Zuletzt aktualisiert am 23. August 2019 um 11:36

In diesem Teil zum Thema Milchstraße fotografieren schießen wir nun endlich erste Bilder und kümmern uns um deren Nachbearbeitung. Denn erst die Nachbearbeitung holt das letzte aus den Aufnahmen heraus. Am Ende bekommen wir hoffentlich ein Bild, welches dem Betrachter vor Erstaunen langsam aber sicher den Mund öffnet.

Dieser Artikel ist der längste meiner Milchstraßenreihe – bring also bitte etwas Geduld mit, denn am Ende steht das erste Bild der Milchstraße.

Erste Bilder – so wäre es geplant gewesen

Nachdem man sich schon Tage zuvor auf diesen Moment vorbereitet hat, sollte es nun ernst werden. Den Termin habe ich aufgrund des Mondes ausgesucht, aufgeregt habe ich den Wetterbericht verfolgt und auf eine klare und möglichst komplett wolkenfreie Nacht hingefiebert.

Den fürs Erste idealen Standort habe ich auch fixiert – ein Kompromiss aus möglichst wenig Lichtverschmutzung, der Möglichkeit einer guten Bildkomposition und der guten Erreichbarkeit. In meinem konkreten Fall habe ich für das erste Shooting den Gaisberg gewählt. Aus Sicht der Lichtverschmutzung nicht wirklich ideal, denn Salzburg leuchtet in der Nacht schon ziemlich stark. Aber vielleicht sieht das am Ende ja sogar gut aus?

Dafür komme ich in einer halben Stunde mit dem Auto bis auf 1287 Höhenmeter und auf dem Gipfel kann ich mich recht frei bewegen. Das Gelände kenne ich einigermaßen gut, wodurch das Thema Bildkomposition auch gut zu lösen sein sollte. Ich kann dir sehr empfehlen, dass du dir das Gelände bei Tag gut ansiehst, um dann in der Nacht nicht ziellos herumzuirren – das könnte auch gefährlich werden!

Dann will ich dich noch an die Packliste aus Teil 3 erinnern. Nichts wäre ärgerlicher, am Aufnahmeort festzustellen, dass man etwas vergessen hat.

Erstens kommt es anders…

… und zweitens, als man denkt.

Am 18.5.2017 kurz vor 2 Uhr in der Nacht hat mich ein menschliches Bedürfnis geweckt. Auf dem Weg zurück ins Schlafzimmer einen Blick auf den Nachthimmel geworfen. Ui, das sieht aber gar nicht schlecht aus! Klarer Himmel, kein Mond, auch wenn Neumond erst in einer Woche ist und „tiefe“ Nacht. Die Milchstraße mit freiem Auge erkennbar. Wir erinnern uns an die „tiefe“ Nacht aus Teil 3, also an das Ende der astronomischen Dämmerung. Dem Zeitpunkt, ab dem wir die besten Ergebnisse bekommen sollten und die Sonne weit genug unter dem Horizont (> 18 Grad) verschwunden ist.

Der Wetterbericht war für diese Nacht sehr gut, danach sollte es eine Weile wieder wechselhaft werden. Ein Milchstraßen-Shooting zur besten Zeit im Mai, zum Neumond (25. Mai), könnte also ohnehin ins Wasser fallen. Stellarium am Smartphone angeworfen und Nachthimmel gecheckt. Das sieht wirklich gut aus für heute Nacht! Das Milchstraßenzentrum sollte am Rande des Horizonts zu sehen sein, der Mond geht erst gegen 02:40 auf. Alles klar – auf geht’s! Schlaftrunken in die Kleidung geworfen und Foto-Equipment vorbereitet.

Jetzt auf den Gaisberg fahren? Nicht wirklich! Erste Erfahrungen kann ich auch bequem vom heimischen Balkon aus sammeln.

Stativ ausgepackt, das extra für die Milchstraßenfotografie angeschaffte Samyang 16mm F2.0  Objektiv auf die Kamera montiert, Polfilter und Gegenlichtblende entfernt und Heizmanschette angelegt. Heizmanschette an Akku-Pack angeschlossen. Wird warm – sehr gut! Fernauslöser Werbung angesteckt, Taschenlampe Werbung geschnappt und raus auf den Balkon.

