Zuletzt aktualisiert am 5. Oktober 2019 um 11:36

Das Castlecamp 2018 war wieder einfach nur genial – so viel gleich vorne weg. Also jeder der nicht dabei sein wollte oder konnte, hat wirklich etwas versäumt!

Was du dort versäumt hast, wird dir dieser Artikel zeigen. Und bevor du am Ende dann allzu traurig sein solltest: als Trost kann ich dir sagen, dass der Termin für 2019 bereits steht (6. bis 8. September) und Rainer Edlinger, der Organisator, am Ende der Veranstaltung bekräftigt hat, dass er auch 2019 gerne wieder das Castlecamp organisieren wird.

Die Teilnehmer

Die Anzahl der Teilnehmer hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert. Etwas mehr als 100 Teilnehmer haben am Samstag, dem „Haupttag“ des Castlecamps, aufgeschlagen. Laut Rainer waren darunter nahezu 50% zum 1. Mal beim Castlecamp. Einerseits gut, wenn sich neue Leute für die Veranstaltung begeistern können, andererseits natürlich auch schade, dass in diesem Jahr viele der „alten Hasen“ nicht kommen konnten.

Freitag Abend – gemeinsames Essen

Am Freitag, der traditionsgemäß mit einem gemeinsamen Abendessen beginnt, waren wir um die 40-50 Leute. Ich bin da immer sehr gerne dabei, denn wenn man schon öfter auf einem Barcamp gewesen ist, freut man sich schon sehr, bekannte Gesichter wieder zu sehen und genügend Zeit zum plaudern zu haben. Und man lernt dabei schon im Vorfeld auch den ein oder die andere neue Teilnehmerin kennen.

Für das nächste Jahr gibt es deshalb Pläne, für den Freitag eine Art „Kennen-Lern-Programm“ zu organisieren. Je nach Wetter könnte das zum Beispiel ein Ausflug zum Kitzsteinhorn sein. Damit könnte man erreichen, dass sich noch mehr Leute miteinander austauschen können, bevor es am Samstag in die Sessions geht.

Die Session Planung

Wie bei einem Barcamp üblich ist vor Beginn der Sessions (beim Castlecamp immer am Samstag ab 9:00 bei einem gemeinsamen Frühstück) jeder dazu aufgerufen, Vorschläge für eine Session zu machen.

Solltest du nicht wissen, was ein Barcamp ist – das nachfolgende Erklärvideo von Tourismuszukunft erklärt dir das sehr anschaulich.

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Insbesonders Neulinge sind gefragt, Vorschläge für eine Session einzubringen. Solltest du dich davor scheuen, dann sei dir an dieser Stelle gesagt: es tut wirklich nicht weh und du kannst selber auch sehr viel dabei lernen!

Einen sehr guten Artikel zum Abhalten von Sessions bei einem Barcamp findest du bei Kristine Honig: Barcamp: wie halte ich eine Session? Dieser Artikel wird dir deine Zweifel beim nächsten Mal nehmen – garantiert! Du hast nichts zu verlieren – du kannst nur gewinnen!

Im letzten Jahr war ich einer der Neulinge und habe eine Session gehalten. Und auch wenn ich mich nicht 100% wohl dabei gefühlt habe, war es eine sehr wichtige Erfahrung. Einmal und nie wieder? Natürlich nicht! Auch in diesem Jahr habe ich wieder eine Session gehalten (Thema Overtourism – dazu in einem eigenen Artikel mehr) und es lief schon sehr viel besser.

Ob eine Session angenommen wird und im Falle des Castlecamps in welchem der 2 Räume diese aufgrund der Anzahl der interessierten Teilnehmer abgehalten wird, wird dann per Handzeichen abgestimmt.

Castlecamp 2018 - Session Planung

Castlecamp 2018 – Session Planung

Castlecamp Sessions - Tag 1, (c) Helge Fahrnberger

Castlecamp Sessions – Tag 1, (c) Helge Fahrnberger

Kurzer Einblick in die Sessions vom Samstag

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Manchmal hätte ich mich gerne zweigeteilt, da ich an beiden parallel verlaufenden Sessions gerne teilgenommen hätte.

