form einer Smartphone App. Mit Hilfe dieser App erfährst du spannende Fakten zur Großglockner Hochalpenstraße sowie zu den Besonderheiten der Natur entlang der Erlebnisstraße.