Bilder aus dem Himmel stanzen

Dank der intensiven Beschäftigung mit dem Thema Milchstraße fotografieren im Vorfeld dank meiner Artikelreihe, ist es ein leichtes, die Checkliste im Kopf durchzugehen und die entsprechenden Einstellungen an der Kamera vorzunehmen:

  • Objektiv prüfen, ob Blende ganz offen ist (F/2.0 in meinem Fall)
  • Autofokus und Bildstabilisator aus – hat mein Objektiv ohnehin nicht
  • manuellen Modus einstellen
  • Belichtungszeit auf Bulb Modus
  • RAW Format einstellen (habe ich ohnehin generell aktiviert)
  • Spiegelverriegelung aktivieren

Manuelles Fokussieren

Zuerst gilt es, manuell zu fokussieren. Zumeist bekommt man nicht das bestmögliche Ergebnis, wenn man den Fokusring einfach auf unendlich einstellt oder bis auf Anschlag dreht.

In der Regel sieht man die Milchstraße mit freiem Auge, ansonsten kann Stellarium dabei helfen (eine nähere Beschreibung findest du in Teil 2 „Milchstraße lokalisieren und Belichtung„). Innerhalb der Milchstraße ist der ein oder andere Stern hell genug, um das Scharfstellen über das Display relativ gut hinzubekommen. Einfach solange hin- und herdrehen, bis der Punkt am Display bei voller Vergrößerung (bei meiner Canon kann ich den Ausschnitt 10 fach vergrößern) so klein als möglich dargestellt wird. Nach dem ersten Bild am besten die Schärfe noch einmal kontrollieren!

Sollte man in etwas größerer Entfernung ein gut fokussierbares (helleres) Objekt vorfinden, so kann das den einfacheren Weg darstellen. Größere Entfernung bedeutet bei einem 16mm Objektiv mindestens 8 Meter. Man spricht in diesem Zusammenhang von der Hyperfokalen Distanz. Das ist jene Entfernung, auf die man mindestens Scharfstellen muss, um eine Schärfentiefe bis unendlich zu bekommen. Es gibt auch entsprechende Apps für das Smartphone, um diese berechnen zu können.

Ein helleres Objekt in der Nähe ist aber oft gar nicht wünschenswert, wenn man am Ende keine störenden Lichtpunkte in der Aufnahme haben will. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Taschenlampe, die man ja ohnehin dabeihaben wird, in der entsprechenden Entfernung auf den Boden zu legen und auf diese dann zu fokussieren. Oder aber – wenn man eine sehr leuchtstarke Taschenlampe hat und ein Objekt wie einen Baum in entsprechender Entfernung steht, diesen anzuleuchten und auf diesen dann zu fokussieren.

Man kann aber man auch bereits bei Tag fokussieren und sich sich die Einstellung des Fokusringes merken. Bei einem Objektiv mit manuellem Fokus ist das dank der Beschriftung einfach, bei einem Objektiv mit Autofokus fehlt aber in der Regel diese Beschriftung. Hier hilft zum Beispiel abkleben. Einfach ausprobieren, was dir persönlich am besten liegt!

Man liest übrigens in manchen Artikeln, dass man die Blende nicht unter  F/2.8 einstellen sollte, weil darunter das Scharfstellen aufgrund der sehr geringen Schärfentiefe zu schwierig sein sollte. Ich habe trotzdem F/2.0 gewählt. ISO habe ich für mein erstes Bild auf 1600 eingestellt.

Belichtungszeit

Im Bulb-Modus kann man mit Hilfe des Fernauslösers nun solange belichten, wie es die „500 Rule“ erlaubt. Crop Faktor der Kamera berücksichtigen dabei nicht vergessen! Für APS-C Kameras liest man teilweise auch von der „300 Rule“. Das ist im Prinzip nichts anderes als den Crop-Faktor direkt zu berücksichtigen und damit die Berechnung etwas zu vereinfachen.

Zur Erinnerung: ab einer gewissen Belichtungszeit kommt es  durch die Drehung der Erde zu Sternspuren.

Milchstraße "500 rule"

Milchstraße „500 rule“

Die maximale Belichtungszeit für mein 16mm Objektiv wären also 19,5 Sekunden, ich habe versucht in etwa 18 Sekunden zu belichten.

ISO Einstellung

Das mit der ISO Einstellung ist gar nicht so einfach. Grundsätzlich sagt man, dass das Rauschen mit höherer ISO Einstellung immer mehr ansteigt. Ganz so stimmt das aber nicht. In der Low-Light Fotografie ist das nämlich nicht unbedingt der Fall. Warum? Grob gesagt hängt es von der sogenannten Signal-to-Noise Ratio ab. In diesem Artikel näher dazu einzugehen, würde aber zu weit führen. Details dazu kannst du im englischsprachigen Artikel How to Find the Best ISO for Astrophotography finden. Ich habe das Glück, dass im erwähnten Artikel genau meine Canon EOS 700D Werbung für Tests zur besten ISO Einstellung verwendet wurde – und so weiß ich ganz ohne eigene Tests, dass ISO 1600 für mich die optimale Einstellung sein sollte.

