Das ist der 2. Teil mit Tipps zu herrlichen Schneeschuhtouren im Salzburger Land. Solltest du den ersten Teil versäumt haben – dort findest du 7 weitere Touren.

Frische Spuren in den Schnee ziehen - 15 Tipps für Schneeschuhtouren! @salzburgerland Klick um zu Tweeten

Damit du die Touren wirklich genießen kannst, ist der richtige Schneeschuh sehr wichtig. Im Artikel 5 Tipps zum Kauf von Schneeschuhen wird dir geholfen 🙂 .

7 + 8 ausgewählte Schneeschuh­touren

Nachdem ich in Teil 1 dieses zweiteiligen Artikels bereits 7 Touren (Almkogel, Breitenberg, Eibensee, Feichtensteinalm, Filbling, Gaisberg und Lidaunberg) beschrieben habe, folgen nun 8 weitere Wanderungen, die sich sehr gut mit Schneeschuhen machen lassen.

Die angegebenen Zeiten verstehen sich jeweils für die komplette Tour – also hinauf auf den Gipfel und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Diese Zeiten können je nach Schneelage aber stark variieren und können somit nur als Richtwert gesehen werden! Anfahrtsbeschreibungen und Details zur Tour kannst du jeweils in den Links zur Tourbeschreibung finden.

Sicherheitshalber wiederhole ich den Sicherheitshinweis aus Teil 1: bitte beachte, dass einige im Sommer harmlose Passagen im Winter zu einer Herausforderung werden können!

8. Mozartblick

Die mit Abstand kürzeste Schneeschuhtour dieser Artikelreihe: den Mozartblick vom Hochlackenhof aus! Im Sommer braucht es gerade einmal 15 Minuten bis zum Ausblickspunkt – im Winter sollte man je nach Schneelage die Zeit verdoppeln. Aber mit einer Stunde hin und zurück solltest du auf jeden Fall dein Auslangen finden 🙂 .

Wenn du dir den herrlichen Ausblick über den Wolfgangsee etwas mehr erarbeiten willst, dann startest du einfach ab Kleiner Kapelle. Zu Beginn geht es von hier etwas steiler bergauf und das kann bei viel Neuschnee schon auch etwas anstrengender werden. Wenn du aber erst einmal am Bergrücken angekommen bist, geht es nahezu nur noch sehr flach weiter. Genuss pur.

Zur Tourbeschreibung: Mozartblick
Dauer der Tour: ab Hochlackenhof 1 Stunde, ab Kleiner Kapelle 2-3 Stunden
Schwierigkeitsgrad: einfach

9. Nockstein

Mein Hausberg geht immer – im Sommer, wie auch im Winter! Allerdings sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass der Weg nur bis zum Bankerl unterhalb des Gipfels einfach und gefahrlos zu gehen ist. Völlig egal, ob du die Variante ab Riedlwirt oder ab Parkplatz Nockstein wählst.

Die Variante durch die Nocksteinschlucht bin ich im Winter noch nicht gegangen, sie ist aber auf jeden Fall die anspruchsvollste der 3 Varianten. Vor allem Stufen sind im Winter oft unangenehm und von diesen gibt es hier einige. Sobald ich persönliche Erfahrungen gesammelt habe, liefere ich diese natürlich nach.

Ab dem Bankerl bis zum Gipfel ist es wegen des felsigen Geländes und durch immer wieder vorkommende Schneeverwehungen teilweise nicht so ganz Ohne. Sei als bitte vorsichtig, wenn du unbedingt ein Gipfelerlebnis haben willst und achte gut auf die aktuellen Verhältnisse!

Herrlich verschneite Winterlandschaft am Nockstein

Herrlich verschneite Winterlandschaft am Nockstein

Zur Tourbeschreibung: Nockstein
Dauer der Tour: Varianten 1+2 ca. 2-3 Stunden, Variante 3 ca. 3-4 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel

10. Ochsenberg

Der Ochsenberg zählt zu den einfachen und gemütlichen Schneeschuhtouren. Man startet kurz vor der Mautstelle zur Spielbergalm und marschiert dann nach links in Richtung Eibleckalm los. Es geht kurz durch den Wald, bevor man nach relativ kurzer Zeit auf die offene Eibleckalm kommt. Von dort hat man einen schönen Ausblick zum Untersberg und einigen Gipfeln mehr.

Genuss in der Wintersonne

Genuss in der Wintersonne

An der Eibleckalm vorbei gelangt man zu einer weiteren Hütte, von der es nicht mehr allzu weit bis ganz nach oben ist, wo sich wirklich ein überraschend schöner Blick bietet. Das würde  man dem unscheinbaren Gipfel irgendwie gar nicht zutrauen.

Zur Tourbeschreibung: Ochsenberg
Dauer der Tour: ca. 2-3 Stunden
Schwierigkeitsgrad: einfach

11. Plombergstein

Im Winter auf den Plombergstein zu gehen, kann ich dir durch die leidigen Stufen (Fragwürdige Stufen auf den Plombergstein) nur noch in der Variante vorbei an den Steinklüften empfehlen. Das kann ich aus eigener Erfahrung behaupten, da ich letztes Jahr den Weg über diese neuen Stufen gegangen bin. Das ist extrem mühsam und auch nicht ungefährlich, da man das seitliche Ende der Stufen durch Schneeverwehungen nur sehr schlecht bis gar nicht erkennen kann.

