Zuletzt aktualisiert am 23. August 2019 um 11:22

Manche Anschaffungen tätige ich ganz spontan. So passiert auch mit dem völlig ungeplanten Kauf einer 360 Grad Panoramakamera, namentlich der Insta360 One. Auf dieses geniale Teil bin ich während des Almcamps gestoßen, bei dem einer der Teilnehmer eine solche Action-Kamera mit dabei hatte.

Schon vor einiger Zeit habe ich diese wirklich coolen Aufnahmen, die man mit diesen 360 Grad Panoramakameras machen kann, bewundert. So eine Kamera zu kaufen kam mir aber bisher nicht in den Sinn.

Nun wurde ich aber erneut angefixt und habe mir die Insta360 One Werbung noch während des Almcamps am Berg bestellt. Und das ist auch gut so. Warum? Einfach lesen und begeistern lassen!

Das besondere Bild / Video

Im Rahmen meines Blogs bin ich immer auf der Suche nach dem ganz besonderen Bild. Das ist auch der Grund dafür, warum ich mir ein immer besseres Foto-Equipment zugelegt habe und so immer mehr Objektive hinzugekommen sind.

Seit Anfang 2018 widme ich mich vermehrt der Aufnahme von Videos, was zu Beginn des Jahres zur Anschaffung einer GoPro Hero 5 Black Werbung geführt hat. Natürlich samt Gimbal und allerhand Zubehör, um auch meine Videos auf einen professionelleren Level zu heben.

Und nun ist also ganz spontan auch noch die Insta360 One Werbung dazugekommen. Welch geiles Teil! Schon nach den ersten Aufnahmen bin ich überzeugt – diese Investition hat sich gelohnt! Dadurch kann ich ab sofort das ganz besondere Gipfelbild aber auch ganz spezielle Videos erstellen, die man in der Form noch nicht oft gesehen hat.

Features und Daten der Insta360 One

Die Insta360 One ist eine 360 Grad Action-Kamera. Sie besitzt vorne und hinten jeweils eine 180 Grad Weitwinkel-Linse, die gemeinsam ein Foto (oder Video) von 360 Grad schießen können. Die so aufgenommenen Bilder oder Videos werden in der Kamera zu einer 360 Grad Panorama-Sicht zusammengefügt.

Dabei ist die Kamera Software auch noch so intelligent und rechnet einen Selfie-Stick aus dem Bild heraus. Und das funktioniert erstaunlich gut!

Hier ein Beispielbild, welches ich unter Verwendung eines 3-Bein Stativs erstellt habe. Sehr gut erkennbar der „unsichtbare Selfie-Stick“ in der Mitte. Zu sehen sind noch die abstehenden Beine des Stativs. Diese lassen sich in der Regel in der Bildbearbeitung recht einfach entfernen.

Die Kante, an der die beiden Bilder zusammengefügt werden, ist kaum erkennbar – das macht die Kamera also schon wirklich sehr gut.

Insta360 One Panoramakamera - Selfie-Stick herausgerechnet

Insta360 One Panoramakamera – Little-Planet – Selfie-Stick herausgerechnet

Der passende Selfie-Stick

Die so erstellten Bilder sehen mit entsprechend langem Stick aus, wie von einer Drohne aus aufgenommen. Der Original Insta360 Stick Werbung passt hierzu schon sehr gut. Vor allem hat dieser auch ein noch recht angenehmes Packmaß und ist mit 158 g auch sehr leicht.

Da ich hoch hinaus will – im wahrsten Sinne des Wortes – habe ich mir zusätzlich noch einen extra langen Selfie-Stick bestellt. Mit der Rollei Arm Extension XL 1600 mm Werbung sind so noch beeindruckendere Bilder möglich. Kaum zu glauben, was 40 cm mehr in Bezug auf den Bildeindruck bei diesen Weitwinkellinsen ausmachen. Allerdings ist dieser High-End Stick dann schon um einiges größer und schwerer (258 g). Mit einer maximal möglichen Traglast von 5 kg kannst du ihn dafür aber auch für eine Spiegelreflex-Kamera einsetzen.

Folgendes Bild habe ich mit zwei aneinandergesteckten Selfie-Sticks mit insgesamt 240 cm erstellt. Da hatte ich den Rollei Stick noch nicht und habe deshalb einen ganz billigen Stick verwendet, der in einem Zubehörpaket für die GoPro enthalten war. Das war am Ende dann doch eine extrem wackelige Geschichte und ich hatte etwas Angst um meine Kamera.

Unglaubliche Optik

Unglaubliche Optik

Das Ergebnis ist aber schon gewaltig, wie ich meine! Der kleine orange Punkt in der Mitte bin ich. Man ist mit der Kamera optisch gefühlte 10 bis 20 Meter in der Luft. Nach dieser Wackelei habe ich mir Zuhause gleich den oben erwähnten 160 cm Stick bestellt.