Und Abdrücken!

Ich habe am Ende sehr viele Aufnahmen mit meinem Samyang Objektiv gemacht, wahlweise mit 800, 1600, 3200 und 6400 ISO. Schließlich geht es ja auch darum, praktische Erfahrungen mit der eigenen Kamera zu sammeln. Ergebnis für meine Canon EOS 700D Werbung – ISO 1600 ist in der Tat die beste Einstellung, wenn es rein um das Rauschverhalten geht.

Learning zur Heizmanschette

Ein Learning vom Fotografieren habe ich auch noch: das Akkupack für die Heizmanschette habe ich einfach auf den Balkon gelegt, „in freier Wildbahn“ wird das aber nicht so einfach sein. Lösung: das Akkupack in die beigepackte Hülle stecken und samt dieser dann am Haken des Stativs aufhängen. Die Heizmanschette selbst lässt sich bei meinem Samyang ganz einfach um den Fokusring anbringen, ohne dabei das Einstellen des Fokus zu behindern.

Nachbearbeitung – 1. Versuch

Da ich noch nie Milchstraßenbilder nachbearbeitet habe, habe ich mir Hilfe im Internet gesucht. Dave Morrow war mir schon von meinen Recherchen zur Vorbereitung ein Begriff und daher weiß ich auch, dass dort eine Anleitung zur Nachbearbeitung zu finden ist. Dave hat sogar ein eigenes eBook herausgegeben, die ersten 70 der insgesamt 170 Seiten davon gibt es kostenlos. Und da diese einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht haben, habe ich es mir zum sehr günstigen Preis von 10 US$ die Komplettversion gekauft. Gelesen habe ich es dann aber nicht. Auch hier prallen wieder Theorie und Praxis aufeinander. Theoretisch wäre es natürlich gut gewesen, das gekaufte eBook auch gleich zu lesen, in der Praxis habe ich das vorerst aber nicht hinten verschoben.

Ungeduldig wie ich manchmal bin, habe ich das Bild durch Trial & Error in Corel After Shot Pro 3 begonnen, nachzubarbeiten. After Shot war bei meinem Corel Paintshop Pro X9 Paket in der Standard Version dabei und ich habe dann auf Pro upgegradet. Vor meinem geistigen Auge ist ein geniales Bild der Milchstraße mit kaum erkennbarem Rauschen entstanden. Einfach etwas mit den Rauschfiltern in After Shot herumspielen, in Paintshop exportieren und dann Farben und Kontraste verstärken.

Und schon war das Bild … nicht wirklich schön :-( . Ich bin bei diesem ersten Versuch mehr oder weniger kläglich gescheitert. Das Ergebnis war weit weg von dem, was ich mir erhofft habe. Aber sehe selbst.

Daten zum Bild

  • Aufnahmezeitpunkt: 2017-05-19 2:01:33
  • Aufnahmeort: Plainfeld, Salzburg (47.833237 / 13.1820051)
  • Objektiv Samyang 16mm F/2.0
  • ISO 800
  • Belichtungszeit 18.4 Sekunden

Details zu meinem Nachbearbeitungs-Fehlversuch erspare ich dir an dieser Stelle. Grob gesagt habe ich via After Shot versucht, das Rauschen so gut als möglich zu entfernen und danach das Bild mit verschiedenen Anpassungsebenen in Paintshop aufzupeppen, damit sich die Milchstraße besser am Himmel abhebt.

Ergebnis nach der Bearbeitung in Paintshop Pro:

Milchstraße fotografieren - Nachbearbeitung

Milchstraße fotografieren – Nachbearbeitung – very first try

Nach obigem Fehlversuch (ja, so muss man das sehen, denn im Netz bin ich auf um Längen bessere Bilder gestoßen, die auch nur mit einer APS-C Kamera gemacht wurden) musste ich das alles einmal sacken lassen.

Learning: ich kann mit meinem Bildbearbeitungsprogramm noch viel zu schlecht umgehen, was die Arbeit mit Anpassungsebenen und Masken angeht.