In diesem Zusammenhang war mir übrigens der Ausdruck „Teilgeber“ neu, den Monika Meurer immer wieder einmal verwendet hat. Finde ich aber sehr cool, weil er im Gegensatz zum Teilnehmer betont, dass jeder, der eine Sessions besucht, im Rahmen seiner Teilnahme auch etwas geben soll.

Pimp my channel – YouTube Optimierung für mehr organischen Traffic

Da Instagram so gar nicht mein Kanal ist, ist mir hier die Entscheidung für diese Session ausnahmsweise leicht gefallen.

Alex Hohenthaner hat uns dabei gezeigt, worauf man bei YouTube Videos achten soll, um mehr Views für die Videos zu erreichen. So soll man zum Beispiel im Titel, in der Beschreibung und in den Tags zum Video das „Haupt-Keyword“ unterbringen. Untertitel sind ebenfalls ein sehr gutes Mittel, um das Video im Google Ranking besser zu platzieren.

Das Thumbnail des Videos sollte man ebenfalls mit Bedacht wählen, denn dieses soll ja dazu animieren, das Video überhaupt anzusehen bzw. in der Vorschau anzuklicken. Gesichter sind dabei immer gut, weil der Mensch auf Gesichter mehr anspricht als auf alles andere und deshalb solche Videos eher anklickt.

Auch sehr wichtig: Analytics der Videos ansehen. Das kann sehr wichtige Hinweise darauf geben, um die Watch Time (also wie lange der Benutzer das Video ansieht, bevor er abspringt) zu erhöhen. Die Watch Time ist sehr wichtig, um im Ranking nach vorne zu kommen und schlißelich willst du ja auch, dass man dein Video möglichst bis zum Ende ansieht. Countdowns wie zum Beispiel die 10 besten Strände auf Kreta halten die Zuschauer besonders lange.

Extra-Tipp: zusätzlich eine englische Übersetzung anbieten, auch wenn die Webseite selbst nur in Deutsch verfügbar sein sollte. Hauptziel ist ja, dass das Video möglichst gut sichtbar wird.

Zur Arbeitserleichterung hat uns Alex das kostenlose Chrome PlugIn VidIQ vorgestellt. Sehr cooles PlugIn welches ich definitiv testen werde.

Alex und SEO

In dieser von Bernhard Höfling moderierten Session wurde diskutiert, ob man für den Einsatz von Alexa SEO betreiben sollte. Praxisbeispiel: „Alexa, was ist das günstigste Hotel in Kaprun?“. Kurz zusammengefasst war das Resüme: nein, es macht eher wenig Sinn, speziell für Alexa zu optimieren. Viel mehr sollte man darauf achten, in den Suchergebnissen der Suchmaschinen möglichst weit vorne aufzutauchen und auch auf strukturierte Daten zu setzen. Zur Restaurant- und Hotelsuche selbst setzt Amazon auf Yelp und nicht auf Google.

Einen interessanten Artikel zu diesem Thema habe ich beim Schreiben dieses Rückblicks gefunden (er bezieht sich allerdings auf Produkte, die man bei Amazon bestellen kann): The Complete Guide To Alexa SEO.

Kartografie im Tourismus

Eine sehr interessante Session zur Einbindung von Karten in eine Webseite oder App hat Helge Fahrnberger gehalten. Kernaussage für mich: Open Street Map ist die Karte der Wahl. Man kann die Darstellung sehr gut an eigene Bedürfnisse anpassen und man kann die Karten problemlos auch kommerziell einsetzen, solange man die Daten nicht mit eigenen Datenquellen verknüpft und einen entsprechenden Copyright Hinweis anbringt. Die Open Street Map ist unter anderem auch Quelle für zahlreiche Applikationen, die Karten einsetzen, wie zum Beispiel Outdooractive oder Bikemap.

Und schon wieder etwas, was ich mir für meinen Blog unbedingt ansehen muss!

Bessere Fotos für alle – Schwarz/Weiß

Musste Achim Meurer im letzten Jahr eine Session zum Fotografieren bei Schlechtwetter abhalten, hat dieses Mal das herrliche Wetter dazu eingeladen, Fotos ohne Regen zu machen.

