Zuletzt aktualisiert am 9. November 2020 um 9:20

Im Jahr 2019 sollten meine Urlaube besonders nachhaltig sein. Und so ist es dann entgegen einer zuvor geplanten Flugreise nach Mallorca eine Weitwanderung direkt von unserem Haus nahe Salzburg bis nach Innsbruck geworden.

Und wären wir während dieser Tour nicht schon genug gewandert, waren wir dann zusätzlich noch eine Woche im Großarltal. Wandern – was sonst?

Mit diesem Beitrag nehme ich gleichzeitig an zwei Blogparaden Teil:

Solltest du also noch an anderen Reisehighlights interessiert sein, dann schau doch bei beiden vorbei! Aber zuerst liest du meine Highlights, okay? ;-)

Das Reisehighlight 2019 Nummer 1 – Weitwanderung Salzburg-Innsbruck

Idee & Planung zur Weitwanderung

Wie ich auf die Idee zu dieser Weitwanderung gekommen und wie ich in weiterer Folge die Planung angegangen bin, darüber habe ich schon den ein oder anderen Artikel geschrieben: Überblick über die Planung meiner Weitwanderung Salzburg-Innsbruck. Sollte dich das also interessieren – dort wird dir geholfen!

Vor dem Start

Dass diese Weitwanderung etwas ganz besonderes werden wird, war mir im Vorfeld schon irgendwie klar. Denn wenn man die 3-Tages Tour über die Lienzer Dolomiten außer acht lässt, bei der wir nur einen einzigen Tag etwas weiter gewandert sind, liegt meine letzte Weitwanderung mittlerweile über 30 Jahre zurück.

Das ist eine sehr lange Zeit. Und so hatte ich dann doch einigen Respekt davor, wenn wir es einmal so nennen wollen. Wird meine Kondition ausreichen? Was wird mein angeschlagenes Knie dazu sagen und was mein Rücken zum ca. 10 kg schweren Rucksack?

Rucksack – Weitwanderung Salzburg-Innsbruck

Es geht los / Fehlstart

Ich war dann etwas weniger aufgeregt, als ich mir das noch ein paar Wochen vor dem Start gedacht hätte. Aber das Gefühl auf den ersten paar Metern, wenn man direkt vor der eigenen Haustür startet, ist schon unglaublich. Das ist schwer zu beschreiben. Man muss so etwas einfach erlebt haben!

Schade war, dass meine Frau, die mich während dieser Tour begleitet hat, diese Freude nicht so recht teilen konnte. Sie hatte großes Pech, denn am Vorabend ist ihr ein Teil eines Zahnes ausgebrochen. Und so hat sie mich am ersten Tag nur bis Mittag begleitet, um dann umzukehren und einen Zahnarztnotdienst aufzusuchen, denn das Ganze ist auch noch an einem Feiertag passiert.

Und so habe ich dann die erste Nacht alleine in einer Hütte verbracht – der Poschnhütte auf der Genneralm.

Posch’nhütte im Abendlicht

Meine Frau ist dann am zweiten Tag am frühen Morgen zur Hütte nachgekommen. Ohne reparierten Zahn, mit dem festen Willen, diese Tour dann eben mit einem halben Zahn durchzuziehen.

Erster Rückschlag

Der Morgen auf der Genneralm war einfach herrlich. Der Sonnenaufgang, dieses geniale Licht! Ja, diese Weitwanderung war schon eine ausgezeichnete Idee! Denn selbst die mir so bekannte Genneralm (Touren auf Gennerhorn, Gruberhorn und viele mehr führen hier vorbei) kannte ich um diese Tageszeit bisher noch nicht.

Morgenfrische und sattes Grün auf der Genneralm
Morgenfrische und sattes Grün auf der Genneralm

Und so sind wir hoch motiviert losmarschiert. Mit ersten Glücksgefühlen und der Feststellung, welch großes Glück wir haben, in so einer herrlichen Landschaft leben zu dürfen. Ohne Krieg, ohne Angst, verfolgt zu werden. Das sollten wir „1. Welt Menschen“ uns öfter bewusst machen und aufhören, uns wegen oft belangloser Dinge zu beschweren und zu jammern.

Gegen Mittag sehen wir die verschneiten Berge des Tennengebirges vor uns und so wird uns klar: das wird wohl nichts werden, mit der Laufener Hütte. Das wurde uns in der Tourist-Info in Abtenau dann auch so bestätigt. Eine Überschreitung des Tennengebirges wäre viel zu gefährlich. Und so haben wir schon sehr früh einen Teil unserer Tour umplanen müssen.