Aufnahmemodi der Kamera

Die Kamera kennt grundsätzlich folgende, unterschiedliche Aufnahmemodi:

  • Einzelbilder
  • Videos
  • Zeitraffervideos
  • Intervall-Aufnahmen

Neben diesen Basismodes gibt es noch den speziellen Bullet-Cam Mode, der Matrix ähnliche Slow-Motion Szenen ermöglicht, indem eine Aufnahme mit 120 fps erstellt wird.

Weitere Features

Die Kamera ist mit einem integrierten 6 Achsen Gyroskop ausgestattet, welches das Bild stabilisiert und dich bei deinen Action-Szenen vor zu wilden Verwackelungen bewahrt. Damit ist es nicht notwendig sich zusätzlich noch ein Gimbal zu besorgen.

Auch Live Streaming zu Online Diensten ist möglich, dazu muss die Kamera am Smartphone angedockt sein. Der integrierte Stecker ist (leider nur) für das iPhone ausgelegt, eine Android Version der Kamera gibt es nicht. Allerdings wird ein eigener Adapter für Android-Smartphones angeboten.

Eine 8 GB microSD Karte ist bei der Kamera auch mit enthalten. Einem sofortigen Test steht demnach nach dem Auspacken nichts im Wege. Mir war das natürlich sehr schnell zu wenig, weshalb ich mir umgehend eine 64 GB micoSD Karte Werbung (128 GB wären möglich) zulegen musste. Insbesondere wenn du Videos drehen willst – und das wirst du wollen – bist du mit 8 GB doch etwas eingeschränkt unterwegs.

Auch nett: eine passgenaue Schutzhülle für die Kamera samt Mikrofasertuch ist bei der hardwrk Insta360 One Edition Werbung auch mit dabei.

Der Preis

Mit einem Preis von ca. 300€ (Stand Juni 2018) würde ich die Kamera in Hinblick auf ihre Funktionalität als sehr günstig bezeichnen. Mit einer Ultra HD 4k Auflösung für Videos und 24 MP für Fotos ist das kleine Leichtgewicht (nur 88 g) in dieser Preisklasse ganz vorne dabei. Auch wenn man sich von den 4k nicht täuschen lassen sollte – das gilt ja für 360 Grad und so wirken die Videos und Fotos nicht ganz so knackig scharf, wie man das anhand der Auflösung vielleicht annehmen könnte.

Bluetooth oder auf Smartphone stecken?

Für Live Streaming und eine entsprechende Bildvorschau musst du die Insta360 One an ein Smartphone anstecken, da die Kamera selbst kein Display besitzt. Die Live-Vorschau auf dem Smartphone wäre aber nicht nur im Falle von Live Streaming sehr sinnvoll, sondern wäre auch generell sehr praktisch, wenn man das Endergebnis einer Aufnahme schon vor dem Überspielen auf den PC zur Nachbearbeitung kennen würde. Ohne Live-View bist du doch irgendwie im Blindflug unterwegs und es ist gar nicht so einfach, das Ergebnis eines 360 Grad Bildes ohne Vorschau abschätzen zu können.

Wäre und würde? Ich schreibe das deshalb, weil ich mir (natürlich) auch den Smartphone Adapter für Android besorgt habe. Allerdings hatte dieser mit meinem etwas in die Jahre gekommenen (naja, 4 Jahre wäre jetzt nicht wirklich alt, oder?) Nexus 5 ziemliche Schwierigkeiten. Genaugenommen war das Teil unbrauchbar. Es hat die angesteckte Kamera zwar irgendwie erkannt, aber von einer Live-Vorschau leider keine Spur. Bestenfalls hin- und wieder ein Einzelbild war zu sehen, die Aufnahmen blieben ebenfalls zumeist schwarz. Ich habe den Adapter dann zurückgeschickt.

Und so verwende ich die Kamera „Standalone“ und bediene sie entweder ferngesteuert via Bluetooth oder der einzigen (!) Taste. Einmal drücken – Foto. Zweimal drücken – Video. Dreimal drücken – einstellbar, Standard Bullet-Cam Mode.

Bei der Fernbedienung via Bluetooth kannst du für Foto und Video einige Einstellungen vornehmen, wie z.B. einen Zeitauslöser festlegen. Im Falle eines Fotos kannst du dir eine grobe Vorschau auf das Smartphone holen. Nicht perfekt, aber doch eine gewisse Kontrolle der Aufnahme.

Insta360 Studio – kostenlose Software inklusive

Was diese Kamera auch zu etwas ganz Besonderem macht, ist das Insta360 Studio, eine kostenlose Software, anhand der man ganz einfach Spezialeffekte auf die gedrehten Videos anwenden kann. Man kann auch recht einfach Videos produzieren, die Kamerafahrten simulieren. Eine sehr gute Anleitung (englisch) zum Insta360 Studio findest du im ca. 15 minütigen YouTube Video von Ben Claremont.