Der Ausblick am Gipfel oder besser gesagt am Aussichtspunkt ist aber wirklich auch im Winter einfach nur traumhaft!

Plombergstein bei St. Gilgen

Plombergstein bei St. Gilgen – Blick über den Wolfgangsee

Zur Tourbeschreibung: Plombergstein
Dauer der Tour: ca. 2-3 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel-schwierig

12. Plötz

Der Wasserfall Pötz und der Rettenbach – ich muss schon wieder schwärmen! Ich hoffe, ich komme jetzt nicht zu kitschig rüber, aber das ist Naturidylle pur! Wenn man am frühen Morgen den Rettenbach im Gegenlicht der Sonne dampfen sieht oder man das Glück hat, dass der Wasserfall eingefroren ist – einfach nur atemberaubend! Aber sieh‘ selbst!

Am Rettenbach im Morgenlicht

Am Rettenbach im Morgenlicht

Plötz Eisfall 2017

Plötz Eisfall 2017

Mit Schneeschuhen ist der gesamte Rundweg samt Watzmannblick grundsätzlich sehr einfach zu gehen, nur wenn man neben dem Wasserfall hochgeht, sollte man sich kurz etwas konzentrieren. Man legt nur sehr wenige Höhenmeter zurück, wodurch diese Tour zu den gemütlicheren der hier beschriebenen 15 Schneeschuhtouren im Salzburger Land gehört.

Zur Tourbeschreibung: Plötz
Dauer der Tour: ca. 1-2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: einfach

13. Schafberg

Die mit Abstand heftigste Tour unter den 15 hier beschriebenen Touren! Nicht, weil sie technisch so schwierig wäre, aber knapp 1200 Höhenmeter mit Schneeschuhen sind schon sehr anspruchsvoll, was die Kondition anbelangt. Noch dazu, wenn man im Neuschnee frisch spuren muss.

Das Schöne daran: man kann die Tour durchaus auch auf der Schafberalpe abbrechen, denn bereits von hier genießt man eine herrliche Aussicht hinunter zum Wolfgangsee. Wer aber über ausreichend Kondition verfügt, sollte schon bis zum Gipfel hoch – das ist ein echtes Highlight des ohnehin sonst schon wunderbaren Salzburger Landes. Merkt man, dass ich sehr gern hier lebe? 😉

Auf der Suche nach einem schönen Bild im Winter musste ich beim Schreiben dieses Beitrages gerade feststellen, dass meine letzten Bilder einer Wintertour mit ausreichend Schnee 15 Jahre alt sind. Und diese will ich dir aufgrund der schlechten Qualität (2 MP Kamera, keine Schreibfehler) nicht antun. Ein Bild wird an dieser Stelle also noch nachgeliefert!

Zur Tourbeschreibung: Schafberg
Dauer der Tour: ca. 5-7 Stunden
Schwierigkeitsgrad: schwierig

14. Schlenken

Der Schlenken ist ein sehr beliebter Berg für Winterwanderer, da er recht einfach zu begehen ist. Deshalb zählt der Schlenken zu den Lieblingsbergen für eine letzte Tour im Jahr zu Silvester. Ich war nur einmal oben, da ich in den letzten Jahren den Nockstein bevorzuge. Aber dieses eine Mal war ein geniales Erlebnis! Der Sonnenuntergang an der Schlenkenalm war unglaublich schön. Wie? Ich schwärme zu viel? Dann schau dir dieses Bild an, da kann man doch nur schwärmen!

Die Tour selbst ist eine echte Genusstour mit der ein oder anderen etwas anspruchsvolleren Stelle für Schneeschuhwanderer, aber nie wirklich gefährlich.

Blick von der Schlenkenalm

Blick von der Schlenkenalm

Zur Tourbeschreibung: Schlenken
Dauer der Tour: ca. 3-5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel

15. Zwölferhorn

Das Zwölferhorn gehört neben dem Schafberg aufgrund der Seilbahn zu den bekanntesten Gipfeln um den Wolfgangsee. Und: man kann den Gipfel im Winter auch gefahrlos mit Schneeschuhen erwandern!

Vom Parkplatz an der Holzknechthütte gehst du in Richtung Schranke, von wo du entweder den alten Almweg oder der Straße entlang bis zur Lärchenhütte hochgehen kannst. Ich würde dir den Umweg über die Lärchenhütte schon ans Herz legen, weil zumindest ich den Ausblick auf den Wolfgangsee von hier aus nicht missen möchte. Solltest du es eher eilig haben (FAIL!), dann biege am größeren Parkplatz (im Winter bei viel Schnee nicht mit dem Auto erreichbar) direkt leicht rechts direkt nach oben zum Gipfel ab.

Lärchenhütte

Lärchenhütte, Blick hinüber zum Schafberg

Man muss sich allerdings den Weg zum Gipfel mit vielen Tourengehern teilen, denn das Zwölferhorn ist auch ein äußerst beliebter Berg für Tourengeher. Solltest du also zu jenen Schneeschugehern gehören, die einem abfahrenden Tourengeher auch schon einmal neidisch hinterherblicken, dann lass‘ es lieber bleiben 😉 .

Zur Tourbeschreibung: Zwölferhorn
Dauer der Tour: ca. 3-5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: einfach

Es gibt es nichts Schöneres, als mit Schneeschuhen im herrlichen Salzburger Land zu wandern und einsame Spuren durch den frischen Schnee zu ziehen.