Achim Meurer - Bessere Fotos für alle

Achim Meurer – Bessere Fotos für alle

„Näher ran!“ war der erste Tipp. Den Fokus hat Achim in seiner Praxis-Session nach weiteren, allgemeinen Tipps dann auf Schwarz-Weiß gesetzt.

Und zwar in dem Zusammenhang, dass man sich ein Motiv bewusst auch in Schwarz/Weiß ansehen soll, um Strukturen und Kontraste sowie Licht und Schatten in einem Motiv besser zu erkennen und bewusster wahrzunehmen. Dabei hat uns Achim mehrere kleine Aufgaben gestellt und die Ergebnisse eines jeden einzelnen dann angesehen und kommentiert. Das war wirklich spitze!

Parallel wäre hier eine Session zur Zusammenarbeit mit Reisebloggern im Rahmen einer Gruppen-Bloggerreise zur Auswahl gestanden. Ein für mich auch sehr interessantes Thema, aber nicht nur aufgrund des herrlichen Wetters und der „Draußen-Session“ habe ich mich am Ende doch für Achim entschieden.

Overtourism – offene Diskussion

Das war dann meine Session. Eine etwas ausführlichere Zusammenfassung dazu wird es demnächst in einem eigenen Artikel geben. Spoiler: ich fand die Diskussion äußerst interessant, das Feedback zur Diskussion war am Ende dann auch erfreulich gut.

Das Wetter war zu schön

Das Wetter war danach einfach zu schön und ich war dann zugegebenermaßen doch auch irgendwie ziemlich platt. So bin ich dann während der Session von Beate Mader (sorry dafür) zum Thema Facebook Gruppen – das unterschätzte Potential nach draußen in den Burghof gegangen, um  mit anderen „Sonnenanbetern“ sehr nette Gespräche zu führen.

Samstag Abend – gemeinsames Essen

Auch am Samstag Abend trifft man sich zu einem gemeinsamen Abendessen, um den Tag in einem angenehmen Rahmen ausklingen zu lassen.

Es war wieder sehr unterhaltsam (Flammkuchen-Sharing mit Anja, Thomas und Gerhard, Ha-Jo und Alex als akzeptierte Nicht-Flammkuchen-Sharer) und so ist es mir dann gegen Mitternacht direkt schwer gefallen, in Richtung Unterkunft aufzubrechen. Aber man will schließlich zu den Vormittags-Sessions am Sonntag nicht komplett platt aufschlagen.

Die Sessions am Sonntag

Auch am Sonntag ist man zumindest am Vormittag noch fleißig, auch wenn sich die Anzahl der Teilnehmer wie im letzten Jahr schon ziemlich dezimiert hat.

Almcamp

Hier hätte parallel dazu eine Session von Hans-Jörg Keiler stattgefunden: Was funktioniert bei euch im Marketing? Eigentlich hatte ich mich schon dafür entscheiden, hing dann aber emotional doch viel zu sehr am Almcamp und wollte unbedingt mit dabei sein, wenn es um ein mögliches, weiteres Almcamp geht.

Das geniale Almcamp 2018 mit (leider?) am Ende nur 11 Teilnehmern (eine Zusammenfassung findest du unter Das Almcamp auf dem Maltaberg ist Geschichte) bzw. dessen Fortsetzung war Thema dieser Session. Auch wenn die Enttäuschung zu Beginn des Almcamps 2018 aufgrund der vielen, sehr kurzfristigen Absagen recht hoch gewesen ist – am Ende waren sich alle Teilnehmer einig, dass es einfach nur spitze war.

Die geringe Teilnehmeranzahl hat nämlich dazu geführt, dass man sich wirklich sehr gut kennengelernt hat und so die Qualität des gemeinsamen Austausches ungemein hoch gewesen ist.

Almcamp 2018 auf dem Maltaberg

Almcamp 2018 auf dem Maltaberg

Rainer hat das einfach keine Ruhe gelassen und hat sich Gedanken gemacht, wie man ein solches Format organisatorisch leicht abgewandelt fortsetzen könnte.

So hat er sich bereits nach möglichen Unterkünften an der Großglockner Hochalpenstraße umgesehen. Es wird also mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch 2019 wieder ein Almcamp geben. Mich würde das auf jeden Fall sehr freuen!

