Zuletzt aktualisiert am 23. August 2019 um 10:47

Auf der Suche nach sinnvollem Zubehör für meine Anfang Jänner 2018 neu angeschaffte GoPro Hero 5 Black habe ich mehr oder weniger in die Vollen gegriffen. Hin- und wieder habe ich solche „Anfälle“, dass ich meine, ich müsste gleich zu Beginn auch alles mögliche an Zubehör sofort haben.

Vorteil: wenigstens ist es bei GoPro in der Regel so, dass man das Zubehör auch für Nachfolge-Generationen der Kamera auch noch einsetzen kann.

Was am Ende dann teilweise dazu führt, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe und das ein oder andere Zeug irgendwie nicht so zusammenarbeitet, wie ich mir das anfangs vorgestellt hatte. Um dir solche Fehlgriffe zu ersparen, zeige ich dir mein gesamtes Zubehör und gehe auch darauf ein, was mir am Ende dann doch nicht so daran gefallen hat.

Dieser Artikel enthält ungewohnt viele Affiliate Links zu Amazon. Ich bin selbst kein Fan von zu vielen solcher Links, aber in diesem konkreten Fall sehe ich diese Links als Service für dich, damit du auf einen Klick zum entsprechenden Zubehör kommst und dir dort evtl. anhand von Kundenrezensionen einen noch besseren Eindruck verschaffen kannst.

Allerlei Zubehör – Sammelsurium

Gleich zum Start habe ich mir das Zubehörset ccBetter Action Werbung zugelegt. Offen gesagt ohne zu wissen, was ich von dem Zeug auch nur irgendwann brauchen könnte. Ich würde es aber auch heute noch kaufen, wenn ich es nicht schon hätte! Denn um ein erstes Gefühl zu bekommen, wo und wie man seine GoPro überall befestigen kann, ist das schon sehr gut geeignet!

Solltest du mit Montierungen allerdings schon Erfahrungen gesammelt haben, ist dieses Set für dich aber am Ende eventuell sinnlos. Wenn du genau weißt, dass du nur ein oder zwei Teile davon brauchst, willst du dir davon evtl. gleich eine Version in hoher Qualität zulegen.

Im Set befinden sich eine Kopf-Montierung, eine Brust-Montierung, eine Montierung fürs Fahrrad bzw. generell für alle möglichen Stangen, eine starke Klemme, ein Teleskop-Selfie-Stick und ein Mini-Stativ (wirkt sehr sehr billig und war bei mir sogar irgendwie „verdrückt“), ein Saugnapf, so ein Schwimmteil fürs Wasser sowie einiges an Kleinkram wie Klebepads und Halterungen.

Für knappe 25€ finde ich das Preis-/Leistungsverhältnis durchaus okay, auch wenn man sich für den ein oder anderen Einsatzzweck so manches dieser Teile als Einzelteile in besserer Ausführung dann nachkaufen dürfte.

Ersatz-Akkus und Ladegerät

Gleich zu Beginn wollte ich auf jeden Fall genügend Ersatzakkus haben. Nachdem die ersten Erfahrungen gezeigt haben, dass je nach Einsatzart (oft Bildschirm ein oder GPS aktiv) der Akku nach 1 bis 2 Stunden zu Neige geht, habe ich mir zuerst einen Original GoPro Akku Werbung besorgt.

Danach zusätzlich noch ein Set von Patona Werbung. Mit Patona Ersatzakkus habe ich beim Einsatz in meiner Spiegelreflex-Kamera schon sehr gute Erfahrungen gemacht und so hoffe ich, dass diese auch im Falle der GoPro etwas taugen. Im Set sind 2 Akkus und ein Mini-Ladegerät enthalten.

Speicherkarte

Für meinen letztjährigen Ausflug in die AREA 47 habe ich mir 2 Stück 32 GB Speicherkarten zugelegt. Da ich damals noch nicht wirklich damit gerechnet habe, mir selber einmal eine GoPro anzuschaffen, waren mir 32 GB genug.

Jetzt, wo ich selber so ein Teil besitze und auch sehr gerne mit Zeitraffer Aufnahmen spiele, gehe ich aufs Ganze. Will heißen: das Maximum, das die Kamera verkraften kann. Und da sind 128 GB.


128 GB Speicherkarte Werbung

Denn wer will schon, dass während eines Tagesausfluges plötzlich kein Platz mehr auf der Karte zu finden ist?

Aluminium Gehäuse

Will man den Akku der GoPro aufladen, muss man zuerst den Stecker zum Aufladen „freilegen“ und die Klappe an der Kamera entsprechend öffnen.

Das mitgelieferte Original-Kunststoffgehäuse blockiert aber leider diese Klappe. Und so muss man zum Aufladen des Akkus – selbst wenn man diesen dazu in der Kamera verbleiben lässt – zuerst die Kamera aus dem Kunststoffgehäuse nehmen. Erst dann kann man den Schieber zum Ladestecker öffnen. Das ist etwas nervig.

