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Drohnen werden technisch immer ausgereifter und preislich immer erschwinglicher und so wird auch das Fotografieren mit Drohnen immer mehr zum Thema. So verwundert es nicht, dass immer mehr Leute bereits eine Drohne ihr eigen nennen oder denen eine unter den Weihnachtsbaum gelegt wurde. Oder sich selber eine drunter gelegt haben ;-).

Und wer noch keine Drohne hat, denkt eventuell immer öfter drüber nach, sich eine solche zu besorgen. So auch ich. Höchste Zeit sich näher mit dem Thema zu beschäftigen.

Warum eine Drohne?

Bevor man bei einem Schnäppchen zuschlägt, sollte man sich nähere Gedanken darüber machen, wofür man eine Drohne haben will. Einfach nur um Spaß zu haben? Also nur, um damit zu fliegen, vergleichbar mit Modellfliegen? Oder um Foto- und oder Videoaufnahmen zu machen?

Die Modelle unterscheiden sich immens. Wer nur eine „Spaßdrohne“ ohne Kamera sein Eigen nennen will, muss sich weniger Gedanken machen, als jemand, der mit seiner Drohne auch Fotos schießen will. In zweiterem Fall sind nämlich auch einige rechtliche Dinge zu beachten – dazu später mehr.

„Spaßdrohnen“

Hierzu zähle ich die sehr kleinen Modelle, mit denen man einfach nur in den eigenen vier Wänden seine Runden drehen will.

Minidrohne - einfach nur Spaß haben

Minidrohne – einfach nur Spaß haben

So eine Drohne ist wirklich sehr klein, jene im Bild ist gerade einmal 4×4 cm groß. Mit dieser kann man auch wenig Schaden anrichten, die Propeller stoppen auch sofort bei einem Hindernis. Ins Auge will man sie nicht bekommen, aber ansonsten kann mit solchen Modellen wirklich nicht viel passieren.

Es bedarf ein wenig Übung, sie kontrolliert zu fliegen, aber nach ein paar Ladezyklen (Flugzeit meines Modells ca. 10-12 Minuten) kann man durchaus Loopings drehen und manche Hindernisse gekonnt umfliegen. Kann sehr entspannend sein und macht auch ungemein viel Spaß. Im Bild ist eine Minidrohne in der Art von Revell Control 23971 Werbung zu sehen. Das exakt gleiche Modell steht mittlerweile nicht mehr zur Verfügung.

Fotografieren mit Drohnen

Jetzt wird es aber ernst. Wer mit Drohnen fotografieren will, hat schon ganz andere Anforderungen an eine Drohne. Solche Drohnen sind viel größer und schwerer, denn schließlich müssen sie auch eine Kamera tragen können.

Und genau so eine würde ich sehr gerne haben wollen. Und ja, ich war schon öfter nahe dran, mich einfach „glücklich zu click-en“.

Dabei hatte ich die letzten Tage zwei Modelle in meiner näheren Auswahl. Das ist zum einen ein DJI Phantom 3 Standard Werbung und zum anderen ein Parrot Bebop 2 Werbung. Beide bewegen sich in einer Preislage um etwa 500€ (Stand Anfang 2017).  Mein persönlicher Favorit ist die DJI Phantom 3 Standard Werbung.

Von der technischen Ausstattung der Kameras wären wohl beide ausreichend (12 bzw. 14 Megapixel), aber die DJI Phantom 3 Standard Werbung hat einen sehr großen Vorteil: sie besitzt ein 3 Achsen Gimbal. Das heißt, dass die Kamera alle Bewegungen der Drohne selbst ausgleicht. Will heißen: wenn man eine Kurve fliegt oder die Drohne Seitenwind ausgleichen muss, so bleibt die Kamera stets perfekt in waagrechter Ausrichtung. Ein sehr  großer Vorteil, wenn man Fotos schießen will. Das kann die Parrot nicht, denn dort ist die Kamera fix mit dem Rumpf verbunden.