Nachbearbeitung – 2. Versuch

Das Endergebnis vom 1. Versuch gefällt mir aus zumindest 2 Gründen nicht (wenn man einmal vom eher schlechten Vordergrund absieht):

  • die Farbtemperatur empfinde ich als zu warm
  • das Bild wirkt relativ „matschig
  • die Nebel sind nicht gut herausgearbeitet

Von einem ISO 800 Bild auszugehen, könnte auch ein Fehler gewesen sein. Vielleicht sogar der Hauptfehler? Das weiß man wohl am besten, indem man es einfach ausprobiert. Auch wenn ich bei ISO 3200 etwas Bedenken habe, das Rauschen nicht unter Kontrolle bringen zu können, ohne den Rest zu vermiesen – den 2. Versuch starte ich also nun mit einem ISO 3200 Bild. Nur falls sich an dieser Stelle jetzt jemand wundert: die „ISO 1600 Erkenntnis“ hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Daten zum Bild

  • Aufnahmezeitpunkt: 2017-05-19 2:15:37
  • Aufnahmeort: Plainfeld, Salzburg (47.833237 / 13.1820051)
  • Objektiv Samyang 16mm F/2.0
  • ISO 3200
  • Belichtungszeit 18.1 Sekunden

Corel After Shot Pro

  • Bild im Raw Format geladen
  • RAW-Rauschen: Impulsrauschunterdrückung aktiv, Raw-Rauschen 100, Schwellenwert 100
  • Perfectly Clear Rauschunterdrückung, Voreinstellung Nacht, Stärke 30, Detail 10

Zwischenergebnis nach dem Entfernen des Rauschens:

Milchstraße fotografieren - Nachbearbeitung - 2. Versuch

Milchstraße fotografieren – Nachbearbeitung – 2. Versuch – Rauschen entfernt

Corel Paintshop Pro

  • Anpassungsebene Weißabgleich auf das gesamte Bild
    Da mir das Bild generell zu warm erscheint, zuerst einen Weißabgleich durchführen
    Mitteltöne Gelb / Blau in Richtung Blau verschieben, Wert 50
    Lichter Gelb / Blau auf 40
    Schatten Gelb / Blau auf 10
    Zyan / Rot und Magneta / Grün jeweils auf 0 belassen
  • Anpassungsebene Helligkeit / Kontrast auf das gesamte Bild

Ergebnis: Das Bild hat nun eine ganz andere Grundstimmung, die mir so um Längen besser gefällt. Und es stimmt auch mehr mit dem Bild überein, welches ich von dieser Nacht in Erinnerung habe.

Milchstraße fotografieren - Nachbearbeitung - 2. Versuch - Weißabgleich

Milchstraße fotografieren – Nachbearbeitung – 2. Versuch – Weißabgleich

Corel Paintshop Pro

  • Maskengruppe aus Auswahl Landschaft erstellt
    mit dem Ziel, den gesamten Himmel samt Milchstraße bearbeiten zu können
  • Maskengruppe mit Verlaufsfilter und Auswahl Landschaft erstellt
    mit dem Ziel, die Milchstraße möglichst gezielt nachbearbeiten zu können
  • Anpassungsebenen für den Bereich der Milchstraße
    • Helligkeit / Kontrast (verstärkt Nebel)
    • Fülllicht / Klarheit (verstärkt Struktur / helle Sterne)
    • Histogramm (zum Abdunkeln)
    • Lokales Tonemapping (verstärkt Struktur)
  • Anpassungsebenen für den gesamten Himmel (inklusive Milchstraße)
    • Helligkeit / Kontrast (abdunkeln / anpassen an Milchstraße)
    • Farbton/Sättigung/Helligkeit (etwas kräftigere Farben)
    • Histogramm (zum Abdunkeln)
  • Das Gebäude rechts unten im Bild entfernt

Das Ergebnis nach etwa 3 Stunden herumdrehen an allen möglichen Werten ist wie folgt:

Milchstraße fotografieren - Nachbearbeitung - 2. Versuch - Endergebnis

Milchstraße fotografieren – Nachbearbeitung – 2. Versuch – Endergebnis

Mir persönlich gefällt das schon sehr viel besser, als der erste Versuch. Feedback aus einer Astrofotografiegruppe in Facebook: „ist mir persönlich zu dunkel“ über „sehr viel besser“ und „finde ich spitze“ oder „in der Nachbearbeitung könntest du einiges rausholen“. Wie man sieht, sind auch hier die Geschmäcker sehr verschieden.