Dann bin ich auf dieses Aluminium-Gehäuse gestoßen:

Luxebell für GoPro Werbung

Diese Gehäuse kann es sich aufgrund dessen Stabilität leisten, jene Ecke am Gehäuse freizulassen, um den Schieber zur Ladebuchse öffnen zu können. So kann man den Akku in der Kamera dann aufladen, ohne zuerst das Gehäuse entfernen zu müssen.

Weitere Vorteile:

  • das Objektiv der GoPro ist durch das stabilere Gehäuse besser geschützt
  • du kannst direkt zusätzliche (Schraub)Filter anbringen
  • das Gehäuse besitzt ein herkömmliches Stativgewinde
  • du kannst auch einen Blitzschuh am Gehäuse montieren
    dadurch kannst du ein Zusatzmikrofon oder ein Zusatzlicht anbringen
  • du kannst ein Akku Powerpack während der Aufnahme anschließen
    was sehr praktisch für länger andauernde Zeitrafferaufnahmen ist

Aber kein Vorteil ohne Nachteil:

  • das Gehäuse ist relativ schwer und nimmt auch mehr Platz ein
  • das ND-Filter Set wie unten beschrieben kann mit diesem Gehäuse nicht verwendet werden
  • die herkömmliche, kleine Objektiv-Abdeckung hält nicht
    stattdessen musst du den größeren (beiliegenden) Objektivdeckel verwenden

Das mit dem Filter-Set nervt mich etwas, aber da bin ich selber schuld. Meinem „Klick-Rausch“ habe ich zu verdanken, dass ich beides gleichzeitig bestellt habe und so noch nicht wusste, dass eine Montage bei Verwendung dieses Gehäuses nicht funktioniert. Das Alu-Gehäuse besitzt nämlich einen 52mm Filter-Halter und das von  mir bestellte Filter-Set einen 58mm Halter.

Ich habe auch versucht, die 58mm ND-Filter mit Filterringen zu montieren. Solche hatte ich schon Zuhause und so ließ sich das einfach testen. Grundsätzlich klappt das schon, aber leider nur bis zur Einstellung „Linear“. In der Einstellung „Weit“ und „Superweit“ schaut die Kamera dann durch ein „rundes Guckloch“. Das mag man vielleicht teilweise witzig finden, in der Regel ist das aber ein Killer im negativen Sinne.

ND-Filter Set

ND-Filter sind super, wenn aufgrund von zuviel Licht andernfalls die Belichtungszeiten zu kurz werden. Zu kurze Belichtungszeiten führen bei Fotos zum Beispiel zu „eingefrorenen“ Wasserfällen und im Falle von Zeitraffern zu recht unnatürlich wirkenden Bildern.

ND-Filter verlängern die Verschlusszeit, indem sie das einfallende Licht verringern. Eine Verlängerung der Verschlusszeit lässt Wasser wieder fließen und führt bei Zeitraffern zu schöneren Übergängen. Und es kann dich vor „abgesoffenen“ Bildbereichen bewahren, wenn du zum Beispiel in einer sehr hellen Umgebung filmst.

Ich habe mir einen ND4 Werbung, ND8 und ND32 zugelegt. Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels waren ND8 und ND32 Filter einzeln nicht verfügbar, ein Set mit ND8, ND16 und ND32 war gerade ausverkauft.

Was mir an den einzelnen Filtern sehr gut gefallen hat, war, dass sie in einer stabilen Kunststoffbox inklusive Objektivdeckel geliefert wurden. So ist der Filter perfekt vor Beschädigungen geschützt.

3-Wege Halterung

Die GoPro 3-Wege Halterung ist der perfekte Stick, wenn man will, dass man diesen im Video nicht sehen kann. Durch den großen Weitwinkel der GoPro Hero 5 Black ist ein herkömmlicher Selfie-Stick nämlich sehr schnell im Bild. Und das sieht irgendwie komisch aus.

Die Lösung ist die GoPro 3-Wege Halterung Werbung, die preislich mit aktuell etwa 65€ allerdings schon recht hoch anzusiedeln ist.

Die Halterung ist sehr gut verarbeitet und liegt auch gut in der Hand. Für meinen Geschmack könnte der Stick aber durchaus etwas länger sein. Man hat hier versucht, einen möglichst guten Kompromiss zwischen Größe und Kompaktheit zu finden.

Die Halterung ist sehr flexibel, was deren Einsatzmöglichkeiten anbelangt. So kannst du die vorderen 2 Segmente einfach abmontieren und anstatt des Armes quasi nur eine simple Halterung verwenden.