Videos günstig produzieren

Eine wirklich hervorragende Session von Alex Hohenthaner, der uns zuerst Grundlagen zur Gestaltung von Videos zeigt.

Bildaufbau und Komposition – wie bringt man Spannung in die eigenen Videos? Wie hält man den Zuschauer gefangen und vermeidet einen frühzeitigen Absprung? Vordergrund macht Bild gesund, Raum für Blicke geben, zuerst Überblick der Szene und dann Close-Ups und unzählige Tipps mehr.

In weiterer Folge ist Alex dann näher auf das dafür notwendige Equipment eingegangen. Beim Equipment hat er sich dabei auf durchaus leistbares Equipment im unteren bis mittleren Preissegment konzentriert. Hier hat sich in den letzten Jahren ungemein viel getan. Vor ein paar Jahren noch Profis vorbehaltene Ausrüstung ist nun auch für Hobby-Filmer verfügbar.

Blöd: ich muss mich nun wirklich am Riemen reißen, um mir nicht noch weiteres Equipment zuzulegen. Eigentlich habe ich schon genug herumliegen und habe mich mit so manchem Teil bisher noch viel zu wenig beschäftigt.

Instawalk durch die Burg

Ein echtes Highlight vor dem Mittagessen war die Führung durch die Burg Kaprun. Die Begeisterung mit der uns Misha Hollaus durch die Burg geführt und mit Hintergrundinfos versorgt hat, war klasse! Man hat einfach gespürt, da lebt jemand mit diesem Projekt.

Projekt deshalb, weil die Burg im Jahr 1984 von 18 privaten Investoren um 1 Mio Schilling (70.000€) – damals noch eine Ruine – gekauft und in jahrelanger, liebevoller Kleinarbeit restauriert und wieder aufgebaut worden ist. Insgesamt 5 Mio € hat man mittlerweile investiert!

An der Burg wird weiterhin gearbeitet, so hat man kürzlich ein Tor ausgegraben und sucht nach Gründen, warum dieser Eingang um einiges tiefer als der Burghof liegt. Bauarbeiten an einem der Türme sind ebenfalls in Planung und so werden wir im nächsten Jahr höchstwahrscheinlich schon den Turm bis nach ganz oben begehen können.

Verpflegung

Apropos Mittagessen: dank Sponsoren musste beim Castlecamp auch niemand verhungern! So war durchgehend für Kaffee, Getränke und Snacks gesorgt und mittags gab es jeweils ein großes Buffet, dass seinesgleichen sucht!

Abnehmen wollen und zum Castlecamp fahren? Schwierig, schwierig, ...

Abnehmen wollen und zum Castlecamp fahren? Schwierig, schwierig, …

Der Abschluss

Ehrung Günter Exel

Günter wurde von Rainer für seine wiederholte Twitter Live Berichterstattung geehrt. Günter macht das einfach unglaublich gut.

Mr. Twitter bekommt kleines Präsent

Mr. Twitter bekommt kleines Präsent

Wie gut? Davon kannst du dich anhand folgender Links zu den 2 Tagen gerne selbst überzeugen: Tag 1Tag 2. Dort kannst du dir auch Infos zu jenen Sessions holen, bei denen ich nicht dabeigewesen bin.

Feedbackrunde

Das Feedback ist durch die Bank sehr gut ausgefallen. Wünsche und Ideen hat es in Bezug auf die Integration und Begleitung von Neulingen gegeben, auch das Thema Nachhaltigkeit (Becher und Plastikflaschen vermeiden) wurde angesprochen. Wie wäre es denn mit einer Castlecamp Tasse, die jeder beim Einchecken kaufen kann und dann während der Veranstaltung statt der Kaffeebecher nützt?

Am Ende gab es für Rainer den völlig verdienten und gewohnt langen Applaus!

Weitere Artikel zum Castlecamp 2018

Castlecamp 2019 – ich freue mich auf dich!

Ausführlicher Rückblick zum Castlecamp 2018 in der Burg Kaprun. Es war wieder einfach nur genial! Spannende Sessions und interessante Leute. #cczk18