Und warum habe ich noch nicht geklickt, wenn es doch so sehr in den Fingern juckt?

Das liegt an den für mich nach wie vor etwas unklaren, rechtlichen Rahmenbedingungen.

Rechtliches: Fotografieren

So manches ist klar. Dabei geht es um Dinge, die jeder Fotograf zu beachten hat. Man darf keine Personen ohne deren Einverständnis fotografieren und erst recht nicht ohne deren Einverständnis deren Abbild verbreiten. „Hansi beim Kotzen“ mag man persönlich ja ganz lustig finden, Hansi wird den Spaß in der Regel aber nicht teilen wollen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Als Fotograf sollte man sich also so gut es geht erkundigen, was man darf und was nicht. Das Thema Bildrechte und Copyright füllt ganze Bücher, wie z.B. „Meine Rechte als Urheber Werbung„.

Rechtliches: Drohnen

Das Thema wird aber noch viel komplexer, wenn man Fotos mit Drohnen schießen will. Denn spätestens seit dem „Drohnen-Missgeschick“ bei einem Weltcup-Slalom, bei dem unser Top-Star Marcel Hirscher beinahe von einer abstürzenden Drohne getroffen wurde, ist klar: diese Dinger können auch gefährlich werden.

Fotografieren mit Drohnen - was ist zu beachten? Klick um zu Tweeten

Genehmigung der Luftfahrtsbehörde

Und genau deshalb gibt es immer schärfere Auflagen, was den Betrieb von Drohnen betrifft. So gibt es einige Beschränkungen, Verbote und es sind so manche Auflagen zu erfüllen. Diese hängen in der Regel von Größe und Gewicht (bzw. Bewegungsenergie) sowie Verwendungszweck (Fotografieren ja/nein) der Drohne ab.

Was das Thema noch komplizierter macht: diese Einschränkungen und Auflagen unterscheiden sich von Land zu Land oft ganz erheblich. Österreich ist hier  besonders streng.  Das Thema ist dermaßen komplex, dass es eine eigene Webseite gibt, die bei der Bewilligung von Drohnenflügen in Österreich unterstützt: Österreichische Drohnenbewilligung. Die Inanspruchnahme dieses Services kostet allein schon 49€. Eine Bewilligung kostet (Stand Dezember 2016) ca. 320€. Details für die Gebühren in Österreich kann man auf den Seiten der Austro Control finden, wenn man nach Drohne sucht.

Das Thema ist leider wirklich sehr komplex, weil es auch viele Sonderregelungen gibt. So findet man in manchen Artikeln, dass alle Drohnen ab 250g in jedem Fall eine Genehmigung benötigen (also beide meiner oben genannten „Wunschdrohnen“). Auf den Seiten der Austro Control wird die Bewegungsenergie von 79 Joule genannt. Grob gesagt hängt diese von Flughöhe und Gewicht ab.

Haftpflichtversicherung

Neben einer etwaigen Bewilligung der Luftfahrtbehörde muss man sich auch um eine entsprechende Haftpflichtversicherung kümmern. Auch dazu habe ich eine Webseite für dich: Drohnen Haftpflichtversicherung. Je nach Drohne fallen pro Jahr noch einmal um die 100€ an.

Neben dem Anschaffungspreis der Drohne selbst können also noch weitere Gebühren auf den stolzen Drohnenbesitzer zukommen, wenn er seine Drohne legal abheben lassen will. Das hat mich bis heute vom Kauf einer Drohne abgehalten. Denn wenn ich fliege, will ich das auch legal tun und die damit geschossenen Fotos hier in meinem Blog oder wo auch immer im Web online stellen können.

Gesammelte Links

Was sind deine Erfahrungen? Fliegst du schon oder wartest du noch?

(alle Angaben ohne Gewähr)

Drohnen - technisch immer ausgereifter und preislich immer günstiger. Aber wo darf man fliegen und wie sieht es mit dem Fotografieren mit Drohnen aus?