Klar ist: ich kann noch ungemein viel lernen, was das Fotografieren der Milchstraße und vor allem auch die Nachbearbeitung anbelangt. Ich habe aber auch gar nicht erwartet, dass ich mich nach der Artikelreihe als Profi bezeichnen kann. Der Weg ist das Ziel!

Learnings im Bereich der Bearbeitung

  • Mehrere Masken bzw. Maskengruppen erstellen und kombinieren (z.B. eine eigene für den Himmel und die Milchstraße), dadurch erreicht man eine höhere Flexibilität in der Anwendung der Anpassungsebenen und kann gezielt einzelne Bildbereiche anpassen
  • Anpassungsebenen sind das Um- und Auf, um zerstörungsfrei Änderungsversuche am Bild zu machen
  • Je länger ich auf ein Bild starre, desto mehr neige ich dazu, Effekte zu stark einzusetzen
  • die Ebenentransparenz ist ein gutes Mittel, um Effekte abzuschwächen
  • Ich muss unbedingt noch ein Gefühl für die verschiedenen Anpassungsebenen bekommen, die ersten Bilder sind mehr oder weniger durch Trial & Error entstanden

Und dann kam Max Paul

„In der Nachbearbeitung könntest du einiges rausholen“ – da musste ich natürlich nachhaken. Der langen Rede kurzer Sinn: der Mann hat am Ende mein Bild für mich nachbearbeitet und ist zu diesem Ergebnis gekommen:

Milchstraße fotografieren - Nachbearbeitung von Max Paul

Milchstraße fotografieren – Nachbearbeitung von Max Paul

Mit Abstand besser, finde ich! Das Bild wirkt so viel natürlicher und die Nebel sehen auch viel mehr nach Nebel aus. Dank Max Paul weiß ich nun sehr viel besser, was ich aus meinen Bildern durch eine gezielte Nachbearbeitung herausholen kann.

Danke an Max Paul an dieser Stelle, der mir mit seinen Tipps sehr geholfen hat! Wer weitere Bilder von Max Paul sehen will, sollte seiner Facebookseite „MP Photography Vienna“ einen Besuch abstatten.

Tipp an dieser Stelle: melde dich in Facebookgruppen oder Foren an, die sich dem Thema Astrofotografie widmen und zeige dort deine Bilder her! Gerne auch mutig gleich dein erstes Bild, so wie ich auch. Die Tipps in solchen Gruppen sind Gold wert!

Wie geht es nun weiter?

Mir hat dieses Projekt der Artikelserie mit dem praktischen Abschluss eines eigenen Bildes der Milchstraße sehr viel Spaß gemacht und ich werde in Zukunft ganz sicher noch öfter unsere Heimatgalaxie ablichten. Dann mit einem besseren Vordergrund, so wie ich es einmal geplant hatte. Während dieser Beitrag online geht, habe ich das Projekt „besserer Vordergrund“ in Teilen übrigens schon umgesetzt und eine weitere Nacht im Freien verbracht.

Mein drittes Bild, will ich dir an dieser Stelle nicht vorenthalten, denn es ist bereits unter Berücksichtigung der Tipps von Max Paul entstanden. Und ja – da war ich tatsächlich am ursprünglich geplanten Aufnahmeort, dem Gaisberg. Und Neumond war auch. Das helle Leuchten rechts ist durch die Stadt Salzburg verursacht – Lichtverschmutzung!

Milchstraße vom Gaisberg aus

Milchstraße vom Gaisberg aus

In Zukunft will ich eigene Bilder für den Vordergrund und die Milchstraße aufnehmen, da diese Bereiche komplett andere Einstellungen erfordern. Auch ein Milchstraßenpanorama mit mehreren Bildern könnte irgendwann entstehen, aber dazu brauche ich zuerst zumindest noch einen Panoramakopf.

Und? Angefixt? Das würde mich sehr freuen! Sehr gerne kannst du deine Bilder im Kommentarbereich unterhalb verlinken!

Alle Artikel zum Thema Milchstraße fotografieren

Testbilder

Im Rahmen dieser Artikelreihe entstehen auch immer wieder einmal Testbilder. Diese werde ich regelmäßig zeigen und über meine Erkenntnisse dazu schreiben.

  • Erste Testbilder und Erkenntnisse
    Unter anderem lokalisieren der Milchstraße, Lichtverschmutzung einschätzen, Kamera in der Dunkelheit bedienen, Sternspuren und Test 2er Objektive
In diesem Teil schießen wir erste Bilder und kümmern uns um deren Nachbearbeitung. Denn erst die Nachbearbeitung holt das letzte aus den Bildern heraus.