Und noch etwas cooler: im Griff befindet sich ein Ministativ, welches du herausnehmen und anschrauben kannst. Dieses Stativ würde ich persönlich aber eher als „Notstativ“ bezeichnen, denn stabil oder gar flexibel im Einsatz ist etwas anderes. Der Untergrund sollte schon gerade sein, sonst wird es eher problematisch. Um die GoPro damit aber bei einer Party einfach in eine Ecke zu stellen, dafür reicht es natürlich aus.

360 Grad Time Lapse Timer

Eigentlich nur so etwas wie eine spezialisierte Eieruhr mit Stativgewinde und einem Gewinde zur Befestigung einer GoPro Halterung. Aus diesem Grund gibt es auch genügend Leute, die lieber eine halb so teuer Eieruhr kaufen und diese entsprechend umbauen.

Ich habe mir den Fantaseal Time Lapse Timer Werbung geleistet.

Grundsätzlich nicht schlecht, allerdings bietet er nur eine Geschwindigkeit: 360 Grad in einer Stunde. Das empfinde ich nach ersten Tests doch etwas einschränkend. Und ich persönlich würde das Klingeln beim Ablauf der Zeit wirklich nicht brauchen. Schließlich koche ich keine Eier sondern will Zeitraffer aufnehmen. Die Klingel ist eher störend als hilfreich.

Wenn du mir also einen Timer empfehlen kannst, der zum Beispiel flexibler in der Drehgeschwindigkeit ist und nicht sinnfrei klingelt, wenn er abgelaufen ist, bin ich dir für jeden Tipp dankbar!

Power Bank – mobile Stromversorgung

Ich habe mir schon früher für meine Milchstraßen-Serie eine mobile Stromversorgung besorgt, denn auch bei der Aufnahme der Milchstraße ist es sehr wichtig, genügend Power dabei zu haben. Im Falle der Milchstraße habe ich mir die Power Bank zum Betrieb der Objektiv-Heizung angeschafft.

Für meine GoPro macht dieses Akku-Luder insbesondere für Zeitrafferaufnahmen viel Sinn, denn da steht die Kamera ja oft sehr lange in der Gegend herum und schießt ein Bild nach dem anderen. Aber natürlich auch zum Aufladen während längerer Tagesetappen auf Reisen macht so eine Power Bank viel Sinn.

Zusatztipp: da die GoPro durch anschließen der Power Bank nicht mehr wasserdicht ist (Stecker), kannst du dir mit simpler Stretchfolie behelfen. Mit dieser kannst du die Kamera samt Anschluss relativ gut umwickeln. Sinnvollerweise auch deine Power Bank. So kannst du die Kamera bedenkenlos länger stehen lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass durch einsetzenden Regen oder Tau deine GoPro oder die Power Bank Schaden nehmen.

Rollei Profi Action Cam Gimbal

Rollei Profi Actioncam Gimbal – 3-Achsen Schwebestativ (Stabilisator/Steadycam) für Actioncams, inkl. App für Fernsteuerung Werbung – das ist die exakte Bezeichnung dieses kleinen Wunderstatives. Besitzern von Drohnen ist der Begriff Gimbal geläufig: dieses Ding hält deine Kamera in einer stabilen Lage, wie auch immer du herumzappelst. Es gleicht dabei Bewegungen und Erschütterungen perfekt aus.

Und nachdem es mehr oder weniger unmöglich ist, auch nur beim Gehen deine Action Cam so ruhig zu halten, dass am Ende ein professionell wirkendes Video oder ein professionell wirkender Zeitraffer herauskommt, ist so ein Ding natürlich Gold wert. Hat dafür auch seinen Preis.

Es lohnt sich übrigens durchaus, den Tagespreis bei Amazon eine Weile zu beobachten! Stand Februar 2018 schwankt dieser zwischen 150€ und 250€.

Einen detaillierten Vergleich verschiedener Montierungen samt Beispielaufnahmen findest du im Artikel: GoPro Hero 5 Black Praxis – Montierungen.

Fazit

Manchen Kauf würde ich auf jeden Fall überdenken, so zum Beispiel das Alu-Gehäuse im Zusammenhang mit dem ND-Filterset. Möglicherweise wäre es sinnvoller gewesen, einfach normale 52mm Filter zu kaufen, um diese direkt am Alu-Gehäuse montieren zu können.

Wie auch immer: mittlerweile bin ich gut gerüstet, um mit meiner GoPro Hero 5 Black Werbung viel Spaß zu haben.

Hast du eine GoPro? Wenn ja, welches Zubehör nutzt du dabei regelmäßig?

Auf der Suche nach Zubehör für die GoPro Hero 5 Black habe ich mehr oder weniger in die Vollen gegriffen. Nicht alles arbeitet nun so zusammen, wie es sollte. Um dir solche Fehlgriffe zu ersparen, zeige ich dir mein gesamtes Zubehör und gehe auch darauf ein, was mir am Ende dann doch nicht so daran gefallen hat.