Little Planet – einfach nur beeindruckend

Mich persönlich faszinieren die „Little-Planet“ Bilder am allermeisten (siehe Titelbild). Das Bild wird dabei so gekrümmt, als ob sich die gesamte Szene auf einem kleinen Planeten abspielen würde. Wie man diesen Effekt zustande bringt? Nichts ist einfacher als das. Einfach als Bildtyp Little-Planet auswählen! Den Planeten kannst du dann auch noch beliebig drehen und am Ende erstellst du einfach einen Snapshot davon.

Und das funktioniert natürlich nicht nur für ein Foto sondern auch für deine Videos!

Matrix lässt grüßen

Wie faszinierend waren damals die Aufnahmen in Matrix mit der in Zeitlupe fliegenden Kugel und der sich gleichzeitig drehenden Kamera! Und genau etwas in dieser Art kannst du mit dem Bullet-Cam Mode der Insta360 One nun auch selber erstellen. Wie geil ist das denn?

Der Kamera liegt dazu extra eine Angelschnur samt Schraubmontage am Stativgewinde bei. Mit dieser sollte der Effekt am besten erzielen zu sein. Sehr erfolgreich war ich bisher damit noch nicht. Hauptproblem: die Kamera dreht sich immer wieder einmal um ihre eigene Achse, was einer kontrollierten Aufnahme doch sehr im Wege steht.

Und so habe ich es auch schon mit dem Selfie-Stick versucht – samt Stativ-Kugelkopf als 90 Grad Winkel und einem Griff. Ein wirklich gutes Ergebnis ist dabei aber bisher noch nicht herausgekommen.  Natürlich lässt sich die Kamera mit dem Stick schon besser kontrollieren, auch wenn der kleine Kugelkopf beim Drehen auch etwas nachgibt. Aber der Selfie-Stick ist mit 120cm etwas kürzer als die beigelegte Angelschnur. Und so bekommst du dadurch etwas weniger aufs Bild und die Beine werden dadurch in der Regel etwas abgeschnitten.

Es braucht also schon einiges an Übung um damit so atemberaubende Ergebnisse zu erzielen wie im Werbevideo. Zumindest bisher habe ich den Dreh (im wahrsten Sinne des Wortes) noch nicht so richtig heraus und habe deshalb (noch) kein vorzeigbares Ergebnis an dieser Stelle.

Update 1. Juli 2018: ich habe mir neues Equipment zugelegt! Es gibt ein Bullet Cam Bundle Werbung, welches es ungemein erleichtert, kontrollierte Bullet-Cam Videos zu erstellen. Erste Tests sind sehr vielversprechend!

Video – FreeCapture

Man kann ein Video nicht nur in einem bestimmten Modus abspielen lassen, sondern die einzelnen Modi auch über „Kamerafahrten“ kombinieren. So kannst du ein Video im normalen Panoramamodus starten, um dann animiert in die Little-Planet Ansicht zu wechseln. Damit lassen ich unglaublich coole Videos mit wenig Aufwand und in sehr kurzer Zeit erstellen.

Meinen allerersten Versuch damit kannst du im nachfolgenden Video sehen.

Die Software ist generell recht einfach zu bedienen. Ein langes Einlernen, wie es oft bei anderer Video-Bearbeitungssoftware der Fall ist, kannst du dir also ersparen.

Diese Einfachheit hat aber auch ihren Preis. So ist der Funktionsumfang doch etwas eingeschränkt und ich vermisse zumindest 2 Funktionen: die Möglichkeit, mehrere Videos zu kombinieren und vor allem aber eine Möglichkeit, die so erstellten Kamerafahrten als Projekte sichern zu können. Aber vielleicht kommt das ja noch in einem der nächsten Updates hinzu.

Die fehlende Möglichkeit, mehrere Videos zu kombinieren, ist für mich aber nicht wirklich tragisch, da ich meine Videos ohnehin in meiner Videobearbeitungssoftware zum Beispiel mit einem Wasserzeichen versehen will, Übergänge für Videoschnippsel erstellen und vor allem das Video nachvertonen will. Wären all diese Funktionen im Insta360 Studio enthalten, wäre dessen Bedienung wohl schon wieder um einiges komplexer.

Fazit

Mein Fazit nach meinen ersten Aufnahmen: die Insta360 One Werbung ist einfach nur genial! Ich bereue diese spontanen Kauf keine Sekunde und habe sehr viel Spaß mit dem Ding. Und eine Menge an Videoprojekten mit dem Teil habe ich auch schon im Kopf.

Manche Anschaffungen tätige ich ganz spontan. So passiert auch mit dem völlig ungeplanten Kauf einer 360 Grad Panoramakamera, namentlich der Insta360 One. Ein wirklich geniales Teil und ich bereue den Kauf ganz und gar nicht.