Nur wo du zu Fuß warst …

… bist du auch wirklich gewesen!

Jetzt in diesem Artikel die gesamte Tour zu beschreiben, wäre klar zu viel. Das könnte ja fast ein Buch füllen. Hat es ja dann auch, denn ich habe ein eBook zu dieser Weitwanderung geschrieben!

Hier nur noch so viel: wir haben sehr viel während dieser 14 Tage von Salzburg nach Innsbruck erlebt. Mit körperlichen Rückschlägen (vor allem mein Knie) aber auch landschaftlichen Highlights, die man eben einfach nur zu Fuß in dieser Intensität erleben kann.

Einige der Menschen, auf die wir während der Tour getroffen sind, werden wir ebenfalls in Erinnerung behalten. In der Regel in bester Erinnerung. Angefangen von den ausgesprochen entgegenkommenden Bus-Chauffeuren bis zu den sehr freundlichen Gastgebern in Hütten und Hotels. Bis auf einen echten Aufreger, aber das passt nicht in einen Highlight-Artikel.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder dieser absolut genialen Tour – dem Reisehighlight Nummer 1 in 2019.

Schneefeld am Hochkönig am Weg von der Kopphütte zur Erichhütte
Schneefeld am Hochkönig
Baumgartenkopf am Wilden Kaiser
Baumgartenkopf am Wilden Kaiser
Weitwanderung - Stallenwald, kitschiges Alm-Feeling
Stallenwald, kitschiges Alm-Feeling
Am Gipfel der Rofanspitze im Tiroler Rofangebirge
Am Gipfel der Rofanspitze im Tiroler Rofangebirge

Das eBook

Wie weiter oben erwähnt hat dieses Reisehighlight ein ganzes eBook gefüllt. Kein Wanderführer der üblichen Art. Eher eine sehr persönlich gehaltene Erlebnis-Beschreibung mit vielen Bildern eines absoluten Wander-Highlights meines Lebens.

Solltest du Lust darauf bekommen haben, meine persönlichen Höhen und Tiefen während der Tour ausführlicher zu lesen: jeder Leser dieses Artikels, bekommt unter Angabe des Rabattcodes highlight2019 einen Rabatt von 50% (gültig bis 31. März 2020).

Das Reisehighlight 2019 Nummer 2 – Wanderwoche Großarltal

Die Wanderwoche im Großarltal ist im Rahmen einer Kooperation mit einem Hotel entstanden. Es war meine erste Kooperation dieser Art und auch das erste Mal, dass ich an geführten Wanderungen teilgenommen habe.

Dementsprechend gespannt war ich dann auch, ob ich mit geführten Wanderungen überhaupt etwas anfangen kann. Schließlich bin ich begeisterter Fotograf und bleibe sonst gerne alle paar Meter stehen, um meine Kamera zu zücken. Und das Großarltal hat ganz bestimmt sehr viel zu bieten, was meinen Kamera-Sensor erreichen sollte!

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich das Fotografieren bei der ersten Tour für Fortgeschrittene (auf das Heukareck) aufgrund des Tempos doch ein wenig als stressig empfunden habe. Bei den anderen Touren (unter anderem auf das Kreuzeck) ging das aber locker – da waren wir in der mittleren Gruppe unterwegs. Dank eines etwas gemütlicheren Tempos und mehreren kurzen Pausen konnte ich meiner Leidenschaft als Fotograf problemlos nachkommen, ohne dann im Sauseschritt der Gruppe hinterherhetzen zu müssen.

Ein Highlight war auf jeden Fall die Sonnenaufgangswanderung am Schuhflicker.

Nachdem ich über diese Wanderwoche schon einen recht langen, zweiteiligen Artikel geschrieben habe, verliere ich hier nun keine weiteren Worte mehr, sondern zeige dir einfach ein paar Bilder dieser genialen Woche.

Heukareck am Gipfel
Draugstein und Draugsteinalm
Kreuzeck über Karteistörl, Blick über den Tappenkarsee, Kleinarl/Wagrein
Kreuzeck über Karteistörl, Blick über den Tappenkarsee
Am Liechtensteinkopf bei Sonnenaufgang

Auch wenn ich so manche Wanderung zumindest teilweise als anstrengend empfinde, so bleibt neben dem Genuss am Gipfel am Ende immer auch das geniale Gefühl, etwas für die Gesundheit getan zu haben.

Was waren denn deine Reisehighlights 2019? Schreib es mir gerne in die Kommentare!